Newsletter zum Jahresende und Dank für Unterstützung 2019

Amaryllis 2Liebe Freundinnen und Freunde des FNF,

mit einem bunten und randvollen Newsletter verabschieden wir das Jahr 2019. Wir möchten auf diesem Wege all unseren Mitgliedern, Wegbegleiter*innen und Spender*innen ganz herzlich DANKE sagen für die wunderbare Unterstützung, die uns auch in diesem Jahr wieder zuteil geworden ist! Das Projekt Bertha-Bahn, der Generationenwechsel im Vorstand und viele weitere Ereignisse haben uns in den letzten zwölf Monaten auf Trab gehalten. Nun wünschen wir Ihnen und Euch friedliche und erholsame Feiertage und einen guten Jahreswechsel und sagen bis bald im Jahr 2020!

Herzliche Grüße aus Bonn senden im Namen des gesamten FNF-Teams

Jennifer Ingenleuf, Heide Schütz, Elise Kopper und Agnes Nagy

P.S.: Wir machen Winterpause: Das FNF-Büro ist vom 20.12.2019 bis einschließlich 07.01.2020 geschlossen.

 

P.P.S.: Und falls Sie/Ihr uns noch eine Freude zum Jahresende machen möchten/möchtet, dann freuen wir uns über eine Spende für unsere Friedensarbeit - damit wir 2020 genauso aktiv beginnen können, wie wir 2019 beendet haben!

Spendenkonto:

Frauennetzwerk für Frieden e.V.
Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE97 3705 0198 0000 0520 19
Verwendungszweck: Spende 2020

Herzlichen Dank!

Eine qualitative Zeit - Mein Praktikum im FNF

ein Bericht von Agnes Nagy, Praktikantin im FNF von November bis Dezember 2019

Agnes Anna Maria Bertha AusstellungAls sehr spontan ein Praktikumsplatz beim FNF frei wurde, wurde ich ganz plötzlich ein Teil des FNF. Ich hätte mir als erstes Praktikum im NGO-Bereich kein besseres wünschen können. Durch die nette Einführung durch meine Vorgängerin Rika und dann das Kennenlernen mit Heide und Elise fühlte ich mich sofort als Teil des Teams. Mir war sofort klar: Hier werde ich eine qualitative Zeit haben. Und schon eine Woche später lernte ich viele der FNF-Mitglieder bei der Mitgliederversammlung am 9. November kennen. Dort konnte ich einen sehr guten Einblick in die Arbeit und Strukturen des Netzwerkes gewinnen und lernte dabei, welche Verantwortung es mit sich bringt, als Vorstand einer NGO gewählt zu werden. Besonders schön fand ich unter anderem das Vertrauen, welches mir entgegen gebracht wurde. Sofort wurden mir verantwortungsvolle Aufgaben übertragen, wie z.B. das Verfassen des Protokolls bei der Mitgliederversammlung, die eigenständige Arbeit mit der Buchhaltung oder das Verfassen von Berichten für die Webseite.

In der Retroperspektive merke ich ganz besonders, dass ich sehr viel Wissen über die Friedensszene mitnehmen kann. Ich hatte immer die Möglichkeit, Heide oder Elise nach ihren Meinungen zu fragen und finde es besonders schön, persönliche Anekdoten und Erfahrungen erzählt zu bekommen. Für mich zeigte das: Ich habe es hier mit Menschen zu tun, die selber sehr viel Engagement für den Frieden geleistet haben. Dafür danke ich Euch!

Liebe Agnes, und wir danken dir für deine offene Art und die super Unterstützung während der vergangenen zwei Monate! Schön, dass wir uns bald schon wiedersehen :)!

FNF goes Berlin: Konferenz „Advocating for human rights in the 21st century“ im Auswärtigen Amt

ein Bericht von Annegret Krüger, 2. stellv. Vorsitzende FNF

Konferenz Berlin 2019 AnnegretZum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10.12.2019 lud das Auswärtige Amt zu einer hochrangigen Menschenrechtskonferenz nach Berlin ein. Da dabei auch ein Themenschwerpunkt auf Frauenrechte gelegt wurde, entschied ich mich, als Vertreterin des FNF daran teilzunehmen. Ich war zunächst einmal beeindruckt von der mit rotem Teppich ausgelegten Treppe, über die man in den Weltsaal des Auswärtigen Amtes gelangte. Ein beeindruckender Saal mit vielen schweren Kronleuchtern an der Decke. Da überkam mich doch das Gefühl einer kleinen Maus, die mal bei „den Großen“ zuhören darf, was dort so alles besprochen wird. Immerhin eröffnete Heiko Maas, der aktuelle deutsche Außenminister, die Konferenz, gefolgt von einer Rede des kanadischen Außenministers sowie verschiedener anderer ausländischer Regierungsvertreter*innen und Abgeordneter.

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Mahnwache am 10.12.2019: Frieden ist ein Menschenrecht!

Mahnwache 10.12.2019 Banner kleinMit dieser Botschaft war das FNF am 10.12.2019, dem Tag der Menschenrechte und der Verleihung des Friedensnobelpreises, am Bonner Münster unterwegs. Die Mahnwache organisieren wir bereits seit vielen Jahren, um für die Kodifizierung des Menschenrechts auf Frieden zu werben - denn noch immer ist es nicht in den internationalen Katalog der Menschenrechte aufgenommen. Danke an alle, die mitgemacht und eifrig auf dem Weihnachtsmarkt Handzettel verteilt haben!

Speeddating für Aktive: FNF beim 2. Ja-Markt der Möglichkeiten in Bonn

Rika Agnes Ja Markt 2019Am Mittwoch, dem 11.12.2019, war das FNF gemeinsam mit vielen anderen Bonner Organisationen und Vereinen beim Ja-Markt der Möglichkeiten in der Evangelischen Studierendengemeinde Bonn vertreten. Unter dem Motto "Speeddating für Aktive" bietet dieser Markt interessierten jungen Leuten die Möglichkeit, zivilgesellschaftliche Initiativen aus dem Bonner Raum in ungezwungener Atmosphäre kennenzulernen und sich zu vernetzen. Auf dem Bild: unsere aktuelle Praktikantin Agnes (rechts) und unsere ehemalige Praktikantin Rika (links) im Gespräch mit einer interessierten Studentin. Wir danken herzlich den Initiator*innen für die Organisation und die leckere Verpflegung aus der Schnibbeldisco - nächstes Jahr machen wir gerne wieder mit!

Regionaler Streitschlichtungstreff 2020: Alle Plätze belegt

wordle 5 StreitschlichtungZu unserer großen Freude haben uns in diesem Jahr ganz besonders viele und schnelle Anmeldungen erreicht, sodass wir die Anmeldeliste für den Regionalen Streitschlichtungstreff der Schulen in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Erft bereits jetzt schließen müssen. Das bedeutet leider auch, dass wir Schulen oder einzelnen Lehrkräften, die sich jetzt noch anmelden möchten, eine Teilnahme nicht mehr garantieren können. Wir haben allerdings eine Warteliste eingerichtet. Melden Sie sich bei Interesse gerne bei uns im Büro: E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, Telefon: +49(0)228 - 62 67 30. Und falls es im Jahr 2020 nicht mehr klappen sollte, bemühen wir uns, alle, die diesmal keinen Platz bekommen haben, im Jahr 2021 bevorzugt zu berücksichtigen.

Weitere Infos zu unserem Streitschlichtungsprojekt gibt es hier. Das Programm des Streitschlichtungstreffs am 30.01.2020 in Bonn-Duisdorf finden Sie hier.

#NeustartKlima – FNF war auch beim 4. Globalen Klimastreik dabei

Am 29. November 2019 nahm das FNF erneut am globalen Klimastreik teil. Zum vierten Mal rief die Bewegung Fridays for Future in zahlreichen Städten weltweit dazu auf, sich an dem Streik zu beteiligen. Diesmal war der Anlass der Beginn der Klimakonferenz (COP25) in Madrid und stand unter dem Motto "#NeustartKlima – laut wütend und unbequem – Klimagerechtigkeit jetzt!" Bei typisch kaltem Novemberwetter liefen wir vom FNF gemeinsam mit Mitgliedern des Netzwerk Friedenskooperative und anderen Friedensfreund*innen als „Peaceworkers for Future“ mit. „No Peace – No Future“, „Klimaschutz statt Rüstung“ und „Build Windmills, Not Warheads“ war auf unseren Plakaten zu lesen. Wir streikten mit, weil wir finden, dass Klimabewegung und Friedensbewegung untrennbar zusammen gehören – denn Krieg ist einer der größten Klimakiller: Armeen, Kriege und Militärübungen zerstören die Umwelt. Dazu kommt, dass der Klimawandel und die dadurch verursachte Veränderung der Umwelt Konflikte anheizen und unzählige Menschen zur Flucht zwingen. Für uns ist also klar: Wir streiken auch das nächste Mal für den Frieden und für das Klima – Hand in Hand! 

Klimastreik 29.11.2019 Heide Anna Maria Klimastreik 29.11.2019 Marvin Klimastreik 29.11.2019 Marvin Agnes Anna Maria


Heide Schütz: Zum Abschied von der Vorstandsarbeit

IMG 20191109 182907 resized 20191109 063139755Liebe Weggefährtinnen und Weggefährten,

der 9. November war mit mindestens drei historischen Ereignissen jeweils ein Schicksalstag in Deutschland. Es war aber Zufall, dass nun am 9. November 2019 auch die Mitgliederversammlung des Frauennetzwerks für Frieden anstand, auf der ein lang erhoffter Generationenwechsel durch einen neuen Vorstand stattfinden sollte. Er ist zu unser aller Freude gelungen – die Fotos belegen es auch für diejenigen, die nicht dabei waren. Es ist für uns Seniorinnen im alten Vorstand ein gutes Gefühl, die Gestaltung des Frauennetzwerks für Frieden nun in deutlich jüngere, aber keineswegs unerfahrene Hände zu legen, denn alle (!) neuen Vorstandsfrauen sind ehemalige Praktikantinnen des FNF und sind durch ihre Mitarbeit mit den Chancen und Herausforderungen unseres Vereins bestens vertraut. Sie haben schon als Praktikantinnen durch ihre Arbeit in großartiger Weise dazu beigetragen, das FNF nicht nur funktionstüchtig zu halten, sondern auch durch Innovationen weiter zu entwickeln.

„Gemeinsam sind wir stark“ – das war seit der Gründung des FNF am 3. Februar 1996 unser internes Motto. Unter diesem Leitgedanken wollte ich an dem Abend des 9. November 2019 eine kleine Abschiedsrede halten. Aber die überaus herzliche Verabschiedung, der phantastische Blumenstrauß und die Geschenke haben mich so überrollt, dass ich es einfach vergessen habe. Deshalb möchte ich nun auf diese Weise meinen von Herzen kommenden Dank an alle Weggefährtinnen und Weggefährten aussprechen. Gemeinsam haben wir, die Mitglieder, die Vorstandsfrauen der letzten fast 24 Jahre und seit einigen Jahren in besonderer Weise unsere Geschäftsführerin, aber auch unsere Kooperationspartner*innen und nicht zuletzt die Praktikantinnen, das FNF stark gemacht für die Friedensarbeit mit der Genderbrille.

Wir haben Friedensprozesse unterstützt, hier und da auch angestoßen und immer wieder dazu beigetragen, dass die Friedensidee und die Anstrengungen für ihre Umsetzung im immer stärker werdenden Militarismus und Kapitalismus nicht untergehen. Wir haben uns dafür engagiert, dass die Relevanz der Geschlechterperspektive in der konzeptuellen und in der praktischen Friedensarbeit verankert wird und Frauen als wichtige Akteurinnen wahrgenommen werden, z.B. durch die Gründung des Deutsch-Tschechischen Forums der Frauen, durch die deutsche Übersetzung aller Porträts aus dem Projekt „1000 Peace Women Across the Globe“, die engen Kontakte zu ukrainischen Frauen, den Aufbau der „FrauenWege Nahost“, die kontinuierliche Advocacy-Arbeit zur Wahrnehmung und Umsetzung der UN Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und nicht zuletzt durch unsere intensive Bertha-von-Suttner-Erinnerungsarbeit und die Mitarbeit in der AG Gender und Frieden. 2016 haben wir unser 20-jähriges Jubiläum gefeiert mit einem Symposium zum Thema „Fokus Gender im Friedensengagement: deutsche und europäische Perspektiven“. Bei aller Schwesterlichkeit haben wir uns in all den Jahren nie abgeschottet, sondern uns z.B. 2017 durch das Friedensschiff auf dem Rhein, den jährlichen Streitschlichtungstreff für die Schulen in der Region Bonn, viele Kooperationsprojekte und die Mitgliedschaft in unterschiedlichen friedenspolitischen Verbänden und Kampagnen eingereiht in die große Friedensfamilie, die „Peace Community“, in Deutschland und darüber hinaus.

Gemeinsam waren und sind wir stark, aber im Rückblick wird für mich auch deutlich, dass das FNF trotz aller Schwierigkeiten und Herausforderungen, die es natürlich auch gab, von Anfang an unter einem guten Stern stand.

Für die gute Zusammenarbeit und die menschliche Nähe im Vorstand, aber auch in der Mitgliedschaft bin ich überaus dankbar! Sie hat mein Leben unendlich bereichert und den Horizont geweitet, sowohl in Deutschland als auch im internationalen Dialog. Für mich war/ist der 9. November kein Abschied, sondern „nur“ eine klare, von mir seit langem gewünschte Zäsur. Ich bleibe dem Frauennetzwerk für Frieden e.V. weiterhin verbunden und hoffe auch, dass wir uns persönlich nicht aus den Augen verlieren.

Mit großem Dank und allen guten Wünschen

Eure/Ihre
Heide Schütz

Bertha-Quiz: Die glücklichen Gewinner*innen sind ausgelost

Agnes Violeta Bertha QuizZwei Monate lang, von Ende August bis Ende Oktober 2019, hatte die Bertha-von-Suttner-Ausstellung "Ein Leben für den Frieden" im Stadthaus Bonn zu einem Quiz eingeladen. Als Gewinn winkten sieben Exemplare des berühmten Romans "Die Waffen nieder". Im November losten unsere Praktikantin Agnes und Violeta aus dem Nachbarbüro von Germanwatch die sieben glücklichen Gewinner*innen aus. Alle wurden per Post oder Email benachrichtigt. Wir wünschen viel Freude beim Lesen! Ein besonderer Dank geht an unsere ehemalige Praktikantin Birte, die den Quiz inhaltlich und optisch gestaltet hat.

Gemeinsame Initiative: Friedens-Aufruf an Europäisches Parlament übergeben

Übergabe Europa Petition Pressefoto 2 klein Foto: Simon Bödecker110 Organisationen und 23.191 Bürgerinnen und Bürger fordern Abgeordnete zu mehr Einsatz für Friedensprojekt Europa auf

Auch das FNF hatte im Vorfeld der Europawahlen 2019 die Petition "Rettet das Friedensprojekt Europa" als Erstunterzeichner unterschrieben. Nun übergaben die Initiator*innen der Initiative die gesammelten Unterschriften an das europäische Parlament. Dr. Martina Fischer (Brot für die Welt), Dion van den Berg (PAX) und Oliver Knabe (forumZFD) diskutierten den Aufruf ‘Rettet das Friedensprojekt’ mit Hannah Neumann, MdEP, und Ota Jaksch (Büro Özlem Demirel, MdEP).

Im Bild v.l.n.r.:Alexandra Mehdi, Ota Jaksch (Büro Özlem Demirel, MdEP), Dion van den Berg (PAX), Oliver Knabe (forumZFD), Dr Martina Fischer (Brot für die Welt), Hannah Neumann (MdEP) (Foto: Simon Bödecker).

Hier die Pressemitteilung des Forum Ziviler Friedensdienst zur Übergabe:

Köln/Brüssel, 21.11.19. Am Dienstag haben Vertreterinnen und Vertreter europäischer Friedensorganisationen 23.191 Unterschriften an die Vize-Präsidentin des Europäischen Parlaments Katarina Barley übergeben. 110 Organisationen und Institutionen aus 12 EU-Staaten, darunter viele Verbände der Friedensbewegung, Kirchen und kirchliche Organisationen und Hilfswerke, hatten anlässlich der Europawahlen einen Aufruf zur Rettung des Friedensprojekts Europa an die neuen Abgeordneten gerichtet.

Das Bündnis kritisiert die geplanten Milliardeninvestitionen der Europäischen Union in Rüstungsforschung und die Militärkooperationen mit Drittstaaten. Die EU dürfe keine Staaten aufrüsten, die Krieg führen oder Menschenrechte verletzen. Die Förderung des Friedens und der Menschenrechte dürfe nicht der Abwehr von Flucht und Migration zum Opfer fallen. Die Unterzeichner fordern, die EU müsse stattdessen mehr in gewaltfreie Konfliktbearbeitung investieren.

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
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      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
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      D-53113 Bonn