Friedenszitate

Seit September 2005 stellt das Frauennetzwerk für Frieden hier jeden Monat ein Friedenszitat ein. Auf diese Weise wollen wir sowohl Menschen, die sich für Frieden einsetzen oder eingesetzt haben, eine Stimme verleihen, als auch Euch zum Nachdenken anregen, inspirieren und ermutigen.

November 2020

Die Kultur des Friedens als Basis der politischen Verhältnisse, das ist der Schatz der neuen Werte, den die Frau dem öffentlichen Leben bringen will und das ist die Berechtigung ihres politischen Strebens. Friede, dauernder Friede ja ewiger Friede, ist unser Losungswort.

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Oktober 2020

We can only do Peace together.

Zitat von der diesjährigen Bertha von Suttner Peace Prize Gewinnerin Julia Kharashvili.  

Julia Kharashvili ist seit 1994 Friedensaktivistin und Direktorin der unabhängigen zivilen Organisation "Consent" (IDP Women Association Consent (IDPWA)). Im Fokus ihrer Arbeit standen zunächst Kinder und Jugendliche in politisch verfeindetet Regionen und später auch Emanzipation vom Konflikt betroffener Frauen. Darüber hinaus wurde sie in verschiedene Gremien der UN, der OSZE und der NATO berufen, unter anderem im Rahmen der internationalen Bemühungen zur Umsetzung der UN-Sicherheitsratsresolution 1325 und des CEDAW-Abkommens.  

Ein Portrait über Julia Kharashvili finden Sie hier.

September 2020

An den Regierungsspitzen dürfen nur sitzen
Männer oder Frauen, die einzig auf Frieden bauen.

Gerda Lilli Basten-Ewert, geboren am 18.11.1919, verstorben am 30.08.2016, erstes Ehrenmitglied des Frauennetzwerk für Frieden e.V.

Anlässlich der in diesem Monat anstehenden Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen (dem Bundesland, in dem das FNF behimatet ist) und überhaupt in Bezug auf sämtliche demokratischen Wahlen dieser Welt ein Zitat, das wir sehr passend fanden. 

August 2020

Frieden ist neben Liebe das Allerwichtigste im Leben.
Zitat von Hildegard Pelchen, aktiv bei den Frauen für den Frieden Berlin und neues Mitglied im Frauennetzwerk für Frieden e.V.

Juli 2020

Die Fähigkeit des Menschen zur Vernunft hat die Vereinten Nationen möglich gemacht. Der Hang des Menschen zur Unvernunft macht sie notwendig. Der Sieg der Vernunft wird es sein, wenn eines Tages alle Staaten und Regionen in einer Weltnachbarschaft nach den Prinzipien der Vereinten Nationen zusammen leben und zusammen arbeiten.

Willy Brandt, geb. am 18. Dezember 1913 als Herbert Ernst Karl Frahm, gest. 8. Oktober 1992, war der vierte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Im Jahr 1971 erhielt er den Friedensnobelpreis für seine neue Ostpolitik unter dem Motto "Wandel durch Annäherung".
1973 - im Jahr des Beitritts der BRD und DDR zu den Vereinten Nationen - sprach er als erster Deutscher vor der UN. Diese wurde vor 75 Jahren kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa, aber noch vor dem Kriegsende in der Pazifikregion in New York gegründet. Dag Hammarskjöld, UNO-Generalsekretär von 1953-1961, beschrieb den Gedanken ihrer Gründung einmal so: „The United Nations was not created in order to bring us to heaven, but in order to save us from hell." Sie hat es nicht immer geschafft, die schrecklichen Kriege der Vergangenheit und auch der Gegenwart zeugen davon. Doch die UNO ist bis heute ohne Alternative und - trotz aller strukturellen Mängel - weiterhin bitter nötig.
Wir gratulieren den Vereinten Nationen zum 75. Geburtstag und wünschen uns, dass die Worte Willy Brandts einst eintreten werden.

 

Juni 2020

Es fehlt nicht an Schwarzen, die sprechen, sondern an Weißen, die zuhören.

Aminata Touré, geb. am 15. November 1992, ist eine deutsche Politikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Seit 2017 ist sie Mitglied und seit 2019 Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages. Damit ist sie die erste afrodeutsche und jüngste Vizepräsidentin in Deutschland. In der Debatte um den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten am 25. Mai 2020 machte sie wiederholt auf Rassismus in Deutschland und Europa aufmerksam und forderte die Beseitigung von Rassismus auf allen Ebenen.

Die weltweiten Protest- und Solidaritätsbewegungen, die sich in Folge der gewaltsamen Ermordung des Schwarzen US-Amerikaners George Floyd in den USA entwickelten, haben auch in Deutschland eine dringend notwendige Debatte über strukturellen und institutionellen Rassismus und rassistische Polizeigewalt entfacht.
Auch wir selbst als Friedensorganisation, die aus überwiegend weißen Zusammenhängen entstanden ist, müssen einen selbstkritischen Blick auf unsere Arbeit werfen und uns fragen, wie tiefgreifend wir selbst für rassistische Strukturen sensibilisiert sind und wie wir unsere Solidarität mit Schwarzen Bewegungen in Deutschland und weltweit zum Ausdruck bringen können. Denn auch Friedensarbeit kann rassistische Strukturen reproduzieren, unreflektiert dulden oder sogar ungewollt verstärken. Für unser Friedenszitat des Monats Juni haben wir deshalb einen Satz der Politikerin Aminata Touré gewählt: „Es fehlt nicht an Schwarzen, die sprechen, sondern an Weißen, die zuhören.“ Denn schon seit Jahrzehnten setzen sich BIPoc-Aktivist*innen und -Gruppen (BIPoC = Black, Indigenous and People of Color) in Deutschland dafür ein, Rassismus sichtbar zu machen und diesem entgegenzutreten. Viel zu lange wurden ihre Stimmen von der weißen Mehrheitsgesellschaft nicht gehört und/oder marginalisiert. In der aktuellen Debatte wollen wir daher insbesondere Schwarzen Aktivist*innen wie der Anti-Rassismus-Trainerin Tupoka Ogette (Autorin von „exitRacism“ und Gastgeberin des „Tupodcast“), der Journalistin Alice Hasters (Autorin von „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“), der seit den 1980er Jahren tätigen Organisation ISD Bund e.V. Initiative Schwarze Menschen in Deutschland und vielen weiteren zuhören, von ihnen lernen und uns selbst befähigen, Rassismus, da, wo er uns begegnet, zu erkennen, offen zu legen und ihm entschieden entgegenzutreten.

 

 

Mai 2020

The fury of the virus illustrates the folly of war. That is why today, I am calling for an immediate global ceasefire in all corners of the world. It is time to put armed conflict on lockdown and focus together on the true fight of our lives.

UN-Generalsekretär António Guterres am 23.03.2020 bei einer Rede zu den Folgen der Corona-Pandemie in New York. Seine Rede hat zur Kampagne "Global Ceasefire" geführt, die weltweit von vielen Organisationen und Promineten unterstützt wird. Wer sich dem Aufruf des Generalsekretärs nach einem globalen Waffenstillstand anschließen möchte, kann die Petition der Kampagne bei Avaaz unterzeichnen.

April 2020

Vereinte Kraft ist zur Herbeiführung des Erfolges wirksamer als zersplitterte oder geteilte.

Thomas von Aquin, geb. im Jahr 1125, gest. am 07. März 1274, katholischer Theologe und Philosoph.

Wir fanden, dieses Zitat passt besonders gut in unsere vom Coronavirus geprägte Zeit.


März 2020

Gleiche Rechte – Gleiche Verantwortung | Equal Rights – Equal Responsibilities | Droits égaux – Responsabilités égales

Die International Alliance of Women fügte ihrem Namen im Jahr 1946 diesen Untertitel hinzu. Das FNF ist seit vielen Jahren Mitglied in der IAW.

Am 08. März ist Internationaler Frauentag - der Kampf um gleiche Rechte bleibt aktuell!

Februar 2020

Das Gesetz ändert sich. Das Gewissen nicht.

Sophie Scholl, deutsche Studentin und Widerstandskämpferin, geb. am 09. Mai 1921, hingerichtet am 22. Februar 1943 durch die Nazis

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