Einladung: Mahnwache am 10.12. zum Internationalen Tag der Menschenrechte

Mahnwache 10.12.2021Anlässlich des Internationalen Tags der Menschenrechte am Samstag, dem 10.12.2022 laden wir euch zu unserer traditionellen Mahnwache ein.  

Der genaue Ort und die Zeit werden noch bekannt gegeben!

Wichtige Stationen auf dem Weg zum Menschenrecht auf Frieden:

  • 1984: Resolution der UN-Generalversammlung „Erklärung über das Recht der Völker auf Frieden"
  • 1999: Haager Friedensappell: „Es ist Zeit, den Krieg abzuschaffen – Frieden ist ein Menschenrecht!“
  • 2010: Santiago-Erklärung zum Menschenrecht auf Frieden, aktualisiert im April 2016
  • 01. Juli 2016: „Erklärung über das Recht auf Frieden“ des UN-Menschenrechtsrates, Resolution 32/28 (zur Verabschiedung vorgelegt der UN-Generalversammlung)
  • 11. November 2016: Expert*innen-Treffen zum Menschenrecht auf Frieden in Genf
  • 19. Dezember 2016: Aufnahme in den Kanon der UN-Resolutionen zu den Menschenrechten durch Mehrheitsbeschluss der UN-Generalversammlung
  • 21. September 2018: Internationaler UN-Friedenstag unter dem Motto „The Right to Peace – The Universal Declaration of Human Rights at 70”
  • Februar 2019: Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages zum Menschenrecht auf Frieden

Zusammen mit dem Internationalen Frauenzentrum Bonn e.V. möchten wir diesen Prozess durch eine Mahnwache am Tag der Menschenrechte aktiv verstärken und unterstützen! 

FNF unterstützt Aufruf zur Stärkung ziviler Friedensfähigkeiten

Bild 05.10.22 um 17.31Die "Kampagne Deutschlands Friedensfähigkeiten stärken" ruft Abgeordnete des Deutschen Bundestages zur Unterzeichnung der Erklärung des Bündnisses auf. Dabei stellt das Bündnis, welches von über sechzig Friedensorganisationen getragen wird, drei Kernforderungen: 

1. Zivilgesellschaft stärken

2. Perspektiven für Konfliktregionen schaffen

3. Zivile Friedensmissionen und Vermittlung voran bringen.

Bereits über zwei Dutzend Abgeordnete des Deutschen Bundestages haben die Erklärung des Bündnisses unterschrieben. Sie posititionieren sich somit klar auf der Seite des Friedens, der Menschenrechte und der Abrüstung. 

Die Kampagne kann bereits erste Erfolge  verzeichnen, das Auswärtige Amt und das Entwicklungsministerium bekommen im Jahr 2023 eine Milliarde Euro mehr Geld aus dem Bundeshaushalt für Krisenprävention, Friedensförderung und humanitäre Hilfe. Dennoch bleibt viel zu tun: Auch ihr könnt eure Abgeordneten zur Unterzeichnung der Erklärung des Bündnisses auffordern und euch auf der Website des Bündnisses noch weiter informieren

Mitgliederversammlung des Frauennetzwerks

Screenshot MV 12.11.22Am Samstag, dem 12. November, kamen mehr als zwanzig Mitglieder des FNF virtuell für die alljährliche Mitgliederversammlung zusammen. Im Vordergrund stand der Austausch zwischen den Frauen über die bisherigen Aktivitäten des Netzwerks und dessen Mitgliedsorganisationen im Jahr 2021/ 2022 sowie einige organisatorische Punkte. Ein besonderes Highlight war das Gespräch mit Gaëlle Dietrich von unserer Mitgliedsorganisation AMICA e.V., bei dem sie von der Friedensarbeit der Organisation in der Ukraine berichtete.

Das FNF ist im Jahr 2022 Mitglied in zwei neuen Büdnissen geworden, zum einen die Kampagne Deutschlands Friedensfähigkeiten stärken und zum anderen in der Geneva Support Group for the Protection and Promotion of Human Rights in Western Sahara. Ein besonders Anliegen der Kampagne Deutschlands Friedensfähigkeiten stärken konnte in diesem Jahr bereits erreicht werden: Die Erhöhung des Etats für zivile Krisenprävention des Auswärtigen Amtes. Darüber freuten sich die anwesenden Friedensfrauen ganz besonders! Ebenso ist das FNF beteiligt an der Gründung eines Netzwerks zu feministischer Außen- und Entwickungspolitik, gemeinsam mit WILPF Deutschland und Polis180 sowie weiteren NGOs. Großen Anklang fand auch die lokale Friedensarbeit, bei der sich regelmäßig viele Friedensfrauen engagieren, so zum Beispiel die Bonner Friedenstage, oder der Flohmarkt zugunsten des FNF. Für das kommende Jahr sind die Planungen bereits in vollem Gange, unter anderem zum 180. Geburtstag von Bertha von Suttner. Zu Details halten wir euch auf dem Laufenden!

Gaëlle Dietrich von AMICA e.V. berichtete den Friedensfrauen zudem von der Arbeit ihrer Organisation in der Ukraine: AMICA unterstützt dort seit  vielen Jahren lokale Organisationen, die Hilfeangebote an Frauen richten, die Gewalterfahrungen gemacht haben. Durch den Angriffskrieg Russlands hat sich sowohl die Nachfrage nach den Hilfsangeboten stark erhöht, als auch die alltägliche Arbeit in der Ukraine sehr erschwert. Wir danken Gaëlle sehr für ihren spannenden Input, der bei den Teilnehmerinnen auf großes Interesse und offene Ohren stieß.

Wir hoffen, dass wir die nächste Mitgliederversammlung im kommenden Jahr auch mal wieder in Bonn in Präsenz durchführen können.

 

 

FNF und Friedenskooperative protestieren vor russischem Generalkonsulat

52504081310 382892b639 cIm Rahmen des dezentralen Aktionstages "Stoppt das Töten in der Ukraine- Aufrüstung ist nicht die Lösung" am 19. November hat das FNF gemeinsam mit dem Netzwerk Friedenskooperative vor dem russischem Generalkonsulat in Bonn gegen den russischen Angriffskrieg in der Ukraine protestiert. Dabei ging es vor allem um die Forderung nach einem Waffenstillstand und  einem Rückzug russischer Truppen aus der Ukraine. Darüber hinaus forderten FNF und das Netzwerk Friedenskooperative  Alternativen zu der geplanten Aufrüstung der Bundeswehr in Höhe von 100 Mrd. Euro, etwa Investitionen in den sozialen Bereich und den Klimaschutz.

Die Aktion war eine von über dreißig Aktionen in Städten deutschlandweit, die von zahlreichen lokalen Friedensinitiativen organisiert wurden. Die Organisatoren zeigten sich zufrieden mit der Durchführung und Resonanz der Aktionen. Die Pressemitteilung zum Aktionstag sowie weitere Fotos sind auf der Website des Aktionstags zu finden.

Friedensgruppen planen Aktionen gegen Krieg und Aufrüstung

Für den 19. November 2022 rufen Friedensgruppen zu dezentralen Protesten gegen den Krieg in der Ukraine und die Aufrüstung des Militärs auf – in zahlreichen Städten von Hamburg bis München und Bonn bis Berlin sind Aktionen geplant.

Vor knapp neun Monaten begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Der russische Angriff hat zu zehntausenden Toten, hunderttausenden Verletzten und Millionen Geflüchteten geführt – das Leid der Menschen hält unvermindert an, wobei der militärische Konflikt bereits 2014 begann. 

Der Angriffskrieg in der Ukraine hat zudem eine massive Aufrüstung in Gang gesetzt: Allein die Bundeswehr soll mit einem sogenannten „Sondervermögen“ in Höhe von 100 Milliarden Euro um neue Kampfjets, Panzer und andere Waffen hochgerüstet werden und der Rüstungsetat soll dauerhaft massiv steigen. Und all das in Zeiten einer noch immer grassierenden Corona-Pandemie, eines fortschreitenden Klimawandels und einer ökonomischen Krise, die immer mehr Menschen in die Armut führt.

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Friedenszitat November 2022

Friedenszitat des Monats"Jin, Jiyan, Azadî", übersetzt: "Frau, Leben, Freiheit" ist ein Slogan der kurdischen Unabhängigkeitsbewegung, der die besondere politische und gesellschaftliche Bedeutung von Frauen hervorhebt. Weltweit bekannt wurde er seit dem Tod der 22-jährigen iranischen Kurdin Jina „Mahsa“ Amini, die am 16. September 2022 im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei misshandelt und ermordet wurde. Sie stammte aus Saqqez in der Provinz Kurdistan und gehörte der kurdischen Minderheit an, die im Iran besonderer Verfolgung ausgesetzt ist. Die Nutzung des Slogans unterstreicht das feministische Bewusstsein der Revolutionsbewegung im Iran.

Seit dem Tod von Jina Amini protestieren im Iran täglich tausende Menschen. Ihre Proteste richten sich nicht nur gegen den Zwang, ein Kopftuch zu tragen, sondern gegen die systematischen Menschenrechtsverletzungen der iranischen Regierung und gegen die Regierung selbst. Ziel ist nichts weniger als eine Revolution. Zuverlässige Daten zu den Todesopfern der Proteste gibt es nicht, Menschenrechtsorganisationen wie Iran Human Rights gehen von mindestens 215 Todesopfern aus, darunter 27 Kinder. Weltweit und auch in Deutschland finden seit Wochen Aktionen, Demonstrationen und Mahnwachen in Solidarität mit den Menschen im Iran statt.

Einladung: Mahnwache in Solidarität mit den Menschen im Iran am 28.10.2022 in Bonn

350px State flag of Iran 19641980.svg 1 1Für Freitag, den 28.10.2022, ruft unsere Mitgliedsorganisation, das Internationale Frauenzentrum ifz Bonn, zu einer Mahnwache in Solidarität mit den Menschen im Iran auf. Das FNF unterstützt den Aufruf und ruft alle Mitglieder und Freund*innen in Bonn und Umgebung auf, sich zu beteiligen.

Einladung des ifz:

Seit über 4 Wochen gehen im Iran Frauen, Männer, Kinder auf die Straße, um dem brutalen Mullah-Regime ihre Wut und die Trauer über viele bereits unschuldig durch den Staatsterror Gestorbene und Verhaftete zu zeigen.

Der Protest im Inland und auch im Ausland muss weitergehen! Wir Frauen treffen uns in Bonn am Freitag, dem 28.10., ab 16 Uhr zu einer Mahnwache auf dem Bottlerplatz. Etliche Frauen aus anderen Vereinen und Gruppen beteiligen sich an der Aktion. Veranstalter ist das ifz.

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Land of Dreams: FNF ist offizieller Kooperationspartner zum Filmstart

wfilm landofdreams plakat webAn der Seite des Friedensbildungswerks Köln, der Iranischen Gemeinde in Deutschland e.V.,  DIWAN Hamburg, der Initiative Berlin-USA e.V., dem Amerikazentrum Hamburg sowie weiteren NGOs sind wir offizielle Kooperationspartnerinnen zum Filmstart von „Land of Dreams“.

Der Film der Regisseurin Shirin Neshat setzt sich kritisch mit den Widersprüchen der amerikanischen Gesellschaft auseinander. Eine junge Frau mit iranischen Wurzeln sammelt darin die Träume der Menschen im Auftrag einer autoritären US-Regierung. Der Film ist dabei von den persönlichen Erfahrungen der Regisseurinnen inspiriert, die als Immigrant*innen in Amerika leben, sich mit dem Land identifizieren, es aber gleichermaßen kritisieren.

Die feierliche Premiere in Anwesenheit von Shirin Neshat findet am 25.10. um 20:45 Uhr im Abaton-Kino in Hamburg statt, die NRW-Premiere am 26.10. in Metropolkino in Düsseldorf. Dabei sein wird auch die Regisseurin Shirin Neshat. Danach wird der Film in ausgewählten Kinos deutschlandweit zu sehen sein.

Alle Infos zu dem Film, einen Trailer und wann der Film in eurer Stadt gezeigt wird, findet ihr auf der Website des Films.

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Dezentraler Aktionstag „Stoppt das Töten in der Ukraine - Aufrüstung ist nicht die Lösung“ am 19.11.2022

2022 11 19 Aktionstag Logo Datum web 1000pxAn der Seite der DFG-VK, der VVN-BdA, Ohne Rüstung leben, den OMAS gegen Rechts und vielen weiteren Gruppen und Organisationen rufen wir für Samstag, den 19.11.2022, zu einem dezentralen Aktionstag für Frieden und ein gutes Leben für alle auf. Aktionen und Proteste werden bundesweit stattfinden. In Bonn planen wir eine gemeinsame Aktion mit dem Netzwerk Friedenskooperative. Informationen dazu veröffentlichen wir Anfang November.

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Einladung: 29.-30.10.2022, Berlin und online: Treffen zum Aufbau eines Netzwerks für feministische Außenpolitik

Sharepic Netzwerk fem AP EZ Treffen Okt 2022Gemeinsam mit WILPF Deutschland, Polis180 und weiteren Organisationen laden wir zu einem Austausch über die Schaffung eines Netzwerks zu feministischer Entwicklungs- und Außenpolitik ein.

Wo: Sigmaringer Str. 1, 10713 Berlin und parallel online (hybrid)

Wann: Samstag, 29. - Sonntag, 30. Oktober 2022 

Samstag 12:30-18:30 Uhr und Sonntag 9:30-15:30 Uhr

Anmeldung und Programm: siehe Eventbrite

Das Thema feministische Entwicklungs- und Außenpolitik erhält immer mehr Aufmerksamkeit in Deutschland. Es gibt ein großes politisches und gesellschaftliches Momentum für feministische Ansätze, Praxis und Positionen in der Entwicklungs- und Außenpolitik. Damit diese nicht von Entscheidungsträger*innen politisch entleert oder instrumentalisiert wird, sehen wir es deshalb als unabdingbar, dass sich Zivilgesellschaft und kritische (feministische) Stimmen gut koordinieren, Ressourcen und Energie bündeln, um feministische Außenpolitik mit Inhalten und Praxis zu füllen. Bei mehreren Infotreffen wurde in den letzten Wochen die Idee diskutiert, ein Netzwerk für feministische Außenpolitik zu gründen. Ziel des Aufbaus eines Netzwerkes ist es, eine intersektionale feministische Außen- und Entwicklungspolitik zu unterstützen, uns zu vernetzen, gegenseitig zu stärken und Lobbyarbeit dazu zu betreiben.

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn