Ein neuer Newsletter zur Jahresmitte!

screenshot ersteseiteDas zweite Quartal liegt nun auch schon hinter uns, und wir möchten Sie/Euch in unserem neuen Newsletter über unsere Arbeit der letzten drei Monate informieren, beispielsweise über unseren mittlerweile dritten Protest in Büchel, den Besuch unserer Praktikantin Annegret im Berlin zu einem Austausch des "Bündnis 1325" und des Auswärtigen Amts oder zu Bertha von Suttners 175. Geburtstagsfeier in Den Haag. Doch es gibt auch Neuigkeiten aus unserem Büro zu berichten und einen Ausblick auf das, was Sie/Euch in den nächsten Monaten erwarten wird ‒ unter anderem Elise Koppers Workshop "Geschlecht in Krieg und Frieden" beim Bonn City Camp am 04. August und unser Projekt FRIEDENSRAUM im Rahmen der Bonner Friedenstage.

Alle vorherigen Newsletter des FNF sind in unserem Newsletter-Archiv abrufbar.

FNF goes Strasbourg

Ein Bericht von Annegret Krüger, Praktikantin beim FNF

Foto: FNF; Council of EuropeNach Berlin (siehe vorheriger Bericht) ging es gleich weiter mit dem Thema „UN-Resolution 1325“. Denn am 27.06. nahmen wir – Heide Schütz (FNF-Vorsitzende) und Annegret Krüger (Praktikantin) an einem besonderen „Side event“ (kleine Konferenz am Rande einer Tagung) im „Council of Europe“ (Europarat) in Straßburg teil. Thema war die Umsetzung der UN-Sicherheitsrat Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ und der Beitrag von Frauen zum globalen Frieden. Organisiert wurde das Ganze vom Finnischen Parlament und der INGO-Konferenz (Konferenz der Internationalen Nichtregierungsorganisationen). Gespannt hörten wir hochkarätigen Redner*innen zu. Unter anderem sprachen der bangladeschische Botschafter, ehemaliger Under-Secretary-General der Vereinten Nationen und entscheidender Unterstützer der Verabschiedung der Resolution 1325 - Anwarul K. Chowdhury, außerdem Rajaa Altalli – Mitglied des „Women’s Advisory Board“ für den UN-Sondergesandten für Syrien sowie Maria Hadjipavleu und Biran Mertan, Mitglieder des zyprischen „Gender Advisory Teams“. Alle gaben interessante Einblicke in ihre Arbeit im Zusammenhang mit der Resolution 1325 und hielten Statements zu deren Umsetzung. Der Botschafter Anwarul K. Chowdhury erklärte die Resolution und ihr Zustandekommen im Jahr 2000, ihre Bedeutung und den positiven Effekt der Umsetzung auf den Weltfrieden. Folgendes Zitat blieb uns besonders in Erinnerung: „I am proud to be a feminist. All of us need to be. That is how we make our planet a better place to live for all.“ Alle, die Interesse haben, die beeindruckende Rede in ganzer Länge nachzulesen, können das hier tun. Rajaa Altalli sprach über den Beitrag, den syrische Frauen zum Frieden leisten, trotz der Nichtumsetzung der Resolution 1325.  Die beiden zyprischen Frauen – eine aus dem türkischen und die andere aus dem griechischen Teil Zyperns-  berichteten, welchen Beitrag Frauen hinsichtlich der Zukunft Zyperns leisten. Ziel der Veranstaltung war es, die Umsetzung der Resolution zu unterstützen und weiterhin voranzubringen.
Nach Ende der Veranstaltung nutzten wir die Zeit mit den beeindruckenden Persönlichkeiten ins Gespräch zu kommen, Ideen auszutauschen und Erinnerungsfotos zu machen.Foto: FNF; Selfie

Da wir bereits am Vortag der Veranstaltung angereist waren, konnten wir in Ruhe das schöne Städtchen Straßburg erkunden und französisches Essen und Wein kosten.

 Foto: FNF                                                                                                                                                                                                                                                                            Selfie mit Anwarul K. Chowdhury

Friedensraum - unser Angebot für Schulen

Projektbeschreibung Friedensraum 2018 FNF G.I.F.T. kleinIm Rahmen der Bonner Friedenstage im September 2018 bieten das europäische Theater-Ensemble „G.I.F.T.“ (German Italian French Theater) und das Frauennetzwerk für Frieden vom 18.-24. September im „Hansa-Haus“ Bonn-Bad Godesberg einen FRIEDENSRAUM an, der jungen Menschen die Möglichkeit bietet, mit Hilfe der Kunstform des Theaters Themen wie Krieg, Frieden, Migration und Fremdenfeindlichkeit zu reflektieren.

Neben der neuen G.I.F.T.-Produktion „Zäsur-Cesura-Césure“, einem Stück zu 100 Jahren nach Ende des Ersten Weltkrieges, können im Zeitraum von 18.-24. September die G.I.F.T. –Stücke „Immigro ergo sum“ zu Gender- und Migrationsproblematiken sowie „Xeno ovvero l’Antagonisa (Der Fremde oder der Gegenspieler)“, eine Collage zu Fremdenfeindlichkeit, besucht werden. Die mehrsprachigen Texte der Stücke sind von Ensemble-Mitgliedern geschrieben; die Aufführungen werden jeweils mit deutscher und englischer Übersetzung angeboten. Ein Gastspiel aus Den Haag über die dramatische Reise der koreanischen Delegation zur Haager Friedenskonferenz von 1907 rundet das Programm ab. Parallel zu den Theaterstücken zeigen wir die Ausstellung „Bertha von Suttner – ein Leben für den Frieden“ im FRIEDENSRAUM.

Das Theaterangebot eignet sich insbesondere für Oberstufenschüler*innen. Weitere Informationen finden sich hier.


Lehrerinnen und Lehrer können mit ihren Schüler*innen gerne die Abendvorstellungen besuchen; wir bieten jedoch Schulenzusätzlich auch die Möglichkeit, Vormittagsvorstellungen zu reservieren. Bitte sprechen Sie dazu einen Termin mit der Regisseurin, Eugenia Fabrizi, ab.  


Preise für Schüler*innen: 7,- Euro pro Person.

Für Rückfragen erreichen Sie uns unter:

Eugenia Fabrizi (Regisseurin G.I.F.T.)                Heide Schütz (Vorsitzende Frauennetzwerk für Frieden)

+49 (0)171 99 50 858                                        +49 (0)172 70 65 596

Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!                                      Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

www.gift-theater.com                                       www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de 



Bereits feststehende Aufführungstermine in der Zeit vom 18.-24.09.2018:

„Zäsur-Cesura-Césure“: Freitag, 21. September und Samstag, 22. September

Gastspiel aus Den Haag: Sonntag, 23. September

Die Termine für die Stücke „Immigro ergo sum“ und „Xeno ovvero l’Antagonisa (Der Fremde oder der Gegenspieler)“ stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest, werden allerdings in Kürze bekannt gegeben.

Die Ausstellung „Bertha von Suttner – ein Leben für den Frieden“ wird durchgängig gezeigt. Eine kurze Führung durch die Ausstellung können wir bei Interesse gerne organisieren.

FNF goes Berlin

 Ein Bericht von Annegret Krüger, Praktikantin beim FNF

Foto: FNF; Podiumsdiskussion im Auswärtigem AmtDas FNF ist Teil des zivilgesellschaftlichen „Bündnis 1325“ – ein Zusammenschluss von verschiedenen NROs, Initiativen und Einzelpersonen, die sich regelmäßig mit dem Auswärtigen Amt über die Umsetzung der Meilenstein-Resolution der Vereinten Nationen 1325 und besonders des Nationalen Aktionsplans der Bundesregierung Deutschland austauschen. In diesem Aktionsplan ist festgeschrieben, dass die Zivilgesellschaft an der Umsetzung beteiligt werden soll. Neben der Konsultationsgruppe gibt es mindestens zweimal im Jahr einen fachlich-operativen Austausch zu spezifischen Themen und Länderschwerpunkten. Ein solcher Austausch fand am 25. Juni im Auswärtigen Amt in Berlin zum Thema „Gendersensible Konfliktanalyse“ statt, woran ich als Vertreterin des FNF teilnahm. Die Runde wurde mit einer Podiumsdiskussion eröffnet. Auf dem international besetzten Podium waren Sophia Close (Conciliation Resources), Sara Lindvall (Folke Bernadotte Academy), Anna Shotton (zivile Beraterin für die „UK Stabilisation Unit“) und Ulrike Schmidt (OSZE) vertreten. Die Frauen berichteten von ihren fachlichen und persönlichen Erfahrungen zum Thema und tauschten sich über Methoden zur gendersensiblen Konfliktanalyse aus. Im zweiten Teil ging es dann in drei verschiedenen Workshops weiter. Ich selbst nahm am Workshop „Operationalization“ teil. Dabei ging es vor allem um die Planung einer gendersensiblen Konfliktanalyse, deren Datenerfassung und Datenanalyse. Die Zeit in den Workshops war leider sehr knapp bemessen, sodass nicht allzu viel Zeit für einen Austausch blieb und es schnell wieder in die große Runde ging, wo die Ergebnisse der einzelnen Workshops kurz präsentiert wurden.
Im ersten Workshop ging es um „Konzepte und Instrumente“. Es wurden drei Methoden in drei Ländern (Mexiko, Ruanda, Polen) besprochen. In der zweiten (meiner) Gruppe ging es u. a. um Normen, den „Do-No-Harm“-Ansatz und den Umgang mit Erwartungen an eine solche Analyse. Der dritte Workshop hatte den Übergang von der Analyse zur Umsetzung zum Thema, wobei natürlich wichtig ist, dass sich die nachfolgenden operativen Handlungen an den Ergebnissen der Analyse orientieren. Abschließend blieb auch noch Zeit, mit anderen Organisationen und Personen ins Gespräch zu kommen bzw. zu netzwerken. Alles in allem ein produktiver und informativer Tag in Berlin.

Das FNF ist nun auch auf Instagram!

FNF Instagram Treffen 28.06.2018Auf Facebook ist das FNF schon einige Jahre unterwegs, doch nun wagen wir uns auch auf Instagram! Seit diesem Monat hat das FNF einen eigenen Instagram-Account, der bereits fleißig von unseren Praktikantinnen bestückt wird. Um diese für uns neue Social Media-Plattform bestmöglich für unsere Öffentlichkeitsarbeit zu nutzen, gab es heute ein erstes FNF-Instagram-Treffen, bei dem wir Technisches geklärt, Zuständigkeiten verteilt und Strategisches erörtert haben.

Wir sind froh, dass wir so viele junge Frauen in unseren Reihen haben, die uns die ganz eigenen Regeln dieses Mediums rund um Filter, Hashtags und Reichweitenmaximierung näherbringen und den Account von nun an betreuen werden. Falls Sie einen eigenen Instagram-Account haben: Wir würden uns freuen, wenn Sie uns auch dort folgen würden: https://www.instagram.com/frauennetzwerkfuerfrieden/.

Das "FNF-Instagram-Team" von links nach rechts: unsere aktuelle Praktikantin Annegret, FNF-Geschäftsführerin Elise, FNF-Schatzmeisterin Kira, unsere ehemalige Praktikantin Jenni T., FNF-Vorstandsfrau Jenni I. und Marlene, eine weitere ehemalige Praktikantin.

 

 

FRIEDENSRAUM: Unser Projekt für die Bonner Friedenstage 2018

Einstimmig für Menschenwürde und Frieden, mehrsprachig gegen Menschenhass und Krieg

Projektbeschreibung Friedensraum 2018 FNF G.I.F.T. klein
Seit dem Ende des Ersten Weltkrieges sind 100 Jahre vergangen. Anlass genug, um in Hinblick auf ein vergangenes Jahrhundert und das aktuelle Zeitgeschehen innezuhalten und einen Raum für Reflexion und Diskussion zu schaffen.

Im Rahmen der Bonner Friedenstage im September 2018 bieten in Kooperation das Frauennetzwerk für Frieden und das europäische Ensemble „G.I.F.T. (German Italian French Theater)“ vom 18.-24. September im „Hansa-Haus“ Bonn-Bad Godesberg einen solchen Raum an. Parallel zu einer Dauerausstellung und Führungen zum Leben und Schaffen von Bertha von Suttner, Friedensnobelpreisträgerin 1905, wird G.I.F.T. seine neue Produktion „Zäsur-Cesura-Césure“ uraufführen.

Das Ende des Ersten Weltkrieges stellt einen tiefen Einschnitt, eine Zäsur im Weltgeschehen dar. In einem mehrsprachigen Briefwechsel mit deutscher bzw. englischer Übersetzung zeigen sich die Auswirkungen der Katastrophe zu Beginn des 20. Jahrhunderts in bewegender Weise. Denn sie werden aus der Perspektive von Menschen geschildert, die sowohl in den Krieg getrieben als auch freiwillig oder aus sozialer Not zu Kriegsagierenden werden, obwohl sie sich eigentlich nach Geborgenheit, Freundschaft und Liebe sehnen. Verdichtet auf die tiefe Kerbe, die das Kriegsgeschehen in engste zwischenmenschliche Beziehungen schlägt, zeigt sich die Absurdität des Krieges am eindringlichsten.

Neben „Zäsur-Cesura-Césure“ und der Ausstellung „Bertha von Suttner – ein Leben für den Frieden“ können im Zeitraum von 18.-24. September außerdem die G.I.F.T. –Stücke „Immigro ergo sum“, welches Gender- und Migrationsproblematiken behandelt, sowie „Xeno ovvero l’Antagonisa (Der Fremde oder der Gegenspieler)“, eine Collage zu Fremdenfeindlichkeit, besucht werden. Die Texte der Stücke sind von Ensemble-Mitgliedern geschrieben; die Aufführungen werden jeweils mit deutscher und englischer Übersetzung angeboten. Ein Gastspiel aus Den Haag über die dramatische Reise der koreanischen Delegation zur Haager Friedenskonferenz von 1907 rundet das Programm ab.

Nach jeder Veranstaltung wird eine Frage- und Diskussionsrunde eröffnet, zu der vor allem junge Leute herzlich eingeladen sind. Das Programm richtet sich damit vor allem, aber nicht nur, an Schulen und Universitäten. Die englischen Übertitel ermöglichen es, ein internationales Publikum zu erreichen. Gemeinsam wollen wir im Begegnungsraum „Hansa-Haus“ konstruktive Dialoge z.B. zu den folgenden Fragen führen: Was können wir aus der Geschichte lernen? In was für einer Gesellschaft leben wir heute? Wie können wir ein würdevolles Miteinander aller Menschen erreichen? GIFT Logo

Die Kosten für die Realisierung (Gagen für die Schauspieler*innen, Reisekosten, Raummiete etc.) werden auf ca. 7.100 Euro geschätzt, die neben dem Ticket-Verkauf über Sponsoring und Spenden sichergestellt werden müssen. Wir bitten Sie, uns bei der Realisierung dieses Projektes zu unterstützen. Denn das Ergründen von Wirken und Friedensvisionen von realen Personen wie Bertha von Suttner sowie eindrucksvolle Theatererlebnisse, in denen das lebendige Spiel abstrakte Geschehnisse in persönliche Schicksale einkleidet, können oft mehr bewegen als nüchterne Petitionen. Sie sprechen das Denken und das Fühlen gleichermaßen an und führen so zu einem Erkenntnisprozess: Kriege werden von Menschen gemacht – Frieden auch!

Kontakt:

Eugenia Fabrizi (Regisseurin G.I.F.T.), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!www.gift-theater.com

Heide Schütz (Vorsitzende Frauennetzwerk für Frieden), Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.frauennetzwerk-fuer-frieden.de, Tel: 0228/626730


Spendenkonto:

Sparkasse KölnBonn,      IBAN: DE97 3705 0198 0000 0520 19,      SWIFT-BIC: COL SDE 33,     Verwendungszweck: „Bonner Friedenstage 2018“

Alle Infos auch hier als PDF.

 

Berthas Todestag

Bericht von Annegret Krüger, Praktikantin beim FNF

Berthas Todestag

Berthas Todestag2

Zum Gedenken an den heutigen Todestag von Bertha von Suttner haben wir einen schönen Strauß Blumen an der Bertha-Stele abgelegt. Zusätzlich haben wir für die vorbeikommenden Passant*innen ein kleines Schild an der Stele angebracht, das an den Todestag und an ihre überlieferten letzten Worte erinnert: "Die Waffen nieder! Sagt es allen!"

Mitgliedschaft beim "Eine Welt Netz NRW"

Logo Eine Welt Netz NRWWir freuen uns, dass wir nun Mitglied beim Eine Welt Netz NRW sind!

Das Eine Welt Netz ist seit 1991 das Landesnetzwerk entwicklungspolitischer Vereine und Engagierter in Nordrhein-Westfalen und setzt sich unter anderem für Welt-Entwicklungsziele ein. In diesen Sustainable Development Goals (SDG) der Vereinten Nationen ist Frieden das Ziel Nr. 16, Geschlechtergerechtigkeit das Ziel Nr. 5; Frieden und Entwicklung sind untrennbar. Von daher freuen wir uns auf eine gute Zusammenarbeit!

‚Friends of Bertha‘ feiern den 175. Geburtstag von Bertha von Suttner in Den Haag - vom 08.06. - 10.06.18

Foto:FNFDen Haag ist mit der Person und dem Werk Bertha von Suttners eng verbunden. Bei beiden Haager Friedenskonferenzen, 1899 und 1907, spielte sie eine wichtige Rolle als unermüdliche Lobbyistin und Advokatin für Abrüstung und internationale friedensfördernde Strukturen, zum Beispiel für den Internationalen Schiedsgerichtshof. Die Einladung zur Geburtstagsfeier, die wir gerne annahmen, kam vom kürzlich gegründeten „Bertha von Suttner Peace Institute“ und überschnitt sich mit eigenen Plänen für Bonn. So kam es, dass zwei Gruppen gebildet wurden, von der eine nach Den Haag fuhr und die andere in Bonn aktiv wurde.
Am Vortag des Geburtstages bekamen alle Teilnehmer*innen im Bertha von Suttner Haus die Chance, ihre eigenen Projekte aus den vergangenen 15 Jahren vorzustellen und die Aktivitäten der international verstreuten ‚Friends of Bertha‘ kennenzulernen. Sie kamen u.a. aus den Niederlanden, Georgien, Rumänien, Norwegen, Deutschland, England, Österreich, den USA, Schweiz, Iran, Frankreich, … So entstanden zukunftsträchtige Kontakte und Ideen, deren Entwicklung wir mit Spannung entgegensehen. Dazu gehört insbesondere das Friedensprojekt in Zugdidi, Georgien, das von jungen Frauen bereits so weit auf den Weg gebracht wurde, dass noch für dieses Jahr die Verleihung eines Bertha von Suttner Friedenspreises und die Vernissage der Ausstellung „Ein Leben für den Frieden“ fest eingeplant ist.

Der Friedenspalast – eine Stiftung von Andrew Carnegie - war der offizielle Veranstaltungsort für die eigentlichen Feierlichkeiten anlässlich des 175. Geburtstages von Bertha von Suttner am Samstag, dem 9. Juni. An der Einweihung des Friedenspalastes hatte sie 1907 als Friedensaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin teilgenommen. Ihre Büste wurde allerdings erst 100 Jahre später im Zusammenhang mit der 100 Jahrfeier des Friedenspalastes in Den Haag aufgestellt: die erste Frau unter mehr als 20 männlichen Repräsentanten. (Inzwischen gibt es eine zweite weibliche Repräsentantin: Aletta Jacobs.)

Die Redner*innenliste war unter anderem mit dem ehemaligen österreichischen Bundespräsidenten Dr. Heinz Fischer, der Abrüstungs-Aktivistin Marzhan Nurzhan (Abolition 2000) aus Kasachstan und Peter van den Dungen (101 Friends of Bertha von Suttner) hochrangig besetzt, aber es ging keineswegs nur festlich steif zu. Kaffee und Kuchen gab es zum Empfang in der prächtigen Eingangshalle, in der auch die Büste der Friedensnobelpreisträgerin in einer wunderschönen Nische zum Fotografieren bereit stand. Anschließend gab es eine kleine Führung durch den Palast in unterschiedlichen Sprachgruppen und später nach den Reden im „Refektorium“ einen Sekt- Empfang mit einem Toast auf Bertha von Suttner durch die Vorsitzende des Bertha von Suttner Peace Institute in den Haag, Petra Keppler: „Die Waffen nieder!“ Danach gab es Kaffe und Geburtstagstorte. Um dieses Ereignis zu feiern, waren fast 100 Menschen gekommen. Ab jetzt ist die Erinnerung an Bertha von Suttner aus Den Haag und dem Friedenspalast sowie den Veranstaltungen im Bertha von Suttner Haus – die Benennung geht auf eine Initiative der österreichischen Botschaft zurück – nicht mehr wegzudenken und ihr friedenspolitisches Erbe ist wieder aktuell. Dafür wird auch das neu gegründete Netzwerk „Friends of Bertha“ sorgen. Ein großer Dank an Petra Keppler und ihr Freiwilligen-Team für das umfängliche und schöne Programm und die Bewältigung der organisatorischen Anforderungen!

Eine besondere Überraschung darf nicht unerwähnt bleiben: Bertha nahm (in der Person der Schauspielerin Anita Zieher) „persönlich“ an ihrer Geburtstagsfeier teil und wurde sogar interviewt. (Sie ist die Schauspielerin und langjährige Darstellerin Bertha von Suttners aus Wien). Interviewt wurde sie von Dr. Susanne Jalka, ebenfalls aus Wien, und stand später sogar für eine spontane Frage-und-Antwort Runde zur Verfügung. Ein einzigartiger Geburtstag! Foto:FNF

Praktikumsbericht von Jennifer Trierscheidt

Jennifer war von März bin Anfang Juni FNF-Praktikantin.

Tom Heide Jennifer Foto Ise

Schon wenige Tage nach Beginn meines Praktikums saß ich bei einem FNF-Treffen zum Selbstverständnis des Frauennetzwerks für Frieden. Meine Antwort auf die wesentliche Frage des
Nachmittags – was die Anwesenden mit dem FNF verbinden – beantwortete ich mit der Sichtbarmachung von friedensaktiven Frauen.

Drei Monate später weiß ich: das Frauennetzwerk für Frieden ist so viel mehr als das! Während meiner Zeit dort durfte ich lernen, was Vernetzungsarbeit bedeutet und konnte Eigeninitiative zeigen, indem ich Beiträge für die Homepage verfasste. Auch die Vorbereitung von Veranstaltungen und der Ausbau der Social Media Aktivität zählten zu meinen Aufgaben. Durch die familiäre Atmosphäre war die Mitarbeit vom ersten Tag an sehr angenehm. Neben einem Nepal- Reisebericht, der die Stellung der Frau im Hinduismus beleuchtete, konnte ich dem Vortrag von Tom Lolosoli, der sich gemeinsam mit seiner Mutter Rebecca in Kenia für friedensstiftende Maßnahmen einsetzt, zuhören. Ich nahm an einem Workshop zum Thema „Frauen und Gefühle im Konflikt“ und einer Protestaktion vor den Toren des Luftwaffenstützpunktes in Büchel teil, wo (trotz des Atomwaffenverbotsvertrags der UN-Generalversammlung) US-Amerikanische Atomwaffen gelagert sind. Ebenso feierten wir im Herzen von Bonn den 175. Geburtstag der Pazifistin Bertha von Suttner und machten die Passant*innen auf ihr Lebenswerk aufmerksam. All diese Veranstaltungen haben mir die vielfältige Bedeutung von Frieden näher gebracht.

Für die Erfahrung im FNF bin ich sehr dankbar. Insbesondere die Menschen, die ich während meiner Zeit kennenlernen durfte, haben mich inspiriert. Umso schöner, dass ich noch mindestens durch das Kooperationsprojekt des Theaterensembles G.I.F.T. bei den diesjährigen Bonner Friedenstagen mit dem FNF in Verbindung bleiben werde!

 

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
      Ansprechpartnerin: Heide Schütz

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn