10 Jahre Bonner Friedenstage - Friedensschifffahrt von Bonn nach Remagen

Ein Highlight der Bonner Friedenstage, ein Highlight für uns – das war unsere Friedensschifffahrt am 22.09.2017 von Bonn nach Remagen ins Friedensmuseum „Brücke von Remagen“. Ca. 150 Menschen waren der Einladung der DFG-VK Bonn-Rhein-Sieg und des FNF gefolgt und verbrachten einen bunten und geselligen Abend auf dem Schiff. Dabei durften wir nicht nur Gäste aus dem Bonner Raum, sondern auch von weither begrüßen, so z.B. aus Köln, Trier (eine FNF-Mitgliedsgruppe!), Bielefeld, Minden und Essen. Auch der Emma-Club von der „anderen Rheinseite“,  Mitglied des FNF,  war mit 22 Frauen dabei! Bei der Abfahrt des Schiffes in Bonn lachte die Sonne, sodass sich fast alle Menschen auf denFriedensschiff Origami Außendecks versammelten. Mit Pacefahnen und Friedenbannern mit unterschiedlichen Botschaften an der Reling ging es pünktlich los in Bonn. Viele Mitfahrer*innen nutzten die Hinfahrt, um, angeleitet von Dieter Riebe (DFG-VK),  Friedenskraniche im Origami-Stil zu basteln oder sich per „Virtual Reality“-Brille z.B. nach Gaza zu versetzen. Als besonderes Highlight war die Poetry-Slammerin Ella Anschein eingeladen, die mit ihren sowohl lustigen als auch sehr ernsten Texten  die Menschen zum Schmunzeln und zum  Nachdenken brachte.

In Remagen angekommen, begrüßte uns Hans-Peter Kürten, Initiator des Friedensmuseums und ehemaliger Bürgermeister der Stadt Remagen, und lud ins Museum ein. 1945 ein zentraler Kriegsschauplatz, erinnern die Ausstellungsstücke sowohl an die Not und das Elend der Remagener Bevölkerung, der Soldaten, auch der deutschen  Kriegsgefangenen im großen Lager in Sinzig als auch an Menschen, die sich seit jeher für den Frieden eingesetzt habe, z.B. die Friedensnobelpreisträger*innen. Eine Sonderausstellung zur Desertion porträtiert Menschen, die sich dem Wehrdienst und damit auch dem Kriegstreiben verweigerten und deswegen zum Teil schwerste Sanktionen auf sich nehmen mussten – früher und auch heute noch. Auf der Rückfahrt stellten verschiedene Friedensinitiativen sich und ihre Arbeit vor. Christiane Lammers, Geschäftsführerin der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung, sprach im Namen des Koordinationskreises der Bonner Friedenstage ein paar Grußworte zum Jubiläum und erinnerte im Vorfeld der nur zwei Tage später anstehenden Bundestagswahl an die Verantwortung unserer Politik, sich für den Frieden einzusetzen. Heide Schütz, die durch den Abend geführt hatte, übergab schließlich das Mikrofon an DJ Ali T, der mit seiner Weltmusik die Mitfahrer*innen auf beiden Decks auf die Tanzfläche lockte und bis zum Anleger in Bonn für gute Stimmung sorgte.

Schiff lang Frans

Ein herzlicher Dank geht an alle, die beim Dekorieren des Schiffes und später beim Aufräumen geholfen haben und ganz besonders an die Crew der MS Beethoven, die uns während der Fahrt nicht nur kulinarisch verwöhnte, sondern auch mit Rat, Tat und allem, was nötig war, versorgte. Ebenso herzlich danken wir dem Katholischen Fonds, der im Rahmen der Förderung der Bonner Friedenstage diese Schifffahrt unterstützt hat. Für uns war es ein sehr schöner Abend und eine angemessene Feier der „10 Jahre Bonner Friedenstage“ ! Wir freuen uns bereits auf das nächste Jahr!

 

Gedanken zur Bundestagswahl: Das Generationen-Manifest

Am kommenden Sonntag, dem 24.09., wählen die Menschen in Deutschland den neuen Bundestag und damit auch eine neue Regierung. Wir als Wählerinnen und Wähler sind in der Verantwortung, an diesem Tag eine gut informierte und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Vor der letzten Bundestagswahl im Jahr 2013 gab es eine Initiative der deutschen Zivilgesellschaft, die uns damals schon begeistert hat und die wir nun, da sie wieder aufgegriffen wird, hier zu Wort kommen lassen wollen: Das Generationen-Manifest.

In seiner Präambel heißt es: "Wir sind Bürgerinnen und Bürger dieses Landes und stellen besorgt fest: Die älteste Übereinkunft der Menschheit ist in Gefahr – der Generationenvertrag. Vorangegangene Generationen haben immer versucht, ihren Kindern eine bessere und gerechtere Welt zu hinterlassen. Auch deshalb geht es uns heute so gut wie nie zuvor. Wir, die goldenen Generationen der nach dem Krieg Geborenen, haben dieses urmenschliche Anliegen stillschweigend kassiert und ahnen jetzt, dass wir unseren Kindern eine Fülle von ungelösten Problemen vor die Füße werfen. Dabei wissen wir längst, dass es jetzt von uns abhängt, ob die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft erhalten bleiben. Dabei wissen wir längst, dass es jetzt von uns abhängt, ob die Grundlagen für eine lebenswerte Zukunft erhalten bleiben.

Die Lage ist erschreckend. Unsere Leistungsgesellschaft mit ihrem Produktions- und Wachstumswahn ist dabei, die Erde für unsere Nachkommen unwirtlich und unbewohnbar zu machen. Wir müssen uns deshalb entscheiden, ob wir uns mit diesem kurzfristigen, egozentrischen Denken weiter der Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen entziehen oder umdenken und mit mutigem Handeln die Chancen künftiger Generationen auf Gesundheit, Erfüllung und Glück wiederherstellen.

Dabei geht es nicht um die isolierte Bekämpfung einzelner Krisen wie Armut, Hunger, Klimawandel oder Migration. Wir leben heute in einer Welt, in der alles mit allem und jeder mit jedem verbunden ist. Alles, was wir tun oder unterlassen, hat eine Wirkung, über Ländergrenzen und Generationen hinweg. Deswegen müssen wir als Gesellschaft gemeinsam handeln und Grundlagen für ganzheitliche Lösungen schaffen.

Wir engagieren uns auf gesellschaftlicher Ebene für einen neuen Generationenvertrag, einen Vertrag, der zum ersten Mal die Bedürfnisse kommender Generationen und deren Herausforderungen wirklich ernst nimmt. Denn sie sind es, die die Folgen unseres Handelns und Nichthandelns einmal tragen werden. (...)"

Auch wir Frauen vom FNF finden uns in diesen Worten wieder. Und wir finden es bemerkenswert, dass das Generationen-Manifest in den auf die Präambel folgenden 10 Forderungen an die neue Bundesregierung den FRIEDEN an die erste Stelle setzt. Dies ist ganz im Sinne Willy Brandts: "Frieden ist nicht alles. Aber ohne Frieden ist alles nichts."

Wer sich dem Generationen-Manifest durch Unterschrift anschließen möchte, kann dies auf dieser Website tun: https://www.generationenmanifest.de/

Aktion zur Unterzeichnung des Atomwaffenverbotsvertrages

Heute, am 20.09.2017, nur einen Tag vor dem Internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen, hat Deutschland die Chance, Geschichte zu schreiben: atomwaffenverbotsvertrag beitreten fotoaktion vor auswrtigem amt in bonn 37148382102 oWenn es zusammen mit mehr als 120 anderen Staaten, die ihre Unterschrift bereits zugesichert haben, den im Juli beschlossenen Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnet. Doch die Bundesregierung hat bereits angekündigt: Sie wird nicht unterzeichnen, so wie sie auch bei den Vertragsverhandlungen schon nicht teilgenommen hat. Wir wollen dieses Nein zu einer atomwaffenfreien Welt so nicht hinnehmen! Deshalb haben wir heute gemeinsam mit den Kolleg*innen vom Netzwerk Friedenskooperative vor dem Auswärtigen Amt in Bonn protestiert.

Wir fordern: Herr Gabriel, fliegen Sie nach New York! Unterzeichnen Sie diesen Vertrag! Für Deutschland, für uns, und für alle Generationen, die nach uns kommen.

Außerdem haben wir einen offenen Brief an die Bundeskanzlerin und den Bundesaußenminister geschickt, den Sie hier als PDF lesen können.

Kenia meets Germany - Rebecca Lolosoli zu Besuch in Bonn

Am Donnerstag, dem 14.09.2017, war Rebecca Lolosoli, Gründerin des ersten Frauendorfes in Kenia, zum zweiten Mal nach 2015 zu Gast bei uns in Bonn. Wir sind immer noch voll von den Eindrücken, die sie mit uns zu ihrem Leben im Frauendorf Umoja geteilt hat. Wie die Frauen aus dem Stamm der Samburu gegen die unglaublich patriarchalen Traditionen und Strukturen, mit denen sie aufgewachsen sind, ankämpfen – das ist wirklich sehr beeindruckend. Rebecca schilderte, wie wenig das Leben einer Frau in ihrer Region wert ist, wie selbstverständlich es bisher war, dass Männer ihre Frauen vergewaltigen, schlagen und sogar töten, ohne dass sie dafür zur Rechenschaft gezogen werden. Sie erzählte davon, wie es ihr und den anderen Frauen in jahrzehntelangem zähen Ringen gelungen ist, sich ihre Rechte als Frauen und Mädchen zu erkämpfen. Und davon, wie das Frauendorf Umoja so zu einer beispielhaften – und wirtschaftlich erfolgreichen! – Gemeinschaft werden konnte, von der nun die ganze Region profitiert. Denn die Frauen aus Umoja teilen das Wasser aus ihrem modernen Brunnen, das Know-How der Gartenkultur in Pflanz-Säcken, das Bewusstsein des Unrechts der Genitalverstümmelung bei Mädchen sowie die neu gebaute Schule bereitwillig und gerne mit den Menschen aus den umliegenden Dörfern.                20170914 211744 resized 2

Am nächsten Tag ging es für Rebecca weiter, sie traf mehr als 100 Bonner Schülerinnen und Schüler, die ihr aufmerksam zuhörten und viele kluge Fragen stellten. Mit Sicherheit eine beeindruckende Begegnung für die Jugendlichen. Wir danken unserer Mitgliedsorganisation, dem Freundeskreis Umoja e.V., für die Vermittlung dieses Kontakts zu einer einzigartigen Fraueninitiative in Kenia. Und wir danken der Bundesstadt Bonn, die die Veranstaltungen finanziell gefördert hat.

Eins wollen wir allerdings nicht unerwähnt lassen: Eigentlich sollte Rebecca in den vier Wochen, die sie in Deutschland verbringt, von ihrem Sohn Tom begleitet werden. Er ist ihre rechte Hand in Umoja und so etwas wie ein Geschäftsführer im Dorf, außerdem ein wichtiger Projektpartner für die deutschen Frauen vom Freundeskreis Umoja und die zahlreichen Sponsor*innen und Entwicklungsexpert*innen. Wir hatten uns sehr auf die Begegnung mit ihm gefreut. Aber die Deutsche Botschaft in Kenia hatte etwas dagegen – und verweigerte ihm kurz vor der geplanten Abreise das Visum. Die Begründung: Es war ihnen nicht sicher genug, dass er auch tatsächlich vorhatte, wieder nach Kenia zurückzukehren. Mit anderen Worten: Er hätte ja auf die Idee kommen können, hier Asyl zu beantragen oder gar illegal unterzutauchen. Dass das in seinem Fall noch nicht mal ansatzweise zutrifft, brauchen wir hier nicht auszuführen. Was für ein respektloses, beschämendes Verhalten der deutschen Behörden, die Tom den Stempel "Afrikaner, jung, männlich, potentieller Wirtschaftsflüchtling" aufdrücken, ohne näheres Ansehen der Umstände und der besonderen Rolle, die er in seiner Region und auch für seine Projektpartner*innen hier in Deutschland spielt. Wir sind immer noch – wie es eine Teilnehmerin ganz richtig ausdrückte – „stinksauer“! Wir und der Freundeskreis Umoja werden diese Entscheidung nicht einfach hinnehmen.

Stopp Airbase Ramstein- Aktionswoche mit Musikfestival

ein Bericht von Erika Christmann, Mitglied im Vorstand des FNF und der Gruppe „Frauen wagen Frieden“ zu der Aktionswoche mit Musikfestival vom 03.-10.09.17

Ramstein LogoJa, anstrengend und aufregend war für mich und unsere Pfälzer Initiative „Entrüstet euch“ die von uns unterstützte überregionale Kampagne „Stopp Airbase Ramstein“. Im Rahmen dieser Kampagne wurde durch vielfältige, beeindruckende Veranstaltungen gegen den US-Militärstützpunkt Ramstein protestiert, gegen dieses zentrale Drehkreuz für die Vorbereitung und Durchführung völkerrechtswidriger Angriffskriege und Drohneneinsätze, u.a. im Irak, Afghanistan, Pakistan, Jemen und Syrien. Anstrengend, weil die Planungen sich monatelang hinzogen und weil es insbesondere viele Widerstände bei den örtlichen Behörden gab, Plätze und Räume zur Verfügung zu stellen. Aufregend, ob es mit der Infrastruktur und Finanzierung klappen wird, ob so viele Menschen wie erwartet kommen, ob wir genügend Helfer*innen haben?

Mit einem achttägigen Friedenscamp begann die Aktionswoche, mehr als 800 Menschen, junge, alte, Familien mit Kindern, lebten zusammen, hatten interessante Diskussionsrunden, knüpften Vernetzungen, und engagierten sich dann auch als Helfer*innen bei der Durchführung der Menschenkette. Etwa 300 Menschen kamen aus ganz Deutschland und fast allen Kontinenten zu dem internationalen Kongress „Militärbasen weltweit und ihre geostrategischen Bedeutungen“. Für mich war der Höhepunkt die bewegende, ja prophetische Rede des Theologen Eugen Drewermann vor 1.200 Menschen in einer Abendveranstaltung zum Thema “Nein zu Drohnen und Atomwaffen – Ja zu Frieden und Gerechtigkeit weltweit“, nachzulesen in http://luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP15017_140917.pdf.

Etwa 5.000 Menschen kamen zur Menschenkette, um von der Bundesregierung zu fordern, den USA die Nutzung der Air Base als Basis zur Drohnenkriegsführung zu verbieten, die Satellitenrelaisstation zu schließen, die Anschaffung von Kampfdrohnen für die Bundeswehr abzulehnen, sowie Atomwaffen zu ächten. Als ich meinem jungen Nachbarn meine Freude mitteilte, dass er aus Magdeburg mit einem Freund angereist sei, sagte er: „Ist doch ganz klar, wir sind noch jung und wollen doch noch länger leben.“ Es waren erstaunlich viele junge Menschen dabei. Bedauert habe ich jedoch, dass die Menschen aus der Umgebung sich so wenig an den Protesten beteiligen. Darauf habe ich auch in meiner Rede bei der Auftaktkundgebung hingewiesen. Bei den Kundgebungen ging es aber auch u.a. um eine eindeutige Ablehnung jeder weiteren Aufrüstung und um ein grundsätzliches Umdenken hin zu ziviler Konfliktbearbeitung, um Bekämpfung der Fluchtursachen, um weltweite Gerechtigkeit. Insbesondere wurde auch gefordert, die Konfrontationspolitik mit Russland zu überwinden.

Das anschließende Friedensfestival im Kulturzentrum Kammgarn in Kaiserslautern mit regionalen und namhaften überregionalen Künstler*innen sorgte für einen guten Abschluss der Aktionstage. Sehr beeindruckend dabei die Videobotschaft von Dieter Hallervorden. Er forderte leidenschaftlich Engagement für Frieden und Abrüstung, insbesondere von Künstler*innen und Medienmacher*innen, nachzuhören hier: https://www.youtube.com/watch?v=4PtnMEtWz-c .

Einer der Organisator*innen resümierte: „Als Einzelaktion war dies mit Abstand die größte Friedensaktion in Deutschland. Sie war in der besten Tradition der Friedensbewegung breit, bunt und jung, pluralistisch, vielfältig, solidarisch, internationalistisch sowie antifaschistisch.“ Dem kann ich nur zustimmen, auch wenn einige inhaltliche Differenzen bleiben, die bei verschiedenen Veranstaltungen aufgetreten sind – und über die wir weiter diskutieren müssen.

Sommerfest im Haus der FrauenGeschichte in Bonn

Ein Bericht von Kira Lizza, Praktikantin beim FNF


Besuch im HdfgAm Mittwoch, dem 19.07.2017, waren Ute Fischer und ich als Vertreterinnen des FNF bei unfassbar warmen Temperaturen zu Gast beim Sommerfest des Hauses der FrauenGeschichte in der Bonner Altstadt. Zu unserem Glück war das Gebäude schön kühl – es ist also nicht nur im Winter einen Museumsbesuch wert!

Das Haus der FrauenGeschichte und das Frauennetzwerk für Frieden verbindet u.a. das gemeinsame Interesse an Bertha von Suttners Leben und Wirken sowie das Bestreben, ihren Beitrag zum Frieden nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Bei Kaffee, Kuchen und anderen mitgebrachten Snacks wurde auf die Arbeit und das Ergebnis der kürzlich erschienenen und sehr gelungenen Broschüre „Bonner Frauen(orte) – von Adelheidis bis Witwe Zuntz“ angestoßen. In der Broschüre ist auch ein Kurzportrait Bertha von Suttners mit Bild unserer Stele zu finden. Nachdem wir uns in dem Museum ein wenig umgesehen hatten, stellten wir fest, was für ein Versäumnis es ist, dass dieses Haus so schnell übersehen wird! Es gibt leider keinen Hinweis auf einem Straßenschild, weil die finanziellen Mittel hierfür fehlen. Wir selbst sind zuvor noch nicht dort gewesen, werden dies aber so schnell wie möglich mit mehr Ruhe und Zeit nachholen. Die Aufbereitung der Exponate sowie die Fülle an Informationen haben uns sehr beeindruckt. Man darf die Größe des Museums von außen nicht unterschätzen.

Im Anschluss an unsere „Kurzbesichtigung“ haben wir gemeinsam eine Aufnahme eines Kabaretts aus dem Jahre 1993 mit dem Titel „Justitia kotzt“ gesehen. Trotz fast 25 Jahren hat das Stück kaum an Aktualität verloren und die pointierten Spitzen haben für den einen oder anderen Lacher in der Runde gesorgt.

Wir hatten einen schönen und interessanten Nachmittag im Haus der Frauengeschichte und danken an dieser Stelle noch einmal für die nette Einladung!

Falls Sie nun auch Lust haben, das Museum zu besuchen: Das HdFG hat jeden Mittwoch von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie an jedem letzten Samstag im Monat von 13:00 bis 17:00 für Sie geöffnet. Für Kinder und Jugendliche bis einschl.10 Jahre ist der Eintritt frei. Ein normales Einzelticket kostet 3,50 Euro, ermäßigt: 2,50 Euro.
Weitere Details zu Eintrittspreisen und Führungen finden Sie unter: http://www.hdfg.de/besuch.php#Oeffnungszeiten

Das HdFG freut sich auch sehr über Spenden, denn die Finanzierung des Hauses ist jedes Jahr aufs Neue sehr unsicher: http://www.hdfg.de/online-spende_hdfg.php

 

Newsletter April bis Juni 2017

Wir freuen uns Ihnen den aktuellen Newsletter (April - Juni 2017) präsentieren zu können!

FNF Newsletter April bis Juni 2017


Es ist viel passiert rund ums FNF - ein Ausflug in das Lavendellabyrinth in Kastellaun, gemeinsames Flagge-Zeigen gegen Atomwaffen und für den Frieden in Büchel, eine Aktion zum Gedenken an den 103. Todestag Bertha von Suttners, Arbeit an neuen Projekte und vieles mehr.

Ebenso viel steht auch für die kommende Zeit auf der Agenda: Im Rahmen der Bonner Friedenstage veranstaltet das FNF eine Friedensschifffahrt von Bonn nach Remagen, Rebecca Lolosoli, Gründerin des ersten Frauendorfs in Kenia, wird gemeinsam mit ihrem Sohn im Haus MIGRApolis über das Frauendorf Umoja berichten, der Friedenslauf der Bonner Schulen wird erneut stattfinden aber auch über die Friedenstage hinaus sind noch weitere Verantstaltungen in Planung. Näheres dazu finden sie unter: https://www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de/termine.html

Unser Newsletter erscheint in unregelmäßigen Abständen zwischen zwei- und fünfmal im Jahr. Das Newsletterarchiv finden Sie auf unserer Website. Gerne können Sie sich für unsere zukünftigen Newsletter in unseren Mailverteiler eintragen lassen. Schreiben Sie uns dazu einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Wir wünschen Ihnen einen erholsamen Sommer!

 

„Lernen mit Bertha“ - ein Studienprojekt im Praktikum beim FNF

von Daniela Leckler

Die Zeit beim Frauennetzwerk war spannend, vielseitig und arbeitsintensiv. Bei meinem Praktikum stand die Frage "Was können wir von Bertha von Suttner lernen?" im Mittelpunkt. Antworten auf diese Frage sind nun als Ergebnis meines Projekts auf der Website unter "Lernen mit Bertha" zu erleben. Dort ist eine vielseitige E-Learning-Umgebung zu den Themen Bertha von Suttner, Gewalt/Frieden/Konflikt, dem Friedensnobelpreis und seinen Trägerinnen entstanden.

Toll war es mitzubekommen, wie mit geeinten Kräften produktiv Neues entsteht. Sei es bei der Fahrt nach Büchel, um gegen die letzten Atombomben auf deutschen Boden zu demonstrieren oder bei der Aktion an der Bertha-Stele zum 103. Todestag von Bertha von Suttner: Es lief wie am Schnürchen! Mobilisieren, Fahrgemeinschaften organisieren, Plakate und Flyer gestalten, wetterfest machen (ob Regen, Kälte oder Sonne), dekorieren, mit Menschen in Kontakt treten,… alles wirkte selbstverständlich, doch der Einsatz dahinter war immens. Trotzdem, der Spaß und das leibliche Wohl blieben dabei niemals auf der Strecke! Das habe ich gelernt: Hier wird aktiv Frieden gemacht! Oder um mit Bertha zu sprechen: “Damit aber das Werk sich verwirklicht, müßte neben dem gesprochenen Wort auch der tätige Wille einsetzen“ – das ist im FNF absolut der Fall! Es war eine schöne Zeit mit sympathischen, intelligenten und herzlichen Frauen, die sich hoffentlich auch über das Praktikum hinaus fortsetzt. Deshalb habe ich mich entschlossen, dem FNF als Mitglied beizutreten. Vielen Dank an dieser Stelle für die tolle Zusammenarbeit und Unterstützung!

Und wir danken dir, Daniela, sehr herzlich für deine Mitarbeit! Wir finden, mit „Lernen für Bertha“ hast du ein tolles Studienprojekt verwirklicht und wünschen dir nun viel Erfolg beim Schreiben deiner Projektarbeit.

„Lernen mit Bertha“ ist…
Lernen mit Bertha App… ein Projekt, das das Andenken an das Friedenswerk von Bertha von Suttner bewahren und verbreiten will
… ein E-Learning-Angebot, das kostenlos vielseitige Apps, Präsentationen, eine Ausstellung, Videos, ausge-wählte Links und Hörstationen zum Thema anbietet
… ein Baustein für Friedenskompetenz
… geeignet für Jugendliche ab Klasse 8 und auch für Erwachsene spannend
… und vielseitig zu verwenden: privat zu Hause, in der Schule, in Jugendgruppen, usw.

Einfach reinschauen und mitspielen – wir freuen uns über ein Feedback!
https://www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de/themen/bertha-von-suttner/lernen-mit-bertha.html

Besuch in Kastellaun: Lavendellabyrinth und Museumsbesuch

Kastellaun, die kleine Stadt im Hunsrück, war das Ziel einer Gruppe von FNF-Frauen am Samstag, dem 08. Juli 2017. Beim gemeinsamen Demonstrieren im Juni in Büchel hatten die Kastellauner Frauen zum Besuch der Friedensabteilung im Museum der Burg Kastellaun eingeladen. Karin Suppus, aktiv in der Friedensinitiative Hunsrück, erläuterte anhand der unterschiedlichsten Exponate die spannende Entwicklung der Friedensinitiative Hunsrück gegen die dortige Lagerung von Atomraketen. Zu den Protesten strömten in den 1980er Jahren Menschen aus ganz Deutschland. Da Karin Suppus von Anfang an beteiligt war, erzählte sie auch Geschichten hinter der Geschichte, z.B. die über die Malaktion der berühmt gewordenen Kuh an der Scheunenwand, die eine Rakete auf ihre Hörner spießt. Die gleiche Bäuerin stellte auch ein großes Stück Land als Friedensacker zur Verfügung, auf dem Mahnkreuze von Gemeinden aus allen Teilen Deutschlands aufgestellt wurden. Leider ist der Verbleib der Friedensabteilung in der Burg gefährdet.

Besuch des Frauennetzwerks für Frieden des Lavendellabyrinths in KastellaunDas Frauennetzwerk für Frieden im Lavendellabyrinth in Kastellaun

Danach lockte das Lavendellabyrinth, ins Leben gerufen und liebevoll betreut von FNF-Mitglied Christa Wendling. Da es sich um keinen Irrgarten handelt, sondern um ein Labyrinth, ist der Weg zur Mitte unumkehrbar vorgegeben – für uns ist die Mitte das Menschenrecht auf Frieden. Wir danken Christa für einen unvergesslichen, sommerlichen Nachmittag!

 

Besuch im Museum mit Kastellauner Kuh :)

Kastellaun Kuh 2 2 gedreht

Neues Projekt: Straßenergänzungsschilder für den Bertha-von-Suttner-Platz in Bonn

Der Bertha-von-Suttner-Platz ist heute einer der belebtesten Plätze in Bonn – doch wer kennt noch seine Namensgeberin und die Hintergründe der Namensgebung? Nach dem Zweiten Weltkrieg lag dieser Teil der Stadt in Trümmern und der Name der ersten Friedensnobelpreisträgerin war mit Bedacht gewählt: Die Vertreter*innen von Politik und städtischer Verwaltung signalisierten damit im August 1949 ihr klares Bekenntnis zum Frieden: „Die Waffen nieder! Nie wieder Krieg!“ Doch dieser wichtige Zusammenhang zwischen den   Erfahrungen aus dem Krieg und der Namensgebung ging mit den Jahren verloren.Straßenschild am Bertha-von-Suttner-Platz in Bonn

Deshalb möchte das FNF nun die Straßenschilder, die den Platz umgeben, mit entsprechenden Informationen ergänzen: Mit Berthas Lebensdaten, dem Hinweis auf ihren Friedensnobelpreis und – wenn möglich – einem Hinweis auf die Geschichte der Namensgebung des Platzes. Den Text haben wir ausgearbeitet und die entsprechenden Stellen bei der Stadtverwaltung Bonn kontaktiert. Unser nächster Schritt ist nun der formale Antrag bei der Stadt Bonn.

Doch die Schilder gibt es nicht umsonst: Jedes kostet mindestens 130,- Euro. Helfen auch Sie/hilf auch du uns mit einer Spende, das Projekt zu realisieren! Auch kleine Beträge helfen weiter. Für das erste Schild haben wir schon zwei großzügige (anonyme) Spender*innen – das Projekt kommt also in Gang :)!

Spendenkonto: Frauennetzwerk für Frieden e.V., IBAN: DE 97 3705 0198 0000 0520 19, Stichwort Bertha-von-Suttner-Platz

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
      Ansprechpartnerin: Heide Schütz

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn