Friedenszitate

Seit September 2005 stellt das Frauennetzwerk für Frieden hier jeden Monat ein Friedenszitat ein. Auf diese Weise wollen wir sowohl Menschen, die sich für Frieden einsetzen oder eingesetzt haben, eine Stimme verleihen, als auch Euch zum Nachdenken anregen, inspirieren und ermutigen.

Dezember 2025

Und das müssen wir tun (…) gegen Unrecht aufstehen, gegen Krieg unsere Stimme erheben und uns schützend vor ausgegrenzte Menschen stellen.

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November 2025

'Arme Soldaten' - das Wort klang mir noch lange nach, sie hatte es so mitleidsvoll betont. (...) Aber wie - flog es mir durch den Kopf - wenn man sie gar nicht hinschicken würde in all den Jammer, die armen Leute: wäre das nicht noch viel besser?

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September 2025

Those who have paid in blood cry out: We must end this war. We, members of the Parents Circle Families Forum, Israelis and Palestinians who have lost loved ones, know there is no other way.  Stop the killing. Stop the cycle of revenge. It is time to sign an agreement. It is time to choose peace and reconciliation.

Diesen Text schaltete die israelisch-palästinensische Friedensorganisation "Parents Circle - Families Forum" am 19. September  als riesige Anzeige in der israelischen Zeitung Ha'aretz, unterzeichnet von mehr als 220 Mitgliedern. Das PCCF setzt sich seit 30 Jahren für Frieden, Dialog und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinenser*innen ein, besucht Schulen, organisiert Begegnungen und öffentliche Veranstaltungen. Seine Mitglieder haben alle mindestens ein Familienmitglied durch die jeweils andere Seite verloren. Bei ihrer Arbeit setzen sie immer wieder ihre stärkste Kraft ein: das eigene Vorleben von Vergebung, Versöhnung, Mitgefühl, Humanität, Geschwisterlichkeit. Und den unbedingten Willen, den Schmerz, den sie selbst erfahren haben, anderen Familien zu ersparen. 

 

August 2025

I hereby declare that in order to make Nagasaki the last atomic bombing site now and forever, we will go hand-in-hand with global citizens and devote our utmost efforts towards the abolition of nuclear weapons and the realization of everlasting world peace.

- von Shiro Suzuki, Bürgermeister der Stadt Nagasaki

Am 9. August 1945 um 11:02 Uhr warf ein US-amerikanischer Pilot eine Atombombe über der Stadt Nagasaki ab. Drei Tage zuvor, am 6. August 1945, hatte eine weitere US-amerikanische Atombombe die Stadt Hiroshima zerstört. Zehntausende Menschen starben sofort durch die Explosionen, Hunderttausende starben oder wurden schwer krank durch die nukleare Strahlung. 2025 jähren sich die Atombombenabwürfe zum 80. Mal.

Um an diese schrecklichen Ereignisse zu erinnern und als Friedenserklärung an die Welt, verlesen die Bürgermeister*innen der beiden Städte jedes Jahr eine „Peace Declaration“. In Hiroshima wird sie seit 1947, in Nagasaki seit 1948 formuliert. Das Zitat stammt aus der Nagasaki Peace Declaration vom 9. August 2025, verlesen von Bürgermeister Shiro Suzuki.

Juli 2025

There is a power which is greater than the fear, and it is our partnership - Jews and Arabs, women and men, young and old. A courageous partnership that refuses to give up on this home, which belongs to all of us.

- von Sumaya Bashir, Koordinatorin der Arab Society im Women Wage Peace Movement

Die israelische Friedensorganisation „Women Wage Peace“ und ihre palästinensische Schwesterorganisation „Women of the Sun“ kämpfen seit Jahren Seite an Seite für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina und für innergesellschaftliche Versöhnung. 2024 wurden sie gemeinsam für den Friedensnobelpreis nominiert. Seit Wochen stehen Aktivistinnen von Women Wage Peace immer wieder an israelischen Straßenkreuzungen und protestieren laut und sichtbar gegen „diesen verfluchten Krieg“. Die Worte von Sumaya Bashir veröffentlichte Women Wage Peace vor drei Tagen auf ihrer Instagram-Seite zusammen mit dem Aufruf „Take to the streets - we have a country to save!“

Juni 2025

Den drohenden Krieg am Horizonte braucht der Militarismus wie ein Stück Brot.

von Bertha von Suttner (1843-1914), die in diesem Monat 182 Jahre alt geworden wäre.

Das Zitat stammt aus ihrem Aufsatz Rüstung und Überrüstung  von 1909. Darin kritisiert die Friedensnobelpreisträgerin von 1905 die Vorstellung, dass Aufrüstung Sicherheit bringe. Sie warnt vor einer Atmosphäre der Angst, genährt von militärischen Interessen. 

Weiter heißt es in dem Text: "(...) Der Trugschluss liegt darin, die Rüstungen nur als Werkzeug der Sicherheit zu betrachten, statt auch als Provokation zum Kriege, als Quellen der Gefahr. (...) Welches sind die Faktoren, die die Rüstungsschraube in Bewegung setzen? Sind es die Völker, die danach verlangen? Mit nichten! Der Anstoß, die Förderung kommt immer aus dem Kriegsministerium mit der bekannten Begründung, daß andere Kriegsministerien vorangegangen sind, und der zweiten Begründung, daß man von Gefahr und Feinden umgeben ist. Das schafft eine Atmosphäre von Angst, aus der heraus die Bewillingungen erwachsen sollen. Und wer verbreitet diese Angst? Wieder die militärischen Kreise. Die haben immer einen "unvermeidlichen" Krief auf Lager, besonders einen solchen, "der im nächsten Frühjahr losgehen wird". (...)"

Über 100 Jahre später wirken ihre Worte in einer Welt, die erneut aufrüstet, erschreckend aktuell.


Mai 2025

Meine Palästinensischen Freunde sind alle am Ende / Meine Jüdischen Freunde, sie trauern mit Ängsten / Meine Kurdischen Leute sind ständig am Kämpfen / Meine Schwarzen Freunde suchen immer noch Verständnis / Alle anderen Freunde sind irgendwo dazwischen / Wir fühlen das gleiche, doch trauern im Stillen / Mir fällt das Lachen schwer, uns geht es allen beschissen / Ja, uns geht es allen beschissen

- von Ebow

Ebow ist eine deutsche, lesbische Rapperin mit kurdisch-alevitischen Wurzeln. Das Zitat stammt aus ihrem Song „Free.“, den sie 2024 veröffentlicht hat. In einem Interview mit dem Fluter sagt sie darüber: „Ich biete in „Free.“ vielleicht keine Lösung an, ich sage nicht, lasst uns das und das machen. Aber ich zeige: Ich bin da und sehe euch und euren Schmerz.“ 

Ein Song, den alle hören sollten.

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