Nachruf: Wir trauern um Inge Heyl

Foto Inge HeylWir trauern um unsere langjährige Vorstandsfrau und liebe Freundin Inge Heyl. Am 10.4. 2026 verstarb sie in Berlin im Alter von 98 Jahren.

Als junges Mädchen erlebte Inge Heyl die Kriegs- und Nachkriegszeit und war Zeit ihres Lebens eine engagierte Kämpferin für Demokratie und Frauenrechte. Sie hatte das große Glück, während des Studiums in die USA eingeladen zu werden, um dort zu lernen, wie Demokratie funktioniert. Es war dies vor allem ein Anliegen US-amerikanischer Frauenverbände, die deutschen Frauen im Nachkriegsdeutschland für den Demokratieaufbau stark zu machen.

Den Beruf der Lehrerin konnte sie nach der Eheschließung nicht mehr ausüben, denn das war seitens der deutschen Gesetzgebung und der Mehrheitsgesellschaft unvereinbar. Die gut ausgebildete Mutter von drei Kindern wurde aber genau das, was die US-amerikanischen Frauen sich vorgestellt hatten: eine tatkräftige Akteurin aus der Zivilgesellschaft beim Aufbau der Demokratie sowie der Chancengleicheit und Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesrepublik Deutschland nach 1945. Auf nationaler Ebene war der Deutsche Frauenring e.V. mit seinen starken Ortsgruppen ihr Aktionsfeld, z. B. im Ortsring Leverkusen, auf internationaler Ebene die International Alliance of Women (IAW) mit Zugängen zu den internationalen Gremien einschließlich der Vereinten Nationen. Mehrere Jahre war sie deren Vize-Präsidentin. Für ihr jahrelanges ehrenamtliches Engagement, das auch Frauen- und Mädchenprojekte in Burkina Faso umfasste, erhielt Inge Heyl das Bundesverdienstkreuz am Bande.

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Sadakos Kraniche mit dabei am Japan-Tag in Düsseldorf - helfende Hände gesucht

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Wir sind dabei! Am Samstag, den 23.05.2026, fahren wir zusammen mit einer Gruppe Engagierter aus verschiedenen Friedensorganisationen nach Düsseldorf zum Japan-Tag, wo wir gemeinsam einen Infostand zu Sadakos Kranichen betreuen werden.

Sadakos Kraniche ist eine Aktion vom "Bündnis für eine atomwaffenfreie Welt". Zum Jahrestag des Atombombenabwurfes auf die japanische Stadt Hiroshima und den Todestag Sadako Sasakis werden alljährlich Origami-Kraniche in die japanische Stadt geschickt. Diese Aktion fungiert als Protest gegen die immer noch bestehende Gefahr durch Atomwaffen und für eine Unterzeichnung des UN-Atomwaffenverbotsvertrags, welcher auch von Deutschland noch nicht unterzeichnet worden ist.

Um in Düsseldorf ein starkes Zeichen für den Frieden zu setzen zu können, suchen wir noch nach helfenden Händen. Unterstützen kannst du uns hierbei, indem du den Besucher:innen beim Falten der Kraniche hilfst (keine Vorkenntnisse nötig) oder Infomaterial verteilst und mit Interessierten ins Gespräch kommst.

Hast du Lust dabei zu sein? Dann melde dich einfach kurz bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein., weitere Infos findest du unter "Termine".

Friedenszitat April 2026

Friedenszitat April 2026„When men are dropping bombs, women are walking for peace.“

Ende März organisierten palästinensische und israelische Frauen der Schwesternorganisationen Women of the Sun und Women Wage Peace einen Barfußmarsch in Rom. Einer ihrer Slogans: "Wenn Männer Bomben abwerfen, marschieren Frauen für den Frieden." Mit der Initiative „The Mothers‘ Call“ stellen die Frauen eine zentrale Botschaft in den Raum: Kein Kind sollte groß werden, um getötet zu werden. Kein Kind sollte erzogen werden, um zu töten. Weltweit solidarisierten sich Frauengruppen und organisierten vor Ort eigene Barfußmärsche; in Deutschland etwa in Köln.

Ihre Botschaft erreichte in Rom nicht nur Papst Leo, der sich mit den Frauen traf, sondern auch weltweite Presseresonanz: So berichteten etwa Reuters, SkyNews, Al Jazeera und The Guardian.

Listen to The Mothers‘ Call! No child should be raised to kill or be killed!

FNF unterstützt Rede von ICAN Europe bei der 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags von Atomwaffen

Ican Partner White on Blue2xZur 11. Überprüfungskonferenz des Nichtverbreitungsvertrags von Atomwaffen (NPT) hat ICAN Europe eine Stellungnahme verfasst und im Namen aller ICAN-Partnerorganisationen, zu welchen auch das FNF gehört, vorgetragen. 

ICAN Europe äußert in der Rede Bedenken über die aktuelle Interpretation und Umsetzung des NPT. Die Aktivist*innen kreiden an, dass aktuell alle nuklearen Staaten dabei sind, gegensätzlich zu den Bedingungen des Vertrages zu handeln und so den NPT zu destabilisieren. Dazu tragen gerade auch nuklearfreie Staaten in Europa bei, indem sie mit Frankreich an einer Nuklearwaffen-Kooperation arbeiten und damit nukleare Allianzen normalisieren.  In diesem Kontext hat ICAN Europe mit "How can these states claim to defend the NPT while supporting policies that go against its spirit - and may even violate it in the future?" die richtigen Worte gefunden, um das Entsetzen über diese Entwicklung auszudrücken.

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Führung über den Friedensweg Bonn für den Filmclub Bonn am 12. Mai

Friedensweg_Mai_2026.pngWeißt du, wer Klara Marie Faßbinder war? Warum zahlreiche Weltstars in den 1980er Jahren im Hofgarten demonstrierten? Was die Universität Bonn mit Frieden am Hut hat? Und welcher Platz nach einer Friedensnobelpreisträgerin benannt ist? Auf dem „Friedensweg Bonn“ gibt es zahlreiche Orte des Friedens und große historische Persönlichkeiten zu entdecken, die sich für Frieden und Menschenrechte engagierten. Wir starten in Beuel und laufen von dort unter fachkundiger Führung von Station zu Station Richtung Innenstadt.

Am 12. Mai begleiten uns Mitglieder des Filmclubs Bonn und filmen die Führung mit. Alle, die interessiert und nicht kamerascheu sind, sind herzlich willkommen, dazuzustoßen! Mit der Teilnahme erklärst du dich damit einverstanden, dass du auf den Videoaufnahmen zu sehen sein könntest.

Wir freuen uns über eine Anmeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..

Termin: Dienstag, 12. Mai, um 16 Uhr (Dauer etwa zwei Stunden)
Treffpunkt: Hiroshima-Mahnmal am Rheinufer in Beuel, Rheinauenstraße (von dort aus geht es von Station zu Station in Richtung Innenstadt)

Veranstalter: Netzwerk Friedenskooperative, Frauennetzwerk für Frieden e. V.

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn