Ostermarsch 2020 - online und offline unterwegs für den Frieden

Elise Friedensfahrradtour Ostermarsch 2020Die traditionellen Ostermärsche mussten in diesem Jahr wegen des Corona-Virus leider ausfallen. Die Friedensbewegung fand trotzdem kreative Wege, sowohl online als auch offline ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen: ob auf dem Rad oder auf dem Balkon, mit Kreide auf der Straße oder zu Hause am Fenster, mit "Sandwich-Plakaten" in der Schlange beim Bäcker oder online in Livestreams und Webinaren - überall waren über die Osterfeiertage Zeichen des Friedens zu sehen. Die Forderung mit dem Hashtag #LeaveNoOneBehind war dabei besonders präsent, denn gerade über Ostern gerieten wieder mehrere Boote im Mittelmeer in Seenot. Der Großteil der Menschen konnte gerettet werden oder hat es selbst an die europäische Küste geschafft. Ein Boot wurde jedoch völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgeleitet, wo die Menschen ein ungewisses Schicksal erwartet. Und mehr als zehn Menschen haben die tagelange Irrfahrt auf dem Meer nicht überlebt. So lagen an Ostern Botschaften der Hoffnung und Zeugnisse des Leids nRonja Friedensfahne Ostermarsch 2020ah beieinander.

Auch FNF-Frauen haben an vielen Stellen teilgenommen: mit Bildern am virtuellen Friedenszeichen, als Zuschauer*innen beim Livestream zum virtuellen Ostermarsch, als Teilnehmer*innen beim Webinar des Forum Ziviler Friedensdienst mit Helga und Konrad Tempel und natürlich mit vielen, vielen Bildern und Botschaften auf den eigenen Social-Media-Kanälen auf Facebook und Instagram.

Der Aufruf des Bonner Ostermarsch-Bündnisses, den auch das FNF unterzeichnet hat, wurde noch vor der Corona-Krise erarbeitet und verabschiedet. Er ist hier nachzulesen. Die bundesweite Ostermarsch-Anzeige, die Anfang April in der "taz", im "Freitag" und in der "Neues Deutschland" erschien, hat das FNF ebenfalls unterzeichnet.

 

Newsletter 1/2020 - Alles rund ums FNF - Januar bis März 2020

FNF NL 1.2020 ScreenshotHeute erschienen: Unser erster Newsletter im Jahr 2020, mit allen Infos zu unserer Arbeit in Zeiten von Corona, einem Rückblick auf Veranstaltungen in sorgloseren Zeiten, interessanten Neuigkeiten aus unserem Netzwerk, Hinweisen auf Online-Mitmachaktionen und einem - leider - arg dezimierten Terminkalender.

Für alle, die ihn noch nicht abonniert haben, ist der Newsletter hier abrufbar.

Ältere Ausgaben unseres Newsletters können Sie in unserem Archiv nachlesen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht das FNF-Team aus Bonn!

FNF beim Podcast "LIFEHACK PEACE" zum Thema Feminismus und Frieden

Screenshot Podcast Lifehack PeaceSeit einigen Monaten gibt das Netzwerk Friedenskooperative den friedenspolitischen Podcast "LIFEHACK PEACE" heraus - den ersten seiner Art innerhalb der deutschen Friedensbewegung. In Folge 4, die Ende März erschien, geht es um das Thema "Feminismus und Frieden". Dafür interviewten die Kolleg*innen unsere Vorstandsfrau Stefanie Golomb zur Arbeit des FNF und zur Sicherheitsratsresolution 1325 - in Zeiten von Corona natürlich nicht persönlich, sondern per Skype. Der Podcast ist kostenlos auf der Seite des Netzwerk Friedenskooperative abrufbar; ab ca. Minute 19 spricht Stefanie Golomb.

Auch die früheren Folgen des Podcasts sind hörenswert und z.B. bei Spotify abrufbar. Foto: Screenshot von der Website des Netzwerk Friedenskooperative.

Digital aktiv: Das FNF in den Sozialen Medien

Wordcloud Social MediaSeit vielen Jahren ist das FNF bereits in den Sozialen Medien unterwegs. Neben unserer Website, unseren Email-Verteilerlisten und unserem Newsletter zählen die Accounts bei Facebook und Instagram mittlerweile zu unseren wichtigsten Kommunikationskanälen. Gerade jetzt, in Zeiten der häuslichen Isolation, verbringen viele Menschen viel Zeit vor dem Computer oder am Smartphone und suchen auf diese Weise den Kontakt zur Außenwelt - so auch wir. Facebook und Instagram bieten uns in diesen Tagen die Möglichkeit, weiterhin zumindest digital unsere Stimme zu erheben. Online-Petitionen, Online-Livestreams, Online-Mitmachaktionen - all dies sind wichtige Instrumente, tagesaktuell und mit großer Reichweite politische Botschaften zu verbreiten, wenn der Protest auf der Straße und die Ausrichtung von Konferenzen gerade nicht möglich sind. So haben wir uns in den vergangenen Wochen zum Beispiel an digitalen Aktionen zum Internationalen Tag gegen Rassismus beteiligt, die Anti-Defender-Demo im Livestream verfolgt, auf die Petition "LeaveNoOneBehind" aufmerksam gemacht und an spannenden Webinaren von befreundeten Organisationen teilgenommen. Auch beim Ostermarsch und beim globalen Klimastreik am 24.04. werden wir dabei sein - leider nicht auf der Straße, aber ganz sicher online!

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Engagement für Gleichberechtigung und Frieden gehen Hand in Hand - Mein Praktikum beim FNF

ein Bericht von Ronja Liertz (Praktikantin im FNF von Januar bis März 2020)

FNF Praktikantin Ronja 2020Den Begriff „FrauenFriedensarbeit“ lernte ich während meiner Zeit als Praktikantin beim Frauennetzwerk für Frieden kennen. Beide Themen, Friedensarbeit sowie die Emanzipation der Frauen, sind von besonderem Interesse für mich und schon lange ist mir bewusst, dass mein beruflicher Weg in diese Richtung gehen wird. Das Praktikum beim FNF kam nach Abschluss meines Studiums der Internationalen Beziehungen daher genau zum richtigen Zeitpunkt!

Dort lernte ich das gesamte „Innenleben“ einer Nichtregierungsorganisation (NRO) kennen, zusätzlich zu dem inhaltlichen Input, den ich durch diverse Aufgaben aber auch besonders durch meine enge Zusammenarbeit mit Elise und Heide bekam. Dass das FNF ein sehr kleiner Verein ist, brachte für mich und meinen individuellen Lerneffekt nur Vorteile mit sich: Ich bekam Einblicke in alle Bereiche der Organisation, von Buchhaltung und Finanzen bis zum Eventmanagement und der Vernetzungsarbeit mit Partnerorganisationen. Das FNF-Team brachte mir großes Vertrauen entgegen und so durfte ich sehr schnell eigenverantwortlich arbeiten.

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In eigener Sache: Pause im Bonner FNF-Büro

Büro Pause

 Liebe Freund*innen des FNF, liebe Kolleg*innen,

auch wir ergreifen die derzeit notwendigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Corona-Virus und werden unser Büro in Bonn ab Montag, dem 16.03.2020, für die nächsten Wochen schließen. Das bedeutet allerdings nicht, dass wir auch unsere Arbeit einstellen: Wir werden unseren Geschäftsbetrieb dank Digitalisierung zum größten Teil auch während dieser Zeit im sogenannten „Home Office“ aufrecht erhalten können. Sie erreichen uns also auch weiterhin, am besten per Email, zur Not auch per Telefon (Anrufe werden auf ein Mobiltelefon umgeleitet) und per Post. Die für die nächsten Wochen geplanten (Kooperations-)Veranstaltungen werden zum allergrößten Teil abgesagt. Dies betrifft unseren für Anfang April geplanten Flohmarkt zugunsten des FNF sowie auch den Bonner Ostermarsch am 11.04. und möglicherweise auch die für den 16.05. geplante Rettungskette für Menschenrechte. Wir hoffen allerdings sehr, dass wir unsere Friedensfahrt mit der Bertha-Bahn, die für den 20.09. terminiert ist, durchführen können. Wir werden Sie darüber und über alle anderen Entwicklungen auf unserer Website auf dem Laufenden halten.

In diesen Zeiten zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig Solidarität, Empathie und Rücksicht auf andere für unsere Gesellschaft sind. Lassen Sie uns diese Zeit gemeinsam und in gegenseitiger Verantwortung füreinander überstehen. Und lassen Sie uns insbesondere an diejenigen denken, die in Flüchtlingslagern, in Kriegsgebieten, in Regionen ohne medizinische Grundversorgung und sauberes Trinkwasser kaum Möglichkeiten haben, sich vor dem Virus zu schützen. Falls Sie es können: Unterstützen Sie diese Menschen, spenden Sie, zeigen Sie sich solidarisch, wo es nur geht. Wir werden dies auch tun.

Mit friedlichen Grüßen und den besten Wünschen für Ihre Gesundheit und die Gesundheit Ihrer Lieben!

Im Namen des gesamten FNF-Teams

Elise Kopper
Geschäftsführerin

Gemeinsame Pressemitteilung: Offener Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates: Forderung nach einem Rüstungsexportverbot für die Jemen-Militärkoalition

Bündnis Offener Brief JemenRüstungsexportmoratorium muss ausgeweitet werden / 24 Millionen Jemenit*innen leiden seit 5 Jahren

Das FNF beteiligt sich am offenen Brief (hier als PDF) an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates und schließt sich damit einem Bündnis von mehr als 32 Organisationen der Entwicklungs-, Friedens- und Menschenrechtspolitik und humanitärer Hilfsorganisationen an, das ein umfassendes Rüstungsexportverbot für die Jemen-Militärkoalition fordert. Lesen Sie hier die gemeinsame Pressemitteilung:

Berlin. - Am 31.03.2020 endet das Rüstungsexportmoratorium gegen Saudi-Arabien. Deswegen fordern 32 deutsche und internationale Organisationen erneut einen umfassenden Rüstungsexportstopp für alle Länder der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition im Jemen-Krieg. Jetzt, da die Bundesregierung erneut über das Moratorium entscheidet und die Lage im Jemen weiter verheerend ist, wenden sich die Organisationen in einem offenen Brief an die Mitglieder des Bundessicherheitsrates und appellieren an sie, konsequent zu handeln:

"Es braucht ein umfassendes, rechtlich verbindliches und zeitlich nicht befristetes Rüstungsexportverbot für alle Mitglieder der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, solange diese am bewaffneten Konflikt beteiligt sind oder die Gefahr besteht, dass auch deutsche Rüstungsgüter zu Menschen- und Völkerrechtsverletzungen im Jemen beitragen", heißt es in dem offenen Brief.

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Hinweis auf Petition: Gefahr für Frieden und Gesundheit - Defender 2020 absagen!

+++ UPDATE 16.03.2020: Das Militärmanöver Defender 2020 wurde mittlerweile wegen des Corona-Virus bis auf weiteres pausiert. +++

Das Netzwerk Friedenskooperative hat aus aktuellem Anlass einen Eil-Appell veröffentlicht um das Militärmanöver Defender 2020 zu stoppen. Neben der Gefahr für Frieden und Umwelt kann das Manöver nun auch noch dazu beitragen, dass sich das Coronavirus schneller ausbreitet.

Der Eil-Appell betont: Deeskalation, der Schutz von Klima und Umwelt sowie die Gesundheit der Menschen müssen Vorrang vor militärischen Machtspielen haben – daher fordern wir vom Verteidigungs- sowie Gesundheitsministerium den sofortigen Abbruch des Manövers Defender Europe 2020!

Hier können Sie den Aufruf unterschreiben und erhalten weitere Informationen.

 

 

PAUSIERT - Stopp Defender 2020! - FNF unterstützt die Proteste

+++ UPDATE 16.03.2020: Die geplanten Manöver im Rahmen von Defender 2020 werden aufgrund des Corona-Virus stark eingeschränkt oder pausiert. Das FNF sagt jetzt und in Zukunft NEIN zu dem Manöver. Die Protest-Demonstration am 21. März in Duisburg wird nicht stattfinden, allerdings soll es an dem Tag einen Livestream mit den geplanten Redebeiträgen geben. Bitte informieren Sie sich unter Stopp Defender 2020. +++

 antidef2020Das FNF schließt sich den Protesten gegen das NATO-Großmanöver  Defender 2020 an und sagt damit NEIN zu NATO-Kriegsmanövern - und ja, zu Frieden, Entspannungspolitik und Abrüstung!

Im April und Mai 2020 plant die NATO mit DEFENDER 2020 eines der größten Manöver von Landstreitkräften in Europa seit Ende des Kalten Krieges. Insgesamt 37.000 Soldat*innen werden über den Atlantik und anschließend quer durch Europa an die russische Grenze transportiert. Ziel des Manövers ist neben der Zurschaustellung militärischer Überlegenheit die Demonstration einer blitzschnellen Verlegung kampfstarker Großverbände aus den USA an die NATO-Ostflanke und ist somit eine erneute Zuspitzung der Konfrontationspolitik von NATO und EU gegenüber Russland, die mit der Osterweiterung der NATO 1990 begonnen wurde und zur Einkreisung Russlands führte.

Dier erste Großdemo in NRW findet am 21. März 2020 in Duisburg statt. Hier der Flyer zur Demo als PDF sowie weitere Infos. +++ s.a. UPDATE oben +++

Mehr zum Bündnis gegen das Manöver finden Sie unter Stopp Defender 2020.

Internationaler Frauentag 2020 in Bonn

Internationaler Weltfrauentag 2020 Bonn_1

Am Sonntag, dem 08. März, feierten Frauen weltweit den Internationalen Frauentag ! Der Tag steht symbolisch für jeden einzelnen Tag, an dem Frauen* für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung kämpfen. Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus in Bonn fanden schon am Vortag unterschiedliche Aktionen statt, die die Aufmerksamkeit der Passantinnen und Passanten auf die Situation von Frauen* weltweit und deren Forderungen lenken sollten. Mehrere Frauenorganisationen aus Bonn waren mit Informationsständen vertreten, neben dem FNF zum Beispiel das Haus der Frauengeschichte, UN Women, frauen* in bunt und Frauenstreik Bonn

Internationaler Weltfrauentag 2020 Bonn_2

Unter dem Motto "Wenn wir streiken, steht die Welt still!" begann um 17:00 Uhr die Demonstration am Bonner Markt mit starken Redebeiträgen von starken Frauen. Diese zeichneten sich durch eine besonders breite thematische Aufstellung und Intersektionalität aus: Gemeinsam demonstrierten die Frauen* für die Rechte von Frauen und Queers*, gegen die Gewalt gegen Frauen*, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, die Situation der Flüchtlinge in Griechenland und die Europäische Abschottungspolitik.

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn