23.07.-10.08.2026: Sommerpause in der FNF-Geschäftsstelle

FNF Sommerpause 2026Das FNF verabschiedet sich in die Sommerpause! In der Zeit vom 23.07.-10.08.2026 ist die Bonner Geschäftsstelle nicht zu erreichen. Eure Emails und Anrufe werden ab dem 11.08.2026 wieder beantwortet. 

Wir wünschen euch allen einen möglichst friedlichen, nicht zu heißen Sommer und gute Erholung!

 

Eine Hommage für Traude Rebmann (1939-2026)

Traude 1998Traude Rebmann war eine begnadete Ausbilderin und Trainerin des Mediationsverfahrens, der Vermittlung in gewaltfreier Konfliktlösung. Schon 1987 machte sie selbst die Ausbildung an der University of Oregon, USA, und brachte dann das Konzept und die "Technik", das Knowhow des Verfahrens der Mediation nach Deutschland und Europa. Im Auftrag verschiedener Friedensorganisationen, z. B. "Eirene" oder dem "Bund für Soziale Verteidigung" unterstützte sie den Friedensprozess in Nordirland und später von Friedensgruppen während des Jugoslawienkrieges , z. B. In Zagreb, Osijek, Belgrad, Pancevo. Als eine der Pionierinnen der Mediation in Deutschland war sie 1992 auch Gründungsmitglied des Bundesverbands Mediation. In vielen Schulen in NRW werden sogar seit vielen Jahren auch Schüler und Schülerinnen im sogenannten Streitschlichtungsprogramm ausgebildet,  so dass sie anschließend die Mediation für ihre peer group anbieten können  (peer mediation.)

Nun ist Traude Rebmann im Juli 2026 nach langer Krankheit eines friedvollen Todes gestorben. Sie wurde fast 87 Jahre alt.

Ich hatte das große Glück, sie als Trainerin und zugewandte Ausbildungsbegleiterin zusammen mit Christoph Besemer und Mechthild Eisfeld im Jahr 2000 in Königsfeld /Taunus kennen zu lernen, als ich dort die Mediation erlernen wollte. Traude wurde unmittelbar darauf Mitglied im Frauennetzwerk für Frieden e. V.  und bot uns an, kostenlose Seminare zu geben zu Themen, die sowohl für die einzelnen Mitglieder als auch für die Friedensorganisation wichtig waren. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der "Zirkel der Versöhnung"  aus dem Seminar "Über den eigenen Schatten springen". Auch für das vom FNF gegründete "Deutsch-Tschechische Forum der Frauen" interessierte sie sich sehr. Das Mitmenschliche und das Zivilgesellschaftliche waren im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit.  Menschen, die durch Kriege, globale wirtschaftliche Ungerechtigkeit oder anderes Leid verletzt waren, fanden ihre praktische Unterstützung.

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Queere Jugendliche brauchen unsere Solidarität: FNF unterzeichnet Offenen Brief für den Erhalt des Jugendnetzwerks Lambda 🌈

Lambda Bild WebsiteDas Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) hat die gesamte Förderung für das Jugendnetzwerk Lambda e.V. zum Jahresende gestrichen! Seit 1990 ist Lambda eine Stimme für queere junge Menschen in Deutschland, vor allem in den ländlichen Räumen. Jetzt droht diese wichtige Plattform zu verschwinden. Diese Entscheidung trifft nicht nur Lambda, sondern sendet ein alamierendes Signal. "Sie sagt queeren jungen Menschen: Eure Räume sind nicht verlässlich abgesichert." 

Wir setzen uns aktiv für die Rechte von marginalisierten Gruppen ein. Der Erhalt von Lambda ist uns ein wichtiges Anliegen, denn, anders als die Bundesministerin Karin Prien gerade signalisiert, verdienen die Stimmen junger queerer Menschen Gehör und Schutz. Wir haben den Offenen Brief an Karin Prien gegen die Streichung der Förderung unterzeichnet und rufen alle unsere Mitglieder und Unterstützer*innen auf, sich ebenfalls für queere Rechte zu engagieren.

Was könnt ihr tun?

  • Pat*in werden
  • Mitglied bei Lambda werden
  • Politiker*innen schreiben
  • Für Lambda Spenden

Mehr Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten findet ihr auf der Instagram-Seite von Lambda:https://www.instagram.com/lambda.bund/. Generelle Informationen zum Verein Lambda gibt es hier: https://lambda-online.de/. Hier gehts zum offenen Brief: https://lambdaspace.de/lambda-retten/#brief. Lasst uns gemeinsam ein starkes Zeichen für die Rechte und Sichtbarkeit queerer junger Menschen setzen!

Sa, 01.08.2026, Bonn: FNF-Flohmarkt "Edel & Trödel" - kommt vorbei und helft mit!

Flohmarkt 250906 BonnWir setzen die Tradition fort - unser Flohmarkt "Edel & Trödel" ist wieder da! 

Der Flohmarkt findet am Samstag, dem 01.08.2026, von 10-16 Uhr auf dem Friedensplatz in Bonn statt.

Die Erlöse kommen zu 100% der Friedensarbeit des FNF zugute.

Kommt vorbei, lernt uns kennen und stöbert nach etwas Edlem, Schönem oder Ausgefallenem!

Wie jedes Jahr freuen wir uns auch über helfende Hände beim Aufbau, Verkauf und Abbau sowie 1-2 Autos für den Transport der Waren. Ihr braucht dafür keine Vorkenntnisse, sondern einfach nur ein wenig Zeit und Lust am Anpacken :). Hier findet ihr einen Nuudel zum Eintragen der Schichten und alle weiteren Infos.

 

Frieden in den Lehrplan - unterzeichnet auch ihr die Petition!

Frieden in den Lehrplan BildFrieden gehört in den Lehrplan - das sehen wir auch so! Deshalb haben wir uns zusammen mit über 20 Organisationen wie Pro Peace, GEW und ORL dem Bündnis "Frieden in den Lehrplan" angeschlossen.

Das zentrale Stichwort, für das wir auf diesem Wege gemeinsam kämpfen, lautet Friedensbildung. Junge Menschen haben ein Recht auf Mitsprache. Um dieses Recht gut informiert ausüben zu können und eine friedliche Zukunft aktiv mitzugestalten, brauchen sie die Chance, sich differenziert mit den Themen Krieg und Frieden auseinanderzusetzen; so heißt es in der Petition, die am 04.05.2026 gestartet wurde. 

Die Forderungen an die Bildungsminister*innenkonferenz lauten konkret: 

  1. Friedensbildung von der Grundschule bis zur Oberstufe in die Curricula aufnehmen
  2. Friedensbildung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärken
  3. Mehr Fachleute für Friedensbildung an die Schulen, statt nur Jugendoffiziere der Bundeswehr

Hintergründe zu den einzelnen Forderungen findet ihr im Petitionsformular. 

 Wir rufen dazu auf, die Petition zu unterzeichnen und gemeinsam mit uns für konkrete Maßnahmen in der Friedensbildung einzustehen. Hier geht`s direkt zur Petition: https://www.propeace.de/de/frieden-in-den-lehrplan .

Die Sammlung der Unterschriften endet am 16.10.2026.

Bild: Pro Peace

Fr, 24.07.2026, Bonn: Mahnwache "Für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina"

Friedenstaube swDas FNF unterstützt die im monatlichen Rhythmus stattfindende Mahnwache "Für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina":

Die nächste Mahnwache findet am Freitag, dem 24.07.2026, von 17:00 - 18:00 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Alten Rathaus in Bonn statt.

Die Schlagzeiten werden beherrscht von dem "Deal" mit dem Iran, Gaza erscheint nur noch hin und wieder in den Nachrichten.  Hier ein Bericht aus der Tagesschau über die desaströse Lage, die sich noch weiter verschlimmert:https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-iran-gaza-100.html

Es gibt keinerlei Bewegung  zur Verbesserung der Situation, im Gegenteil, die israelische Regierung hat angekündigt, die gelbe Linie noch weiter zu verschieben bis auf 70 %  des Territoriums. Parallel dazu treibt die israelische Reguerung die Annexion des Westjordanlands voran.  Der frühere israelische Ministerpräsident Ehud Olmert spricht von „ethnischen Säuberungen“ im Westjordanland.

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UPDATE: Nur Ja heißt Ja - Ein Schritt in die richtige Richtung

Nur Ja heißt Ja BildEs gibt spannende Neuigkeiten zur Petition "Nur JA heißt JA – Sexualstrafrecht an internationale Menschenrechtsstandards anpassen"! Der Bundesrat hat kürzlich für den Entschließungsantrag gestimmt, was einen entscheidenden Schritt in Richtung eines konsensbasierten Sexualstrafrechts bedeutet. Die Petition geht auf eine Initiative der Feminist Law Clinic zurück; das FNF hatte die Petition als eine der Erstuntersützer*innen supportet. Hier könnt ihr den zugehörigen Bericht auf unserer Website nachlesen.

Diese Entscheidung ist ein riesen Fortschritt für den Schutz sexueller Selbstbestimmung in Deutschland. Der "Nur Ja heißt Ja"-Standard entlastet die Opfer, indem die Verantwortung auf die Täter*innen übertragen wird, ein klares Einverständnis einzuholen. Nun ist es am Bundestag, für "Nur Ja heißt Ja" zu stimmen und somit die Gesetzgebung in Einklang mit internationalen Menschenrechtsstandards zu bringen. 

Mittlerweile haben mehr als 176.000 Menschen (Stand: 14.07.2026) die Petition unterschrieben! Falls ihr noch nicht dabei seid, dann nutzt die Gelegenheit und zeigt eure Unterstützung! Der Link zur Petition ist weiterhin verfügbar und jede Stimme zählt: https://innn.it/ja

Share Pic: Feminist Law Clinic & innn.it

„Nein, meine Steuern zahl‘ ich nicht!“: FNF unterstützt Grundsatzerklärung des Netzwerk Friedenssteuer

Netzwerk Friedenssteuer Zivilsteuer AufkleberIn Zeiten, in denen viel zu viel Geld in Rüstung und Militär fließt und immer weniger Ressourcen für Soziales verwendet werden, ist es wichtiger denn je, dass wir uns für eine gerechtere Verteilung von Geldmitteln einsetzen. 

Wir vom FNF unterstützen deshalb die Initiative des Netzwerks Friedenssteuer zur Einführung eines Zivilsteuergesetzes, das sicherstellen soll, dass niemand gegen sein Gewissen gezwungen wird, Militär und Rüstung mitzufinanzieren.  Wir stehen hinter der Grundsatzerklärung, die sagt: 

„Ich trete für eine gesetzliche Regelung ein, nach der niemand gegen sein Gewissen gezwungen werden darf, durch Steuern und Abgaben zur Finanzierung von Militär und Rüstung beizutragen. Stattdessen ist die Verwendung dieser Zahlungen für zivile Aufgaben sicherzustellen.“

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Friedenszitat Juni 2026

Friedenszitat Juni 2026„Gegen Unrecht – wenn man es als solches erkennt – muß man sich wehren – da gibt’s nichts anderes. Schweigen ist da, obwohl es Verachtung auszudrücken vorgibt, selber verächtlich.“ - Bertha von Suttner

Juni ist bei uns Bertha-Zeit, denn sowohl Bertha von Suttners Geburtstag (9.6.1843) als auch ihr Todestag (21.6.1914) fallen in diesen Monat. Bertha von Suttner war Schriftstellerin, Aktivistin und Pazifistin und erhielt 1905 als erste Frau den Friedensnobelpreis, zu dessen Stiftung sie selbst Alfred Nobel inspiriert hatte. Doch was viele nicht wissen: Sie kämpfte auch leidenschaftlich gegen Antisemitismus.

In ihren Memoiren schreibt sie: „Wir waren noch im Kaukasus, als wir zu Anfang der achtziger Jahre von dem in Preußen erwachten, vom Hofprediger Stöcker propagierten Antisemitismus Kunde erhielten. Uns flößte diese Erscheinung – das brauche ich wohl nicht erst zu sagen – lebhaften Abscheu ein. Wir legten die Argumente gegen diesen Rückfall in das Mittelalter in verschiedenen Artikeln nieder, die wir an die Wiener Blätter einsandten, deren regelmäßige Mitarbeiter wir waren. Die Artikel wurden uns zurückgeschickt mit der Begründung: In Oesterreich gibt es keinen Antisemitismus, und sollte sich aus Preußen etwas davon zu uns verpflanzen, so wäre das einzige richtige Verhalten dagegen: verächtliches Stillschweigen. Daß dieses Verhalten nicht das richtige war, haben die späteren Ereignisse gezeigt. Gegen Unrecht – wenn man es als solches erkennt – muß man sich wehren – da gibt’s nichts anderes. Schweigen ist da, obwohl es Verachtung auszudrücken vorgibt, selber verächtlich. Nicht nur die Betroffenen müssen reagieren; auch den Unbeteiligten, wo immer sie ein Unrecht sehen, kommt es zu, sich dagegen aufzulehnen.“ 

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Der FNF-Newsletter ist wieder da!

FNF Newsletter wieder da 2026Schaut mal in eure Postfächer - der FNF-Newsletter ist wieder da!

Statt unseres Jubiläums feiern wir heute einfach was anderes: das Revival unseres Email-Newsletters!

Ab sofort verschicken wir den Newsletter wieder ca. alle zwei Monate und informieren euch darin über alle Termine, Aktionen und Mitmachmöglichkeiten rund ums FNF.

Falls ihr den Newsletter noch nicht abonniert habt, dann könnt ihr das über das Formular auf unserer Startseite tun oder schreibt uns hier eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Ein riesengroßer Dank geht an dieser Stelle an Sanja, ohne deren ehrenamtliche Unterstützung die Wiederaufnahme des Newsletter-Versands nicht möglich gewesen wäre!

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn