Regionaler Streitschlichtungstreff 2020: Alle Plätze belegt

wordle 5 StreitschlichtungZu unserer großen Freude haben uns in diesem Jahr ganz besonders viele und schnelle Anmeldungen erreicht, sodass wir die Anmeldeliste für den Regionalen Streitschlichtungstreff der Schulen in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Erft bereits jetzt schließen müssen. Das bedeutet leider auch, dass wir Schulen oder einzelnen Lehrkräften, die sich jetzt noch anmelden möchten, eine Teilnahme nicht mehr garantieren können. Wir haben allerdings eine Warteliste eingerichtet. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei uns im Büro: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: +49(0)228 - 62 67 30. Und falls es im Jahr 2020 nicht mehr klappen sollte, bemühen wir uns, alle, die diesmal keinen Platz bekommen haben, im Jahr 2021 bevorzugt zu berücksichtigen.

Weitere Infos zu unserem Streitschlichtungsprojekt gibt es hier. Das Programm des Streitschlichtungstreffs am 30.01.2020 in Bonn-Duisdorf finden Sie hier.

#NeustartKlima – FNF war auch beim 4. Globalen Klimastreik dabei

Am 29. November 2019 nahm das FNF erneut am globalen Klimastreik teil. Zum vierten Mal rief die Bewegung Fridays for Future in zahlreichen Städten weltweit dazu auf, sich an dem Streik zu beteiligen. Diesmal war der Anlass der Beginn der Klimakonferenz (COP25) in Madrid und stand unter dem Motto "#NeustartKlima – laut wütend und unbequem – Klimagerechtigkeit jetzt!" Bei typisch kaltem Novemberwetter liefen wir vom FNF gemeinsam mit Mitgliedern des Netzwerk Friedenskooperative und anderen Friedensfreund*innen als „Peaceworkers for Future“ mit. „No Peace – No Future“, „Klimaschutz statt Rüstung“ und „Build Windmills, Not Warheads“ war auf unseren Plakaten zu lesen. Wir streikten mit, weil wir finden, dass Klimabewegung und Friedensbewegung untrennbar zusammen gehören – denn Krieg ist einer der größten Klimakiller: Armeen, Kriege und Militärübungen zerstören die Umwelt. Dazu kommt, dass der Klimawandel und die dadurch verursachte Veränderung der Umwelt Konflikte anheizen und unzählige Menschen zur Flucht zwingen. Für uns ist also klar: Wir streiken auch das nächste Mal für den Frieden und für das Klima – Hand in Hand! 

Klimastreik 29.11.2019 Heide Anna Maria Klimastreik 29.11.2019 Marvin Klimastreik 29.11.2019 Marvin Agnes Anna Maria


Heide Schütz: Zum Abschied von der Vorstandsarbeit

IMG 20191109 182907 resized 20191109 063139755Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

der 9. November war mit mindestens drei historischen Ereignissen jeweils ein Schicksalstag in Deutschland. Es war aber Zufall, dass nun am 9. November 2019 auch die Mitgliederversammlung des Frauennetzwerks für Frieden anstand, auf der ein lang erhoffter Generationenwechsel durch einen neuen Vorstand stattfinden sollte. Er ist zu unser aller Freude gelungen – die Fotos belegen es auch für diejenigen, die nicht dabei waren. Es ist für uns Seniorinnen im alten Vorstand ein gutes Gefühl, die Gestaltung des Frauennetzwerks für Frieden nun in deutlich jüngere, aber keineswegs unerfahrene Hände zu legen, denn alle (!) neuen Vorstandsfrauen sind ehemalige Praktikantinnen des FNF und sind durch ihre Mitarbeit mit den Chancen und Herausforderungen unseres Vereins bestens vertraut. Sie haben schon als Praktikantinnen durch ihre Arbeit in großartiger Weise dazu beigetragen, das FNF nicht nur funktionstüchtig zu halten, sondern auch durch Innovationen weiter zu entwickeln.

„Gemeinsam sind wir stark“ – das war seit der Gründung des FNF am 3. Februar 1996 unser internes Motto. Unter diesem Leitgedanken wollte ich an dem Abend des 9. November 2019 eine kleine Abschiedsrede halten. Aber die überaus herzliche Verabschiedung, der phantastische Blumenstrauß und die Geschenke haben mich so überrollt, dass ich es einfach vergessen habe. Deshalb möchte ich nun auf diese Weise meinen von Herzen kommenden Dank an alle Weggefährtinnen und Weggefährten aussprechen. Gemeinsam haben wir, die Mitglieder, die Vorstandsfrauen der letzten fast 24 Jahre und seit einigen Jahren in besonderer Weise unsere Geschäftsführerin, aber auch unsere Kooperationspartner*innen und nicht zuletzt die Praktikantinnen, das FNF stark gemacht für die Friedensarbeit mit der Genderbrille.

Wir haben Friedensprozesse unterstützt, hier und da auch angestoßen und immer wieder dazu beigetragen, dass die Friedensidee und die Anstrengungen für ihre Umsetzung im immer stärker werdenden Militarismus und Kapitalismus nicht untergehen. Wir haben uns dafür engagiert, dass die Relevanz der Geschlechterperspektive in der konzeptuellen und in der praktischen Friedensarbeit verankert wird und Frauen als wichtige Akteurinnen wahrgenommen werden, z.B. durch die Gründung des Deutsch-Tschechischen Forums der Frauen, durch die deutsche Übersetzung aller Porträts aus dem Projekt „1000 Peace Women Across the Globe“, die engen Kontakte zu ukrainischen Frauen, den Aufbau der „FrauenWege Nahost“, die kontinuierliche Advocacy-Arbeit zur Wahrnehmung und Umsetzung der UN Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und nicht zuletzt durch unsere intensive Bertha-von-Suttner-Erinnerungsarbeit und die Mitarbeit in der AG Gender und Frieden. 2016 haben wir unser 20-jähriges Jubiläum gefeiert mit einem Symposium zum Thema „Fokus Gender im Friedensengagement: deutsche und europäische Perspektiven“. Bei aller Schwesterlichkeit haben wir uns in all den Jahren nie abgeschottet, sondern uns z.B. 2017 durch das Friedensschiff auf dem Rhein, den jährlichen Streitschlichtungstreff für die Schulen in der Region Bonn, viele Kooperationsprojekte und die Mitgliedschaft in unterschiedlichen friedenspolitischen Verbänden und Kampagnen eingereiht in die große Friedensfamilie, die „Peace Community“, in Deutschland und darüber hinaus.

Gemeinsam waren und sind wir stark, aber im Rückblick wird für mich auch deutlich, dass das FNF trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es natürlich auch gab, von Anfang an unter einem guten Stern stand.

Für die gute Zusammenarbeit und die menschliche Nähe im Vorstand, aber auch in der Mitgliedschaft bin ich überaus dankbar! Sie hat mein Leben unendlich bereichert und den Horizont geweitet, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Dialog. Für mich war/ist der 9. November kein Abschied, sondern „nur“ eine klare, von mir seit langem gewünschte Zäsur. Ich bleibe dem Frauennetzwerk für Frieden e.V. weiterhin verbunden und hoffe auch, dass wir uns persönlich nicht aus den Augen verlieren.

Mit großem Dank und allen guten Wünschen

Eure/Ihre
Heide Schütz

Gemeinsame Initiative: Friedens-Aufruf an Europäisches Parlament übergeben

Übergabe Europa Petition Pressefoto 2 klein Foto: Simon Bödecker110 Organisationen und 23.191 Bürgerinnen und Bürger fordern Abgeordnete zu mehr Einsatz für Friedensprojekt Europa auf

Auch das FNF hatte im Vorfeld der Europawahlen 2019 die Petition "Rettet das Friedensprojekt Europa" als Erstunterzeichner unterschrieben. Nun übergaben die Initiator*innen der Initiative die gesammelten Unterschriften an das europäische Parlament. Dr. Martina Fischer (Brot für die Welt), Dion van den Berg (PAX) und Oliver Knabe (forumZFD) diskutierten den Aufruf ‘Rettet das Friedensprojekt’ mit Hannah Neumann, MdEP, und Ota Jaksch (Büro Özlem Demirel, MdEP).

Im Bild v.l.n.r.:Alexandra Mehdi, Ota Jaksch (Büro Özlem Demirel, MdEP), Dion van den Berg (PAX), Oliver Knabe (forumZFD), Dr Martina Fischer (Brot für die Welt), Hannah Neumann (MdEP) (Foto: Simon Bödecker).

Hier die Pressemitteilung des Forum Ziviler Friedensdienst zur Übergabe:

Köln/Brüssel, 21.11.19. Am Dienstag haben Vertreterinnen und Vertreter europäischer Friedensorganisationen 23.191 Unterschriften an die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments Katarina Barley übergeben. 110 Organisationen und Institutionen aus 12 EU-Staaten, darunter viele Verbände der Friedensbewegung, Kirchen und kirchliche Organisationen und Hilfswerke, hatten anlässlich der Europawahlen einen Aufruf zur Rettung des Friedensprojekts Europa an die neuen Abgeordneten gerichtet.

Das Bündnis kritisiert die geplanten Milliardeninvestitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und die Militärkooperationen mit Drittstaaten. Die EU dürfe keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Die Förderung des Friedens und der Menschenrechte dürfe nicht der Abwehr von Flucht und Migration zum Opfer fallen. Die Unterzeichner fordern, die EU müsse stattdessen mehr in gewaltfreie Konfliktbearbeitung investieren.

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Abschied und Neubeginn: Bericht zur 24. Mitgliederversammlung des FNF

Heide Schütz mit den ehemaligen Praktikantinnen Am Samstag, dem 09.11.2019, fand in Bonn die diesjährige Mitgliederversammlung des Frauennetzwerk für Frieden e.V. statt. Dieses Jahr gab es ein ganz besonderes Anliegen: Die Vorstandswahlen standen an und sechs der acht langjährigen Vorstandsfrauen rund um Heide Schütz, Mitgründerin des FNF, hatten angekündigt, nicht noch einmal für ihre Ämter kandidieren zu wollen. Ein Generationenwechsel stand an! Auf die mehr als 25 Teilnehmerinnen (Mitgliedsfrauen, Vertreterinnen von Mitgliedsorganisationen und Gäste) wartete also ein spannender Tag.
Los ging es mit einem ausführlichen Bericht des Vorstands über die Aktivitäten des FNF der letzten zwölf Monate, gefolgt vom Bericht der Schatzmeisterin über die Finanzen des Vereins. Nach dem positiven Bericht der Kassenprüferinnen wurde der alte Vorstand vollumfänglich entlastet und mit Blumen, Bertha-Bahn-Tassen und einem großen Dank aller Anwesenden verabschiedet. Es folgte die Vorstellung der neuen Vorstandskandidatinnen. Sechs von acht Kandidatinnen waren vor Ort, die beiden anderen hatten vorab eine schriftliche Bewerbung geschickt, die verlesen wurde. Alle acht wurden mit großer Mehrheit gewählt und von der Versammlung herzlich als neue Vorstandsfrauen begrüßt: Jennifer Ingenleuf als 1. Vorsitzende, Daniela Leckler als 1. stellv. Vorsitzende, Annegret Krüger als 2. stellv. Vorsitzende, Kira Lizza als Schatzmeisterin sowie Marlene Braun, Stefanie Golomb, Franziska Kuhn und Noemi Weckbecker als Beisitzerinnen. Alle acht sind ehemalige Praktikantinnen des FNF, haben damit bereits sehr gute Einblicke in den Verein und sind ihm eng verbunden. Hier geht es zu unserer Pressemitteilung zu den Vorstandswahlen.
 Elise Kopper und Ilonka Normann
Im zweiten Teil des Tages lag der Fokus auf der Reflexion vergangener Veranstaltungen und Projekte sowie auf möglichen künftigen Schwerpunkten der FNF-Arbeit. Einige der anwesenden ehemaligen FNF-Praktikantinnen erzählten von Eindrücken und Einflüssen, die sie während ihrer Zeit beim FNF gewonnen hatten, und davon, wohin sie diese Erfahrungen geführt haben – nicht zuletzt in den neuen Vorstand. Ilonka Normann, Praktikantin von 2018, hatte sogar einen kurzen Vortrag vorbereitet und berichtete über ihre Erfahrungen in der schottischen und katalanischen Unabhängigkeitsbewegung. Im Anschluss sammelten die Anwesenden gemeinsam besonders zentrale Themenschwerpunkte des FNF der vergangenen Jahre, Ideen und Themen, auf denen in ZAb 17 Uhr gab es Pizza und Sektukunft ein besonderer Fokus liegen könnte, und Anliegen, die den Mitgliedern in der Friedensarbeit besonders am Herzen liegen. Das Spektrum war breit gefächert. Als bisherige besonders wichtige Schwerpunkte wurden u.a. die Erinnerungsarbeit an Bertha von Suttner, die Bonner Friedenstage und die Streitschlichtung genannt. Als Themen für die Zukunft wurden u.a. mehrfach die Vertiefung der antimilitaristischen Arbeit, das Fundraising und der Komplex Klima und Frieden aufgezählt. Diese Sammlung kann und soll dem neuen Vorstand als Orientierung für die Ausrichtung seiner künftigen Arbeit dienen.
Kaffee, Kuchen und ein von den Teilnehmerinnen selbst zusammengetragenes Büffet versorgten die Versammlung den Tag hindurch. Um 17 Uhr war der offizielle Teil der Veranstaltung vorbei und Heide Schütz lud zur Feier des Tages zu Sekt und Pizza ein. So verlief die 24. Mitgliederversammlung des FNF, wie wir sie uns erhofft hatten: als ein fröhlicher, inspirierender und wegweisender Tag für das FNF und alle Anwesenden!
Wir sind gespannt, was im neuen Jahr und unter Leitung des neuen Vorstands auf uns zukommt, und freuen uns auf die nächste Mitgliederversammlung im Jahr 2020.

Herzliche Einladung: 8. Regionaler Streitschlichtungstreff am 30.01.2020 in Bonn

wordle 5+++ UPDATE 09.12.2019 +++ Die Anmeldeliste hat sich in diesem Jahr zu unserer Freude ganz besonders schnell gefüllt, sodass wir leider keine neuen Anmeldungen mehr annehmen können. Für alle weiteren Interessierten werden wir eine Warteliste anlegen. Melden Sie sich dafür bei uns im Büro. +++

Auch im Jahr 2020 wollen wir die Schulen der Region Bonn/Rhein-Sieg/Erft wieder herzlich zum Regionalen Streitschlichtungstreff einladen.

Wann: Donnerstag, 30. Januar 2020, 8:30 bis 15:30 Uhr
Wo: Helmholtz-Gymnasium, Helmholtzstraße 18, 53123 Bonn-Duisdorf

Auf dem Programm stehen in diesem Jahr u.a. die Themen "Mobbing und Streitschlichtung", "Wie machen wir die Streitschlichtung an unserer Schule bekannter?", "Erfahrungen aus der Streitschlichtung in den Alltag übertragen" und "Eine Lobby für die Streitschlichtung". Darüber hinaus gibt es viel Raum zum Austausch über Herausforderungen und Erfolge und die Situation der Streitschlichtung an der eigenen Schule und deren positive Weiterentwicklung.

Der Streitschlichtungstreff ist eine anerkannte Weiterbildungsveranstaltung. Die Teilnehmer*innen erhalten ein Teilnahmezertifikat vom BildungsForum Lernwelten.

Für das leibliche Wohl ist durch das Catering des Helmholtz-Gymnasiums gesorgt.

Schülerstreitschlichter*innen und in der Streitschlichtung tätige Lehrkräfte sowie Sozialarbeiter*innen aus allen Schulformen und aus der ganzen Region Bonn/Rhein-Sieg/Erft sind herzlich eingeladen! Die Zielgruppe sind Jugendliche aus der Sekundarstufe 1 und 2, die bereits eine Grundausbildung gemacht haben. Wir freuen uns auch über die Anmeldung von Lehrkräften, die planen, die Streitschlichtung an ihren Schulen ggf. einzuführen.

Veranstalter: Frauennetzwerk für Frieden e.V. in Kooperation mit dem Helmholtz-Gymnasium Bonn und dem anerkannten Bildungsträger “BildungsForum Lernwelten”, Bonn.

Kostenbeteiligung (inkl. Programm, Mittagessen und Getränke): Schüler*innen 5,- Euro; Lehrkräfte 8,- Euro

Anmeldung: Bitte bis Montag, 13.01.2020, per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0228 - 626730 (auch AB). Die Zahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt, wir empfehlen deshalb eine frühzeitige Anmeldung. +++ UPDATE 09.12.2019 +++ Die Anmeldeliste hat sich in diesem Jahr zu unserer Freude ganz besonders schnell gefüllt, sodass wir leider keine neuen Anmeldungen mehr annehmen können. Für alle weiteren Interessierten werden wir eine Warteliste anlegen. Melden Sie sich dafür bei uns im Büro. +++

Detaillierte Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich hier als PDF zum Download.

Wir freuen uns auf Sie und Euch!

Hier gibt es Infos zu den Streitschlichtungstreffs der vergangenen Jahre.

PM: Generationenwechsel im FNF – Heide Schütz übergibt den Vorsitz nach fast 24 Jahren

FNF MV 2019 alter und neuer VorstandBonn. – Die diesjährige Mitgliederversammlung des Frauennetzwerk für Frieden e.V. (FNF) hat am Samstag, dem 09.11.2019, einen neuen Vorstand gewählt. Nach fast 24 Jahren trat Heide Schütz, langjährige Vorsitzende und Mitgründerin des Vereins, nicht mehr zur Wahl an. Auch ihre langjährigen Vorstandskolleginnen Margret Otto, Erika Christmann, Heidi Jahn, Anna Maria Mayntz und Ruth Grünbaum kandidierten nicht erneut. Neue Vorsitzende des FNF ist Jennifer Ingenleuf, Sozialwissenschaftlerin aus Bonn. Neben ihr wurden Daniela Leckler (1. stellvertretende Vorsitzende), Annegret Krüger (2. stellvertretende Vorsitzende), Kira Lizza (Schatzmeisterin) sowie Marlene Braun, Stefanie Golomb, Franziska Kuhn und Noemi Weckbecker (Beisitzerinnen) in den Vorstand gewählt. „Nach mehr als zwei Jahrzehnten war es Zeit für einen Generationenwechsel“, so Schütz. „Wir sind sehr glücklich, dass wir es geschafft haben, den Verein in so kompetente, jüngere Hände zu übergeben. Ich wünsche dem neuen Vorstand Glück und Weitsicht bei allen Entscheidungen und viele gute Jahre im Frauennetzwerk für Frieden.“

Die ausscheidenden Vorstandsfrauen waren zum Teil seit Jahrzehnten im Frauennetzwerk für Frieden aktiv und prägten die Arbeit des Vereins mit großem Engagement. Die neuen Vorstandsfrauen sind sich ihrer Verantwortung bewusst: „Wir wissen, dass wir in große Fußstapfen treten“, so Jennifer Ingenleuf. „Viele der bisherigen Schwerpunkte des Vereins, wie die Lobbyarbeit für die UN-Sicherheitsratsresolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit, die Erinnerungsarbeit an Bertha von Suttner oder auch die Streitschlichtung an Bonner Schulen, wollen wir fortsetzen. Darüber hinaus wollen wir aber auch neue Akzente setzen und zum Beispiel das Thema Klimagerechtigkeit und Frieden oder die neuen Werbekampagnen der Bundeswehr, die sich insbesondere an junge Frauen richten, aufgreifen. Wir freuen uns sehr auf die neuen Aufgaben und sind gespannt, was die Zukunft bringt!“

Der Frauennetzwerk für Frieden e.V. wurde 1996 in Bonn gegründet und ist ein bundesweites Netzwerk von Frauen und Frauenorganisationen, die sich lokal, national und international für Frieden, Abrüstung und Geschlechtergerechtigkeit einsetzen. Der Verein mit seiner Geschäftsstelle im Dr.-Werner-Schuster-Haus ist heute ein fester Bestandteil der Bonner Zivilgesellschaft und der deutschen Friedensbewegung. 2014 wurde das FNF mit dem Preis der Stiftung Else Mayer in Bonn ausgezeichnet. 2016 erhielt Heide Schütz für ihr langjähriges Friedensengagement im FNF das Bundesverdienstkreuz am Bande. 2017 bekam das FNF den Helga-und-Werner-Sprenger-Friedenspreis der INTA-Stiftung zugesprochen. 2019 feierte das FNF mit seinem Großprojekt „70 Jahre Bertha-von-Suttner-Platz Bonn – eine Straßenbahn wird zur Bertha-Bahn“ das Jubiläum der Benennung des „Bertha“ nach der ersten weiblichen Friedensnobelpreisträgerin.

Auf dem Foto, hinten von links nach rechts: Stefanie Golomb, Annegret Krüger, Marlene Braun, Heidi Jahn, Kira Lizza, Jennifer Ingenleuf, Daniela Leckler und Margret Otto; vorne von links nach rechts: Erika Christmann, Heide Schütz und Anna Maria Mayntz. Es fehlen: Ruth Grünbaum, Franziska Kuhn und Noemi Weckbecker.

 

Neue Resolution zu Frauen, Frieden und Sicherheit: Offener Brief an den deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen

Offener Brief neue Res WPS Angesichts der Initiative Südafrikas und anderer Staaten, die UN-Sicherheitsratsresolution zu Frauen, Frieden und Sicherheit aus dem Jahr 2000 durch eine neue, schwächere Resolution zu verwässern, haben Mitglieder des zivilgesellschaftlichen Bündnis 1325 einen offenen Brief an den deutschen Botschafter bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, verfasst. Das FNF ist Mitunterzeichner des Briefes. Darin heißt es unter anderem:

"(...) We – as representatives of German civil society and friends – are strongly concerned about the UN Security Council resolution on Women, Peace and Security which has been put forward by South Africa and which is currently being deliberated by the UN Security Council members ahead of tomorrow’s Open Debate on Women, Peace and Security. The draft resolution poses great risks to seriously damage the Women, Peace and Security Agenda, which actors around the world have been building for the last two decades. With deliberations ongoing, we are in particular concerned about continuing efforts by UN Security Council members to restrict and water down language on various crucial aspects of the Women, Peace and Security Agenda. (...)

Den offenen Brief in voller Länge (auf Englisch) gibt es hier als PDF.

Petitionsübergabe der Kampagne "Bleiberecht statt Ausgrenzung"

Petitionsübergabe Bleibrecht statt AusgrenzungIm Frühjahr 2019 hatte sich das FNF anlässlich des 70. Geburtstags des Grundgsetzes der Kampagne "Bleiberecht statt Ausgrenzung" angeschlossen. Nun wurden zum Abschluss der Kampagne die gesammelten Unterschriften in Berlin übergeben (Foto: Kampagne Bleiberecht statt Ausgrenzung). MdB Friedrich Straetmanns nahm die Petition als Mitglied des Petitionsausschusses persönlich entgegen. Beigelegt waren die Namen sämtlicher Unterzeichner*innen: Insgesamt haben 7.492 Bürger*innen die Forderung der Kampagne mit ihrem Namen gezeichnet! Die Liste der Namen umfasste ausgedruckt 128 Seiten.

Die Petition, initiiert vom Komitee für Grundrechte und Demokratie und medico international, fordert den deutschen Bundestag auf, allen Illegalisierten und Geduldeten, die auf Dauer hier leben wollen, ein Bleiberecht zu gewähren. Denn Menschen brauchen das Recht auf einen Ort, an dem sie ihre individuellen Fähigkeiten und Interessen entfalten und ausleben können. Einen Ort, der sie selbstbestimmt am politischen, sozialen und kulturellen Leben teilhaben lässt. Der 70. Jahrestag des Grundgesetzes war der Anlass, um mit der Petition für ein Bleiberecht eine Politik einzufordern, die diese Bedürfnisse endlich ernst nimmt. Hier gibt es mehr Infos zu den Hintergründen und Analysen der Kampagne: www.petition-bleiberecht.de

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn