Gemeinsame PM: Kampagne kritisiert Bundesregierung für geplanten Kauf des Startsystems Typhon

friedensfaehig logoAnlässlich der aktuellen Äußerungen von Verteidigungsminister Boris Pistorius bei seinem Besuch in den USA hat die Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig. Für ein Europa ohne Mittelstreckenwaffen!“ eine gemeinsame Pressemitteilung herausgegeben. Sie kritisiert darin den geplanten Kauf des mobilen Startsystems „Typhon“ durch die Bundesregierung. Das FNF ist Gründungsmitglied der Kampagne, die Ende 2024 ins Leben gerufen wurde, und trägt die Forderungen der Kampagne mit. 

In der Pressemitteilung vom 17. Juli heißt es unter anderem:

„Indem sie immer mehr auf Mittelstreckenwaffen setzt, leistet die Bundesregierung der Sicherheit Europas einen Bärendienst. Abschreckung bringt keine Sicherheit! Diese Waffen wirken destabilisierend und erhöhen die Eskalationsgefahr durch Fehleinschätzungen“, betont Simon Bödecker, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei Ohne Rüstung Leben und Sprecher der Kampagne „Friedensfähig statt erstschlagfähig“.

Die Pressemitteilung in voller Länger findet ihr auf der Website www.friedensfaehig.de

Sommerpause in der FNF-Geschäftsstelle

Sommerpause 2025Das FNF verabschiedet sich vom 03.07.-21.07.2025 in die Sommerpause! In dieser Zeit ist die Bonner Geschäftsstelle nicht zu erreichen. Eure Emails und Anrufe werden ab dem 22.07.2025 wieder beantwortet. 

Wir wünschen allen einen möglichst friedlichen, nicht zu heißen Sommer!

 

Friedenszitat Juni 2025

Friedenszitate ab 2025von Bertha von Suttner (1843-1914), die in diesem Monat 182 Jahre alt geworden wäre.

Das Zitat stammt aus ihrem Aufsatz Rüstung und Überrüstung  von 1909. Darin kritisiert die Friedensnobelpreisträgerin von 1905 die Vorstellung, dass Aufrüstung Sicherheit bringe. Sie warnt vor einer Atmosphäre der Angst, genährt von militärischen Interessen. 

Weiter heißt es in dem Text: "(...) Der Trugschluss liegt darin, die Rüstungen nur als Werkzeug der Sicherheit zu betrachten, statt auch als Provokation zum Kriege, als Quellen der Gefahr. (...) Welches sind die Faktoren, die die Rüstungsschraube in Bewegung setzen? SInd es die Völker, die danach verlangen? Mit nichten! Der Anstoß, die Förderung kommt immer aus dem Kriegsministerium mit der bekannten Begründung, daß andere Kriegsministerien vorangegangen sind, und der zweiten Begründung, daß man von Gefahr und Feinden umgeben ist. Das schafft eine Atmosphäre von Angst, aus der heraus die Bewillingungen erwachsen sollen. Und wer verbreitet diese Angst? Wieder die militärischen Kreise. Die haben immer einen "unvermeidlichen" Krief auf Lager, besonders einen solchen, "der im nächsten Frühjahr losgehen wird". (...)"

Über 100 Jahre später wirken ihre Worte in einer Welt, die erneut aufrüstet, erschreckend aktuell.

Trotz Hitze großes Interesse: Friedenswegführung mit Studierenden der Uni Bonn

friedensweg bonn 5922Am 2. Juli waren wir mit einer Gruppe von Studierenden der Universität Bonn auf dem Friedensweg Bonn unterwegs. Die Teilnehmenden besuchen das Seminar „Einführung in die Friedens- und Konfliktforschung" von Prof. Rosario Figari-Layus am Zentrum für Versöhnungsforschung und wir haben uns sehr gefreut, dass sie trotz der Hitze so zahlreich und interessiert mitgekommen sind!

Unsere Geschäftsführerin Elise und unsere Vorsitzende Annegret, die hauptamtlich bei unseren Friedensweg-Kooperationspartner*innen vom Netzwerk Friedenskooperative arbeitet, führten die Gruppe mit vielen spannenden Geschichten (und mit viel Wasser und Sonnenschutz!) durch die Stationen des Friedenswegs.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren, und auch an unsere Praktikantinnen Sofía und Sidney für die Unterstützung! Es war uns eine große Freude, den Friedensweg mit so engagierten Studierenden - und  auch einer interessierten Besucherin aus München - zu erkunden. 

Falls auch ihr eine Führung über den Friedensweg Bonn für eure Gruppe oder euer Team organisieren möchtet, dann meldet euch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Wir freuen uns auf eure Anfragen!

FNF unterstützt Filmstart von „Trotz alledem“: Dokumentarfilm über das Leben der Frauen in Rojava im Kino

Film IIWir freuen uns sehr, den Deutschlandstart des neuen Dokumentarfilms „Trotz alledem“ als Kooperationspartner*innen unterstützen zu dürfen. Der Film ist seit dem 12. Juni im Kino zu sehen. Wir laden alle herzlich ein, sich diesen wichtigen und bewegenden Film über das Leben und den Widerstand der Frauen in Rojava anzuschauen. Hier findet ihr den Trailer zum Film und alle Kinotermine auf einen Blick.

Auf der offiziellen Film-Website heißt es:

Im vom Krieg gezeichneten Norden Syriens entsteht etwas Unerwartetes: Hoffnung. Inmitten von Ruinen, Bedrohung und Entbehrung behaupten sich Frauen in Rojava mit bemerkenswerter Entschlossenheit. Sie gründen Dörfer, unterrichten Kinder, bauen Werkstätten auf – und verteidigen nicht nur ihr Leben, sondern auch eine Vision von Freiheit und Gleichberechtigung. Der Regisseur Robert Krieg zeigt das alltägliche Überleben und den außergewöhnlichen Mut zur Selbstermächtigung in einer Region, die weltweit kaum Beachtung findet. Ein bewegender Dokumentarfilm über den leisen, aber unaufhaltsamen Aufbruch einer neuen Gesellschaft – getragen von Frauen.

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn