Das Frauennetzwerk für Frieden sieht es als zwingend notwendig an, den Krieg im Jemen schnellstmöglich zu beenden und die Bevölkerung humanitär zu unterstützen. Um diesem Wunsch Ausdruck zu verleihen, haben wir anlässlich des Global Action Days am 25. Januar 2021 gemeinsam mit mehr als 300 Organisationen aus 18 verschiedenen Ländern eine Erklärung unterzeichnet, die zum sofortigen Stopp des Krieges und einer Wiederherstellung der humanitären Hilfe im Jemen auffordert.
Die UN hat die derzeitige Lage im Jemen als "die größte menschliche Krise auf Erden" bezeichnet. Nicht nur die kriegerischen und brutalen Einsätze extremer Gewalt terrorisieren die Einwohner des Landes: Hungersnot und der schlimmste Ausbruch von Cholera seit Beginn der Moderne verschlimmern ihre Lebensbedingungen täglich. Das Corona-Virus hat diese Situation noch zusätzlich verschärft. Mittlerweile stirbt jede vierte erkrankte Person im Jemen an Covid-19.
Trotz dieser katastrophalen Lage beendet Saudi-Arabien den Krieg nicht. Stattdessen erhalten sie sogar weiterhin die Unterstützung westlicher Staaten - allen voran Großbritannien und USA - in Form von Waffen. Aus dieser Krise wird weiterhin Profit auf Kosten der geschwächten Zivilbevölkerung gemacht. Der 25. Januar ist ein globaler Aktionstag, der auf die katastrophale Lage in diesem Land aufmerksam machen und für ein gemeinsames Protestieren gegen die dortige Kriegstreiberei mobilisieren soll. Eine Online-Rallye, die ausführlich über die Lage des Landes aufklären soll, findet am 25.01.2021 um 8 Uhr statt.
Das Frauennetzwerk für Frieden besinnt sich besonders in dieser Sache auf seinen Leitspruch: "Kriege werden von Menschen gemacht. Frieden auch."
Wir hoffen sehr auf eine schnelle Beendigung des Krieges und baldige Unterstützung für die Einwohner*innen des Jemens.
Am Freitag den 22. Januar 2021 war es endlich so weit: Der Atomwaffenverbotsvertrag ist in Kraft getreten. Unsere Schatzmeisterin, Kira Lizza, hat zu diesem historischen Anlass bei unserer Kundgebung auf dem Bonner Marktplatz eine Rede gehalten und erklärt, wieso das FNF gerade in Deutschland auch in Zukunft einen größeren Fokus auf feministischer Außenpolitik sehen möchte.
Heute tritt der Atomwaffenverbotsvertrag in Kraft. Das bedeutet: Seit 2017 haben 50 Staaten den Vertrag unterschrieben und sich somit verpflichtet, keine neuen nuklearen Waffen zu entwickeln oder zu erwerben und ihr bestehendes Arsenal abzubauen. Obwohl sich die Mehrheit der atomaren Großmächte weiterhin weigert, dem Vertrag beizutreten, sieht das FNF in dem Inkrafttreten eine wünschenswerte Entwicklungsrichtung der globalen Atomwaffenpolitik, die sich bald auch auf weitere Staaten übertragen könnte.
Am 22. Januar 2021 wird der UN-Atomwaffenverbotsvertrag zu internationalem Völkerrecht. Dann verbietet er allen beigetretenen Staaten die Herstellung, Weitergabe, Stationierung sowie den Einsatz von Atomwaffen. Zur Feier dieses historischen Anlasses, aber auch zur Verdeutlichung unserer Forderungen an die Deutsche Bundesregierung rufen wir gemeinsam mit dem
Mit Beschluss des Vorstands vom 15. August 2020, bestätigt durch die FNF-Mitgliederversammlung am 14. November 2020, wurde Heide Schütz, Mitgründerin und Vorsitzende des FNF von 1996 bis 2019, zur Ehrenvorsitzenden des FNF ernannt. Zu unserer großen Freude hat sie diesen Titel an ihrem heutigen 80. Geburtstag angenommen.
Zitat der kenianischen Professorin, Aktivistin und Politikerin Wangari Maathai (1940-2011).
Liebe Freundinnen und Freunde des FNF,
Anfang Dezember ging es durch die Medien: Die SPD-Spitze deutete an, dass sie an dem fast sicher geglaubten Beschluss zur Anschaffung bewaffneter Drohnen durch die Bundeswehr Zweifel hege. In einem Eilappell an die SPD auf Initiative der NaturFreunde Deutschland schlossen sich daraufhin innerhalb kürzester Zeit mehr als 600 Organisationen und Einzelpersonen aus der Friedensbewegung - darunter auch das FNF - zusammen, um diese Zweifel zu unterstützen. Mit Erfolg: Der Parteitag der SPD beschloss Mitte Dezember, zumindest bis zum Ende der Legislaturperiode die Anschaffung innerhalb der Großen Koalition verhindern zu wollen. Danach wird neu darüber verhandelt. Wir freuen uns über diesen zwar noch nicht endgültigen, aber immerhin mittelfristigen Erfolg und werden uns auch weiterhin gegen die Anschaffung automatisierter Waffensysteme einsetzen!

