Da
s Friedensengagement von Ingrid Lottenburger im Rahmen der 4. Weltfrauenkonferenz, des Frauennetzwerk für Frieden und des Deutsch-Tschechischen Forums der Frauen
ein Nachruf auf
Ingrid Lottenburger geb. Bazin
* 18.9.1933 † 5.3.2021
von Heide Schütz, Ehrenvorsitzende des FNF
Ingrid Lottenburger war in sehr vielen Feldern aktiv. Ihre tief eingewurzelte Abscheu gegen den Krieg führte sie auch zu einem starken Engagement für den Frieden. Lange Zeit wollte sie sich z.B. das wieder aufgebaute Zentrum von Dresden nicht ansehen, weil sie sich zu lebendig an den Weg mit der Mutter und den Geschwistern durch die 1945 völlig verbrannte und zerstörte Stadt erinnerte. Sie waren auf dem Weg von Liberec nach Berlin gewesen, gerade noch rechtzeitig aufgebrochen, um nicht in den Strudel der Vertreibung der Deutschen aus Tschechien gezogen zu werden. (Mütterlicherseits war sie mit Böhmen verbunden.) Das Kriegsende in Berlin und die Nachkriegszeit in der geteilten Stadt haben sie ebenfalls aufs tiefste geprägt und in Berlin wirkte sie intensiv an vielen Friedensprojekten mit oder initiierte sie selbst.
Corona hat den Schulalltag dramatisch verändert. Digitaler Unterricht, kaum persönliche Begegnung im Klassenzimmer, erhöhter Stress für Schüler*innen, Schulleitungen und Lehrkräfte. Wie hat das die Streitschlichtung an den Schulen verändert? War Streitschlichtung überhaupt möglich? Sind neue Konfliktformen und -potenziale aufgetreten? Wie wurde damit umgegangen? Welche Chancen bieten womöglich neue Modelle wie die „Digitale Streitschlichtung“? Und wie geht es nach Corona weiter?
Myanmar 2021: Nachdem das Militär fast zehn Jahre lang mehr und mehr Macht verlor, sorgte der Putsch gegen die gewählte Regierung im November 2020 für die Rückkehr einer Militärherrschaft in Myanmar. Bereits von 1962 bis 2011 wurde das Land vom Militär regiert. 2015 dann die ersten freien Wahlen nach circa 60 Jahren, bei welcher der Nationalen Liga für Demokratie (NLD), führende Oppositionspartei mit Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi an der Spitze, fast eine Zweidrittelmehrheit gelang. 2020 gelang der NLD dann erneut der Sieg. Ziel der Partei: die Macht des Militärs weiterhin einzugrenzen. Dann der Putsch. Seitdem das Militär im Februar 2021 seine unrechtmäßige Machtübernahme verkündigte, protestieren etliche Menschen auf den Straßen Myanmars.
Neujahrsvorsätze, wir kennen sie alle. Oft verbunden mit einem Gefühl von "nächstes Jahr wird alles besser". Meistens ist das Quatsch, wenn wir mal ganz ehrlich sind. Manchmal passieren dann aber doch noch kleine Wunder. So auch dieses Jahr. Am 22.01.2021 ist der Atomwaffenverbotsvertrag der UNO in Kraft getreten, welcher 2017 von 122 Staaten beschlossen wurde. Der Haken daran: Deutschland ist dem Vertrag bisher noch nicht beigetreten.
Es sind Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, dem Bundesland, in dem die letzten Atomwaffen auf deutschem Boden lagern. Grund genug für die Kampagne "Büchel ist überall - atomwaffenfrei.jetzt" eine Großplakataktion für ein atomwaffenfreies Rheinland-Pfalz ins Leben zu rufen! Sofort beteiligt hat sich auch die Gruppe "Frauen wagen Frieden" (FwF) der Evangelischen Kirche der Pfalz, eine Mitgliedsgruppe des FNF. Auf dem Bild rechts Erika Christmann, die bis 2019 viele Jahre lang die FwF im Vorstand des FNF vertreten hat, gemeinsam mit einer anderen FwF-Aktivistin, vor einem der Plakate in Kaiserslautern. Mehr über die Aktion lest ihr hier in der
Initiative 19. Februar Hanau
Evolutionsgenetische Mythen besagen, Frauen seien friedlicher als Männer. Männer hätten ja auch ihre Familien gegen wilde Tiere und Feinde verteidigen müssen, damals. Das legt man(n) nicht einfach so ab! Frieden wäre demzufolge also eher Frauensache – logisch. Trotzdem ist heute nur jede zehnte Person in Friedensverhandlungen eine Frau. Ganz schön komisch, oder? Das fand auch Netumbo Nandi-Ndaitwah, ehemalige Frauenministerin von Namibia, auf deren Initiative im Jahr 2000 die Resolution 1325 “Frauen, Frieden und Sicherheit” vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen verabschiedet wurde.
Rheinland Pfalz – das schöne Bundesland im Südwesten Deutschlands, auch bekannt für seine Burgen, Weinberge und …Atomwaffen. Richtig, da stimmt was nicht. Dort, in der idyllischen Ortsgemeinde Büchel, werden bis heute 20 US-Atomwaffen gelagert. Und als sei dies nicht schon schlimm genug, trainiert die deutsche Bundeswehr auf dem Gelände regelmäßig den Abwurf solcher Waffen, für den Fall der Fälle halt.
Liebe Freund*innen des FNF,

