Der FRIEDENSRAUM 2018 schließt seine Türen

Nachdem wir gestern mit einem Open Mic zum Thema Frieden "Auf Wiedersehen" gesagt haben, ging es für die Helfer*innen-Truppe heute an den Abbau unseres FRIEDENSRAUMS.

Abbau FRIEDENSRAUMAn dieser Stelle möchten wir bereits allen Beteiligten, Helfer*innen, Besucher*innen und natürlich auch den Darsteller*innen danken - wir hoffen, dass jede*r von euch und Ihnen eine besondere Botschaft aus dem FRIEDENSRAUM mitnehmen konnte. Wir freuen uns sehr über die gelungene Woche und werden uns nun Zeit nehmen, den FRIEDENSRAUM noch einmal Revue passieren zu lassen.

Friedensraum Sekt

Änderungen im Programm des FRIEDENSRAUMS

Wir laden herzlich zu einer zusätzlichen Veranstaltung in unserem FRIEDENSRAUM im Hansa-Haus in Bonn Bad Godesberg ein!

Shelly Hermons Film "Within the eye of the storm" wird am Montag, den 24. September, um 16 Uhr im FRIEDENSRAUM gezeigt. Im Zentrum des Films stehen die Freundschaft und die Friedensarbeit eines palästinensischen und eines israelischen Vaters, deren Töchter jeweils von "der anderen Seite" getötet wurden. Sie sind Mitglieder des israelisch-palästinensischen Vereins »Parents’ Circle – Families Forum«, in dem sich Hinterbliebene beider Seiten zusammengeschlossen haben. Im Anschluss an die Filmvorführung gab es ein Video-Interview mit der israelischen Filmemacherin Shelley Hermon sowie eine Diskussion mit dem Publikum. Hier ist der Trailer des Films schon einmal vorab zu sehen.

Leider müssen wir die Filmvorführung von "Liebe Grüße aus Nahost" und den dazugehörigen Schulworkshop am Montag, den 24. September um 10 Uhr, aus organisatorischen Gründen absagen. Der Film wird allerdings für alle Interessierten am Montag, den 24. September um 19 Uhr gezeigt, auch dazu laden wir herzlich ein!

Die ersten Tage in unserem FRIEDENSRAUM im Hansa-Haus in Bad Godesberg

Unser FRIEDENSRAUM wurde erforlgreich eröfnet, und inzwischen sind auch schon die ersten Veranstaltungen erfolgreich über die Bühne gegangen!


Am Dienstag haben Eugenia Fabrizi und Heide Schütz den FRIEDENSRAUM eröffnet, der anschließend von den Klängen des von Christiane Sturm gespielten Gongs und ihren Rezitationen erfüllt wurde. Abgerundet wurde der Abend mit der Lesung "Voci scordate - Unerhörte Stimmen" des Ensembles LA MUSA, und die Pause bot eine gute Gelegenheit für anregende Gespräche.


Eröffnung Heide EugeniaAm Mittwoch spielte das G.I.F.T. German Italian French Theater ihr manchen Bonner*innen aus dem Euro Theater Central bekanntes Stück „Xeno Ovvero L‘Antagonista“, eine Collage zu Fremdenfeindlichkeit. Hier ist ein Foto von dem daran angeschlossenen, gut besuchten Publikumsgespräch zu sehen.

Xeno Gespräch
Heute Morgen schließlich leitete Heide Schütz den Workshop "DenkMal Frieden". In diesem Projekt soll die Beziehung von Kunst und Frieden erforscht und das Denken über Frieden und über Denkmäler angeregt werden. Gemeinsam dachten wir darüber nach, warum es so viele Krieger(Kriegs)denkmäler gibt und welche Wirkung sie haben - und auch, wie wir dieser mit Friedensdenkmälern etwas entgegensetzen können.

DenkMalFrieden
Morgen abend, am Freitag den 21. September um 19 Uhr, geht es auch schon weiter mit einem der Highlights des FRIEDENSRAUMS: mit der Uraufführung des Stücks "Zäsur-Cesura-Césure" des G.I.F.T. German Italian French Theaters!
"Zäsur-Cesura-Césure" ist ein mehrsprachigen Briefwechsel zwischen zwei Frauen und ihrem Mann bzw. Jugendfreund an der Front. Hierbei geht es nicht um geschlechtsspezifische Schuldzuweisung. Im Gegenteil: „Zäsur-Cesura-Césure“ entlarvt den Mechanismus, wie eine heuchlerische Heroisierung vermeintlicher Bestimmungen als Mann oder Frau einen tiefen Keil in intimste Verhältnisse zwischen zwei Menschen treibt.

Tickets können hier über bonnticket gekauft werden!
Außerdem sind sie an der Abendkasse erhältlich.

Tickets für den FRIEDENSRAUM!

FRIEDENSRAUM AußenansichtFRIEDENSRAUM Innenansicht
Die Vorbereitungen für unseren FRIEDENSRAUM gehen in den Endspurt!

Hier gibt es nun noch einmal eine Auflistung aller aufgeführten Theaterstücke mit den Links zu den Tickets bei bonnticket, Tickets sind auch an der Abendkasse erhältlich. Alle anderen Veranstaltungen können ohne Ticket besucht werden, wir freuen uns natürlich über Spenden. Das ausführliche Programm kann dem Flyer zum FRIEDENSRAUM entnommen werden.

Hier gibt es auch eine Übersicht über alle Tickets.

Tickets können auch an der Abendkasse erworben werden.

Wir freuen uns auf eine aufregende, bereichernde, bunte Woche!

 
„Xeno ovvero l’Antagonisa - Der Fremde oder der Gegenspieler“ (G.I.F.T.), eine Collage zu Fremdenfeindlichkeit mit Bezugnahme auf aktuelle Entwicklungen. Das Stück spürt humorvoll die dunklen Seiten in jedem*r von uns auf und versucht so, die Gründe der Xenophobie herauszufinden. Das deutsch-italienisch-französische Stück wird mit deutschen und englischen Übertiteln aufgeführt.

Tickets für die Aufführung am Mittwoch, 19.09. um 17 Uhr

Tickets für die Aufführung am Mittwoch, 19.09. um 20 Uhr

„Zäsur-Cesura-Césure“ (G.I.F.T.), ein mehrsprachiger Briefwechsel zur Katastrophe des Ersten Weltkrieges aus dem Erleben der Betroffenen. In dieser szenischen Lesung werden die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs gendersensibel aus der Perspektive von Menschen geschildert, die sowohl in den Krieg getrieben als auch freiwillig oder aus sozialer Not zu Kriegsagierenden werden, obwohl sie sich eigentlich nach Geborgenheit, Freundschaft und Liebe sehnen.
Die Kriegssituation bekommt eine besondere Tiefe durch die Einbeziehung der Genderdimension.

Tickets für die Uraufführung am Freitag, 21.09. um 19 Uhr

Tickets für die Matinée am Sonntag, 23.09. um 11 Uhr


„Immigro ergo sum“ (G.I.F.T.), ein Stück zu Gender- und Migrationsproblematiken. Gesucht: ICH – herkunftslos und genderfrei.
Wer weiß schon, wer er/sie wirklich ist? Jede Gesellschaft hilft (sich) da gern und hält feste Rollenbilder parat. Was, wenn man(n)/frau zudem mit diesem Bild so gar nicht einverstanden ist oder gar aus einem Land mit anderen Rollenvorstellungen immigriert ist? Dann wird die Problematik um Identität und Selbstbehauptung noch verzwickter.

Tickets für die Aufführung am Samstag, 22.09. um 17 Uhr

Tickets für die Aufführung am Samstag, 22.09. um 20 Uhr



„Hotel de Jong“, ein Gastspiel des Ensembles 7MRP aus Den Haag, hat die dramatische Mission der koreanischen Delegation zur Haager Friedenskonferenz 1907 zum Inhalt. Bertha von Suttner spielt dabei eine wichtige, aber vergebliche Rolle.
Das Stück wird in englischer Sprache aufgeführt.

Tickets für die Aufführung am Sonntag, 23.09. um 18 Uhr

Theaterprojekt "Dörfer der Hoffnung"

TanztheaterDas ifz in Bonn bietet in Kooperation mit dem FNF ein interkulturelles Tanztheater an.
"Dörfer der Hoffnung" ist eine Einladung zum Aufbau einer Friedenskultur, inspiriert durch den Beitrag der Frauen bei den Friedensverhandlungen 2016 in Kolumbien.
Zur Vorbereitung gab es bereits zwei Workshops, unter anderem von unserer Vorsitzenden Heide Schütz zur Friedenskultur.
Die Premiere des Theaters findet am 30.10.2018 um 19:30 Uhr im Theater Marabu statt.

Hier gibt es mehr Informationen zum Projekt!

Workshop "Was ist Friedenskultur?"

Friedenskultur zu leben, verschüttete Ansätze wieder zu aktivieren Heide Friedenskultur Workshopist eine wichtige Aufgabe
im kolumbianischen Friedensprozess in der Gesellschaft nach dem 70-jährigen Bürgerkrieg.
Aber auch in Deutschland ist es wichtig, sich darüber klar zu werden, in welchen gesellschaftlichen und politischen Bereichen Frieden gefragt ist,
was alles zur Friedenskultur gehört, und wie man*frau sie stärken kann. Darüber tauschten sich die Teilnehmerinnen mit großem Interesse aus.
Den Abschluss bildeten die beiden Fragen: Was kann ich allein tun? Was kann ich (nur) mit anderen gemeinsam tun?
Die Teilnehmerinnen frauten sich, viele gute Anregungen mit nach Hause nehmen zu können.

Das FNF bei der Ausstellung "Frieden. Von der Antike bis heute" in Münster

 

Münster bild

In fünf Ausstellungen zum Thema "Frieden. Von der Antike bis heute" in Münster soll sich nun, 400 Jahre nach Ausbruch des 30-jährigen Krieges, 370 Jahre nach Abschluss des Westfälischen Friedens und 100 Jahre nach dem Vertrag von Versailles, gefragt werden, warum Frieden so oft beschworen, aber so selten bewahrt wird.
Vier Frauen des FNF besuchten am 24. August die Domstadt und verschiedene Ausstellungen; so konnten wir zum Beispiel die Entwicklung Pablo Picassos zum friedensbewegten Künstler nachvollziehen oder die im LWL-Museum für Kunst und Kultur die Entwicklung von künstlerischen und historischen Friedensstrategien verfolgen. Besonders interessant war hierbei für uns die Frage, wie unsere zeitgenössischen Gesellschaften mit den gegenwärtigen Herausforderungen umgehen können.
Alles in allem war es ein sehr informativer Tag in Münster, der uns sicherlich noch weiter darüber nachdenken lassen wird, wie Frieden auch von uns persönlich weiter umgesetzt werden kann.

"Frieden ist mehr als der Verzicht auf Gewalt – mit ihm verbindet sich die Hoffnung auf Harmonie, Freundschaft, Liebe, Glück, Wohlstand und Gerechtigkeit."

Der Flyer für die Bonner Friedenstage 2018 ist da!

Flyer BFT 2018 Vorderseite
Wie bereits in den vergangenen Jahren wird sich das Frauennetzwerk für Frieden auch 2018 an den Bonner Friedenstagen beteiligen, dieses Jahr in Kooperation mit dem G.I.F.T. - Theater Ensemble mit unserem eigenen FRIEDENSRAUM.
Der offizielle Flyer ist nun auch digital und als Druckversion verfügbar und kann hier in der Gesamtansicht und hier in der Einzelansicht angesehen werden.

Einen Programmflyer für den FRIEDENSRAUM finden Sie hier.

Wir freuen uns über reges Teilen des Flyers und hoffen, er weckt Interesse an den vielfältigen Veranstaltungen der diesjährigen Bonner Friedenstage!

Spannende Beiträge und kontroverse Diskussionen am Thementag Feminismus des Bonn City Camp

 

FNF Bonn City Camp 04.08.2018

Schon zum wiederholten Male organisierte die parteiunabhängige „Bonner Jugendbewegung“ in diesem Jahr wieder ihr „Bonn City Camp“. Unter der Überschrift „Fight 4 Future!“ ging es ansieben Tagen um Themen wie Grundrechte, Antifaschismus, Umweltschutz und internationale Solidarität. Zum Thementag Feminismus war auch das Frauennetzwerk für Frieden eingeladen worden, einen Beitrag zum Thema „Geschlecht in Krieg und Frieden“ zu leisten. Wenige Tage vor Beginn des Camps sorgte der ausgerechnet für diesen Tag geplante Auftritt des Rappers Zeb, der in der Vergangenheit durch zutiefst sexistische Texte aufgefallen war, für einigen Wirbel. Unter anderem studentische Gruppierungen hatten sich deutlich gegen den Auftritt ausgesprochen und die Organisator*innen des Camps diesbezüglich öffentlich kritisiert (Artikel im Generalanzeiger Bonn). Auch das FNF nahm die Vorwürfe sehr ernst und forderte eine Stellungnahme von der Bonner Jugendbewegung ein (diese ist hier nachzulesen), die uns überzeugte, trotz des Auftritts unsere Teilnahme an dem Camp nicht abzusagen, den Vorfall aber während unseres Vortrags kritisch anzusprechen. Im Beitrag von FNF-Geschäftsführerin Elise Kopper ging es daneben dann u.a. um Gender im Militär, in der Friedensforschung und in der Friedenspolitik. Die Teilnehmenden, größtenteils Studierende und Schüler*innen, stellten viele interessierte Fragen und trugen auch mit eigenem Hintergrundwissen zur Diskussion bei. Im Anschluss leiteten zwei Frauen von „Ecomujer“ einen partizipativen Workshop unter dem Titel „Ohne Geschlechtergerechtigkeit kein Frieden“ an. Am Nachmittag ging es mit einer Diskussionsrunde zu Sexismus in der (Jugend-)Kultur weiter. Insgesamt ein Feminismus-Thementag mit spannenden Beiträgen und zu Recht kontroversen Diskussionen, der die Teilnehmenden hoffentlich weiter beschäftigen wird!

Ein neuer Newsletter zur Jahresmitte!

screenshot ersteseiteDas zweite Quartal liegt nun auch schon hinter uns, und wir möchten Sie/Euch in unserem neuen Newsletter über unsere Arbeit der letzten drei Monate informieren, beispielsweise über unseren mittlerweile dritten Protest in Büchel, den Besuch unserer Praktikantin Annegret im Berlin zu einem Austausch des "Bündnis 1325" und des Auswärtigen Amts oder zu Bertha von Suttners 175. Geburtstagsfeier in Den Haag. Doch es gibt auch Neuigkeiten aus unserem Büro zu berichten und einen Ausblick auf das, was Sie/Euch in den nächsten Monaten erwarten wird ‒ unter anderem Elise Koppers Workshop "Geschlecht in Krieg und Frieden" beim Bonn City Camp am 04. August und unser Projekt FRIEDENSRAUM im Rahmen der Bonner Friedenstage.

Alle vorherigen Newsletter des FNF sind in unserem Newsletter-Archiv abrufbar.
    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
      Ansprechpartnerin: Heide Schütz

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn