Zur Pressemitteilung der Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig"

FriedensfähigSharepicInstagramAnlässlich der Entscheidung des US-Präsidenten Donald Trump, keine Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren, hat die Kampagne "Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!" eine Pressemitteilung veröffentlicht. Das FNF ist Gründungsmitglied der Kampagne. Hier ein Auszug aus der Pressemitteilung: 

 

Die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ begrüßt die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren. Nach Einschätzung des Bündnisses bietet sich jetzt die Chance für neue Fortschritte in der Rüstungskontrolle. Die Bundesregierung müsse diese nutzen.

Die Pläne zur Stationierung US-amerikanischer Mittelstreckenwaffen in Deutschland waren vor rund zwei Jahren bekannt geworden und hatten bundesweit Proteste ausgelöst. Mit seiner Ankündigung, einen Teil der US-Truppen aus Deutschland abzuziehen, hat Trump nun am vergangenen Wochenende auch die Stationierung der Waffen in Deutschland abgesagt.

Bestärkt durch diese Entwicklung ruft die Kampagne für den 30. Mai 2026 gemeinsam mit einem breiten Bündnis zu Protesten unter dem Motto „Keine Mittelstreckenwaffen – nirgends!“ in Wiesbaden und Grafenwöhr auf, um Druck für neue Abrüstungsinitiativen zu machen.

 

Die volle Pressemitteilung findet ihr unter anderem hier

Nachruf: Wir trauern um Inge Heyl

Foto Inge HeylWir trauern um unsere langjährige Vorstandsfrau und liebe Freundin Inge Heyl. Am 10.4. 2026 verstarb sie in Berlin im Alter von 98 Jahren.

Als junges Mädchen erlebte Inge Heyl die Kriegs- und Nachkriegszeit und war Zeit ihres Lebens eine engagierte Kämpferin für Demokratie und Frauenrechte. Sie hatte das große Glück, während des Studiums in die USA eingeladen zu werden, um dort zu lernen, wie Demokratie funktioniert. Es war dies vor allem ein Anliegen US-amerikanischer Frauenverbände, die deutschen Frauen im Nachkriegsdeutschland für den Demokratieaufbau stark zu machen.

Den Beruf der Lehrerin konnte sie nach der Eheschließung nicht mehr ausüben, denn das war seitens der deutschen Gesetzgebung und der Mehrheitsgesellschaft unvereinbar. Die gut ausgebildete Mutter von drei Kindern wurde aber genau das, was die US-amerikanischen Frauen sich vorgestellt hatten: eine tatkräftige Akteurin aus der Zivilgesellschaft beim Aufbau der Demokratie sowie der Chancengleicheit und Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945. Auf nationaler Ebene war der Deutsche Frauenring e.V. mit seinen starken Ortsgruppen ihr Aktionsfeld, z. B. im Ortsring Leverkusen, auf internationaler Ebene die International Alliance of Women (IAW) mit Zugängen zu den internationalen Gremien einschließlich der Vereinten Nationen. Mehrere Jahre war sie deren Vize-Präsidentin.

Weiterlesen

Sadakos Kraniche mit dabei am Japan-Tag in Düsseldorf - helfende Hände gesucht

Screenshot 2026 05 05 at 15 44 52 Instagram
Wir sind dabei! Am Samstag, den 23.05.2026, fahren wir zusammen mit einer Gruppe Engagierter aus verschiedenen Friedensorganisationen nach Düsseldorf zum Japan-Tag, wo wir gemeinsam einen Infostand zu Sadakos Kranichen betreuen werden.

Sadakos Kraniche ist eine Aktion vom "Bündnis für eine atomwaffenfreie Welt". Zum Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die japanische Stadt Hiroshima und den Todestag Sadako Sasakis werden alljährlich Origami-Kraniche in die japanische Stadt geschickt. Diese Aktion fungiert als Protest gegen die immer noch bestehende Gefahr durch Atomwaffen und für eine Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags, welcher auch von Deutschland noch nicht unterzeichnet worden ist.

Um in Düsseldorf ein starkes Zeichen für den Frieden zu setzen zu können, suchen wir noch nach helfenden Händen. Unterstützen kannst du uns hierbei, indem du den Besucher:innen beim Falten der Kraniche hilfst (keine Vorkenntnisse nötig) oder Infomaterial verteilst und mit Interessierten ins Gespräch kommst.

Hast du Lust dabei zu sein? Dann melde dich einfach kurz bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., weitere Infos findest du unter "Termine".

FNF unterstützt Rede von ICAN Europe bei der 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags von Atomwaffen

Ican Partner White on Blue2xZur 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags von Atomwaffen (NPT) hat ICAN Europe eine Stellungnahme verfasst und im Namen aller ICAN-Partnerorganisationen, zu welchen auch das FNF gehört, vorgetragen. 

ICAN Europe äußert in der Rede Bedenken über die aktuelle Interpretation und Umsetzung des NPT. Die Aktivist*innen kreiden an, dass aktuell alle nuklearen Staaten dabei sind, gegensätzlich zu den Bedingungen des Vertrages zu handeln und so den NPT zu destabilisieren. Dazu tragen gerade auch nuklearfreie Staaten in Europa bei, indem sie mit Frankreich an einer Nuklearwaffen-Kooperation arbeiten und damit nukleare Allianzen normalisieren.  In diesem Kontext hat ICAN Europe mit "How can these states claim to defend the NPT while supporting policies that go against its spirit - and may even violate it in the future?" die richtigen Worte gefunden, um das Entsetzen über diese Entwicklung auszudrücken.

Weiterlesen

Friedenszitat April 2026

Friedenszitat April 2026„When men are dropping bombs, women are walking for peace.“

Ende März organisierten palästinensische und israelische Frauen der Schwesternorganisationen Women of the Sun und Women Wage Peace einen Barfußmarsch in Rom. Einer ihrer Slogans: "Wenn Männer Bomben abwerfen, marschieren Frauen für den Frieden." Mit der Initiative „The Mothers‘ Call“ stellen die Frauen eine zentrale Botschaft in den Raum: Kein Kind sollte groß werden, um getötet zu werden. Kein Kind sollte erzogen werden, um zu töten. Weltweit solidarisierten sich Frauengruppen und organisierten vor Ort eigene Barfußmärsche; in Deutschland etwa in Köln.

Ihre Botschaft erreichte in Rom nicht nur Papst Leo, der sich mit den Frauen traf, sondern auch weltweite Presseresonanz: So berichteten etwa Reuters, SkyNews, Al Jazeera und The Guardian.

Listen to The Mothers‘ Call! No child should be raised to kill or be killed!

Führung über den Friedensweg Bonn für den Filmclub Bonn am 12. Mai

Friedensweg_Mai_2026.pngWeißt du, wer Klara Marie Faßbinder war? Warum zahlreiche Weltstars in den 1980er Jahren im Hofgarten demonstrierten? Was die Universität Bonn mit Frieden am Hut hat? Und welcher Platz nach einer Friedensnobelpreisträgerin benannt ist? Auf dem „Friedensweg Bonn“ gibt es zahlreiche Orte des Friedens und große historische Persönlichkeiten zu entdecken, die sich für Frieden und Menschenrechte engagierten. Wir starten in Beuel und laufen von dort unter fachkundiger Führung von Station zu Station Richtung Innenstadt.

Am 12. Mai begleiten uns Mitglieder des Filmclubs Bonn und filmen die Führung mit. Alle, die interessiert und nicht kamerascheu sind, sind herzlich willkommen, dazuzustoßen! Mit der Teilnahme erklärst du dich damit einverstanden, dass du auf den Videoaufnahmen zu sehen sein könntest.

Wir freuen uns über eine Anmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Termin: Dienstag, 12. Mai, um 16 Uhr (Dauer etwa zwei Stunden)
Treffpunkt: Hiroshima-Mahnmal am Rheinufer in Beuel, Rheinauenstraße (von dort aus geht es von Station zu Station in Richtung Innenstadt)

Veranstalter: Netzwerk Friedenskooperative, Frauennetzwerk für Frieden e. V.

Fr, 24.04.2026, Bonn: Mahnwache für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina

Friedenstaube swDas Frauennetzwerk für Frieden e.V. unterstützt auch dieses Mal wieder die im monatlichen Rhythmus stattfindende Mahnwache "Gerechter Frieden zwischen Israel und Palästina":

Die aktuelle Nachrichtenlage ist verheerend, es ist nicht absehbar, ob es zu weiteren Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran kommt. Unabhängig von der löchrigen Waffenruhe werden weite Teile des Libanons weiter von der israelischen Armee angegriffen. In Israel selbst wird ein Gesetz zur Einführung der Todesstrafe nur für Palästinenserinnen und Palästinenser verabschiedet. Die Liste lässt sich fortsetzen,  die Frage, wie es mit Gaza und dem Westjordanland weitergeht, gerät völlig in den Hintergrund trotz der zentralen Bedeutung für die Beendigung der Kriegseskalation. Die humanitäre Situation verschlechtert sich, die Menschen leben nach wie vor in dünnen Zelten und sind Regen und Sturm ausgesetzt.  Dr. Abed Schokry, Palästinenser aus Gaza, berichtete bei der letzten Mahnwache, dass es im Gazastreifen Fälle gibt, in denen Babys von Ratten angegriffen wurden. Es ist daher dringend notwendig, den Blick wieder und weiter auf die Situation in Gaza und in Palästina zu lenken, der wegen des Krieges der Regierung Netanjahus gegen den Iran nur noch selten in den Medien vorkommt. 

Die nächste Mahnwache findet am Freitag, dem 24.04.2026, von 17:00 - 18:00 Uhr vor dem Alten Rathaus in Bonn statt (muss noch bestätigt werden).

Die Mahnwache wird von folgenden Organisationen unterstützt: Partnerschaftsverein Bonn – Ramallah e.V.,  COLPAZ/Frieden für Kolumbien, Friedensforum Bonn, Attac Bonn, Netzwerk Friedenskooperative, internationales frauenzentrum bonn e.V., Informationsstelle Südliches Afrika e.V., pax christi Bonn, Weltladen Bonn e.V., Frauennetzwerk für Frieden e.V., Zen Peacemaker Orden

"Kriege verweigern, Frieden schaffen" - Zur Ostermarschanzeige 2026 des Netzwerk Friedenskooperative

Anzeige Die Zeit Ostermärsche 2026Anlässlich der alljährlichen Ostermärsche hat das Netzwerk Friedenskooperative wieder eine Zeitungsanzeige initiiert, welche auch das FNF unterzeichnet hat. Zu sehen war die Anzeige in der Woche vor Ostern in den folgenden Zeitungen: "Die Zeit", "der Freitag", "Junge Welt", "Neues Deutschland" und "taz".

Ostermärsche haben eine lange Tradition in der Friedensbewegung. So gab es die ersten Ostermärsche in den 50er-Jahren, genauer gesagt in London 1958, zum Thema nukleare Abrüstung mit dem Motto "Ban The Bombs". Die ersten Märsche begannen in Deutschland bereits zwei Jahre später, mit dem Auftakt im Jahr 1960 in Hamburg. Die Ostermärsche dienen generell der Mobilisierung für Antimilitarismus, Pazifismus, (nukleare) Abrüstung, Waffenstillstände und das Ende anhaltender Kriege.

Zudem hat die Anzeige des Netzwerk Friedenskooperative einen neuen Rekord aufgestellt: Die Ostermarschanzeige wurde von über 2.000 Menschen unterzeichnet, dazu von 71 Organisationen und Gruppen! Die Ostermärsche fanden zwischen dem 02. und 06. April statt und ließen sich laut dem Netzwerk Friedenskooperative auf über 100 Märsche deutschlandweit beziffern, an denen Zehntausende teilnahmen. 

Weiterlesen

„Es gab immer wieder die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.“ - ein Praktikumsbericht von Elena

Elena Hannah Weltfrauentag 2026Mitte Februar habe ich mein sechswöchiges Praktikum beim FNF in Bonn begonnen. Gleich zu Beginn ist mir die sehr lockere und respektvolle Atmosphäre aufgefallen. FNF-Geschäftsführerin Elise ist mit meiner Mitpraktikantin Hannah und mir die wichtigsten anstehenden Termine der nächsten sechs Wochen durchgegangen, sodass ich direkt einen Überblick über die verlangten Tätigkeiten hatte. Elise hat von Anfang an viel Wert darauf gelegt, dass wir unsere Fragen stellen und Meinungen miteinbeziehen können. Auch bei der Aufgabenzuteilung berücksichtigte sie immer unsere Kapazitäten und Wünsche. Ich mochte es beispielsweise gerne, gestalterische Aufgaben zu übernehmen und konnte mich bei Designaufgaben mit Canva und einem Taschen- Fotoshooting für Vinted einbringen. Oft bekamen wir auch Vorschläge für Veranstaltungen wie Mahnwachen, Podiumsdiskussionen, eine Jubiläumsfeier, einen Theaterbesuch des Stücks „Die Waffen nieder“ oder auch ein Friedenskonzert. Bei diesen stand es uns meistens frei, ob wir teilnehmen oder nicht. Hatten wir manchmal keine Zeit oder die Busse streikten, war es gar kein Problem, das Elise mitzuteilen. Sehr hilfreich war in diesem Kontext auch, dass Elise Aufgaben in „Kann“- und „Muss“- Aufgaben eingeteilt hat. Ein Friedenskonzert besuchen war ein Kann, einen Infostand betreuen ein Muss. 

Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig, die einzige Regelmäßigkeit war das wöchentliche Treffen im Büro dienstags um 11:30 Uhr. Dort arbeiteten Hannah und ich an der Website und gingen dann weitere To Dos durch, die wir uns selbständig zeitlich einteilen konnten.

Das Praktikum bei dem FNF hat mich sehr bereichert, da ich oft mit Themen in Berührung kam, die ich sonst nicht in dieser Tiefe mitbekommen hätte. Besonders einprägsam war die Jubiläumsfeier von „Pro Peace“ in Köln, auf welcher verschiedene Referent*innen eindrucksvolle Einblicke in ihre Arbeit gaben. Ich fand es erschreckend, wie wenig ich davor über zivile Friedensarbeit wusste, da die öffentliche Berichterstattung sehr fokussiert auf Regierungen ist.

Weiterlesen

Friedenszitat März 2026

Friedenszitat März 2026"Together we choose hope." 

- Combatants for Peace und Parents Circle - Families Forum, Palästinensisch-israelische Friedensorganisationen

Im April halten die Organisationen Combatants For Peace und Parents Circle - Families Forum die 21. gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkfeier. Die Gedenkfeier soll den Dialog zwischen israelischen und palästinensischen Familien mit tragischen Schicksalen eröffnen und gegenseitiges Mitgefühl und Versöhnung ermöglichen. Gemeinsam entscheiden sie sich, die Hoffnung nicht aufzugeben und stattdessen zusammenzuhalten und weiter für Frieden zwischen Israel und Palästina einzustehen. 

Weiterlesen

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn