Konstruktive Diskussionen, ein Bericht zu Afghanistan und ein neuer Vorstand: Das war die FNF-Mitgliederversammlung 2025

neuer FNF Vorstand 2025Am Samstag, dem 29.11., fand im Sitzungssaal des Dr. Werner-Schuster-Hauses in Bonn die diesjährige Mitgliederversammlung des Frauennetzwerk für Frieden statt. In Person und per Videokonferenz zugeschaltet kamen mehr als 20 Menschen zusammen, darunter auch mehrere FNF-Mitgliedsorganisationen wie WILPF Germany, das Internationale Frauenzentrum Bonn, das Bahá’í-Frauen-Forum und Frauen wagen Frieden. In gemütlicher und produktiver Runde saßen wir den Tag über bei Tee, Kaffee, Keksen und Snacks zusammen, in der Mittagspause wurde das Mitbring-Buffet gemeinsam verspeist.

Auf der Tagesordnung standen zunächst die Vereins-Formalia: Zu Beginn wurde der Vorstands- und Geschäftsstellenbericht für den Zeitraum November 2024 bis November 2025 vorgestellt und diskutiert. Darin wurde die Fülle und Vielfalt der Friedensarbeit in den letzten zwölf Monaten deutlich. Danach folgten der Bericht der Schatzmeisterin und der Bericht der Kassenprüferinnen. Im Anschluss wurde der Vorstand einstimmig entlastet. Außerdem wurde der Antrag des Vorstands zur Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ab dem 01. Januar 2026 ebenfalls einstimmig angenommen. Das Team des FNF dankte für das große Verständnis für die Erhöhung und hofft, dass dadurch ein entscheidender Schritt getan wurde, die finanzielle Basis des Vereins auf sicherere Füße zu stellen. 

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Neue Staffelung der jährlichen Mitgliedsbeiträge im FNF ab 2026

FNF Logo blauDie Mitgliederversammlung des FNF hat am 29.11.2025 einstimmig beschlossen, dass die jährlichen Mitgliedsbeiträge im FNF ab dem 01.01.2026 wie folgt angepasst werden: 

  • Regulärer Mitgliedsbeitrag (für Einzelmitglieder und Mitgliedsorganisationen): Erhöhung von 50,- Euro auf 60,- Euro 
  • Ermäßigter Mitgliedsbeitrag: Erhöhung von 25,- Euro auf 30,- Euro für Mitglieder mit geringem Einkommen
  • Soli-Mitgliedsbeitrag: Erhöhung von 10,- Euro auf 12,- Euro für Mitglieder ohne Einkommen, Studierende und andere Menschen, die sich den regulären oder ermäßigten Mitgliedsbeitrag nicht leisten können
  • Für Mitglieder, die bereits jetzt freiwillig mehr als 60,- Euro Mitgliedsbeitrag pro Jahr zahlen, wird keine Erhöhung fällig.

Die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge ist grundsätzlich für alle Mitglieder verpflichtend. Wir haben jedoch Verständnis dafür, wenn es einzelnen Mitgliedern nicht möglich ist, den erhöhten Beitrag zu zahlen. Deshalb soll es jedem Mitglied freigestellt sein, der Erhöhung zu widersprechen und weiterhin den bisherigen Mitgliedsbeitrag zu zahlen.

Mitglieder, deren Mitgliedsbeiträge per Lastschrift eingezogen werden, können der Erhöhung bis zum 30.03.2026 widersprechen. Der Widerspruch kann formlos per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. oder postalisch an Frauennetzwerk für Frieden e. V., Kaiserstr. 201, 53113 Bonn erfolgen.

Falls kein Widerspruch erfolgt, wird der erhöhte Mitgliedsbeitrag beim nächsten regulären Einzug (frühestens in der zweiten Märzhälfte 2026) eingezogen.

Mitglieder, die ihren Mitgliedsbeitrag selbst überweisen, müssen der Erhöhung nicht ausdrücklich widersprechen. Ihre Zustimmung bzw. ihr Widerspruch wird dadurch deutlich, welchen Betrag sie überweisen.

Die Begründung des Vorstands stieß zu unserer Freude auf breite Zustimmung in der Mitgliedschaft: Die jährlichen Mitgliedsbeiträge wurden seit mehr als zehn Jahren nicht mehr erhöht. Seitdem sind die Lebenshaltungskosten und damit auch die Fixkosten des FNF, etwa für die Büromiete, Printmaterial, Telefon oder Internet jedoch deutlich gestiegen. Unter anderem dadurch haben wir seit Jahren ein strukturelles Defizit im Budget. Mit der Erhöhung der Mitgliedsbeiträge möchten wir dazu beitragen, dieses Defizit zu verringern und die Finanzen des FNF nachhaltiger aufzustellen. Gleichzeitig möchten wir jedoch betonen, dass eine Mitgliedschaft im FNF nicht an den Finanzen
scheitern soll. Wir möchten nicht dazu beitragen, dass Mitglieder in finanzielle Drucksituationen geraten. Aus diesem Grund möchten wir zum einen die Staffelung in regulär, ermäßigt und Soli-Beitrag beibehalten und es zum anderen der Selbsteinschätzung der Mitglieder überlassen, ob sie mit der Erhöhung mitgehen können oder nicht.

Wir danken allen Mitgliedern für Ihr Vertrauen und für die langjährige politische und finanzielle Unterstützung unserer Friedensarbeit!

FNF unterzeichnet Offenen Brief zur Aufnahme gefährdeter Menschen aus Afghanistan

Afghanistan Offener Brief 2025Das FNF hat einen Offenen Brief zur Aufnahme besonders gefährdeter Menschen aus Afghanistan unterzeichnet.

Der Brief wurde von PRO ASYL, der Kabul Luftbrücke und Terre des Hommes initiiert und von mehr als 250 Organisationen bundesweit unterzeichnet. Er richtet sich an Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sowie Außenminister Johann Wadephul. Anlass ist der Internationale Tag der Menschenrechte am 10. Dezember, im Vorfeld dessen der Offene Brief veröffentlicht werden soll.

Mit unserer Unterzeichnung schließen wir uns der dringenden Forderung an, bestehende Aufnahmeprogramme fortzuführen und den Schutz von Menschen sicherzustellen, die in Afghanistan aufgrund ihres Engagements, ihrer Herkunft, ihres Geschlechts oder ihrer politischen Haltung akut bedroht sind. Der Einsatz für Menschenrechte endet nicht an nationalen Grenzen – er ist eine gemeinsame Verantwortung.

Wir stehen solidarisch an der Seite der zivilgesellschaftlichen Organisationen und aller Unterzeichnenden, die sich für eine humanitäre und rechtsstaatliche Aufnahmepolitik einsetzen.

Am 17.12.2025 wird es eine öffentliche Aktion in Berlin geben. Mehr Informationen dazu findet ihr hier.

Den Offenen Brief in voller Länge mit Unterzeichner*innen findet ihr hier.

FNF-Mitglied Muzhda Ahmadi: Frauen in Afghanistan werden systematisch ausgegrenzt

Bild Muzhda Ahmadi

Muzhda Ahmadi, Mitglied im FNF und selbst vor einigen Jahren aus Afghanistan nach Deutschland gekommen, hat uns bei unser Mitgliederversammlung im November 2025 von der Situation von Frauen und Mädchen in Afghanistan berichtet. 

"Ich stehe heute mit schwerem Herzen und voller Trauer vor Ihnen, um über die grausame Realität zu sprechen, der Frauen in Afghanistan völlig ausgeliefert sind. Seit der Machtübernahme der Taliban hat sich das Leben von Millionen Frauen und Mädchen vollständig verändert, ihr Alltag ist geprägt von Angst, Unterdrückung, Gewalt und Hoffnungslosigkeit. Frauen dürfen nicht arbeiten. Jede Bewegung außerhalb ihres Hauses ist streng kontrolliert und kann gefährlich sein. Das eigene Zuhause, das früher Schutz und Geborgenheit bot, ist für sie nun ein Gefängnis. Sie dürfen nicht frei entscheiden, wohin sie gehen, welche Kleidung sie tragen oder wie sie ihr Leben gestalten. Jede Entscheidung, die sie treffen möchten, wird ihnen verwehrt.

Bildung ist vollständig verboten. Universitäten, Schulen, Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen geschlossen. Mädchen dürfen nicht lernen, Frauen dürfen nicht studieren. Wissen, das einst Hoffnung brachte, ist ihnen vollständig genommen. Jede Frau, die einst davon träumte, Ärztin, Lehrerin, Juristin oder Ingenieurin zu werden, sieht ihre Träume zerbrechen.

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„We won’t stop“ – Bericht zur 150. Mahnwache der Seebrücke Bonn

PHOTO 2025 12 03 19 54 33Am Mittwoch, dem 3.12.2025, durfte unsere Vorstandsfrau Anna Schwadorf als Vertreterin des Frauennetzwerks für Frieden bei der 150. Mahnwache der Seebrücke Bonn sprechen. Für uns als Frauennetzwerk ist klar: Frieden, Menschenrechte und sichere Fluchtwege gehören untrennbar zusammen – und sie sind keine abstrakten Forderungen, sondern konkrete Lebensfragen.

150 Mahnwachen – das ist kein Ritual, das ist Widerstand.
Ein Zeichen dafür, dass die Seebrücke und wir alle nicht aufhören, unbequem zu sein.
Ein Zeichen dafür, dass wir uns nicht abfinden mit dem Leid an den europäischen Außengrenzen, dass durch unsere Politik verursacht wird.

Seit vielen Jahren steht die Seebrücke Bonn regelmäßig für Menschenrechte auf der Straße. Doch noch immer erleben Menschen auf der Flucht Gewalt, Not, Folter oder Tod – auch als direkte Folge einer europäischen Politik, die Abschottung über Schutz stellt. Frauen und Kinder sind dabei besonders betroffen.

Als Frauennetzwerk für Frieden fordern wir deshalb Politik und Gesellschaft auf:
Investiert in Leben – nicht in Waffen.
Investiert in Schutz – nicht in Zäune.
Investiert in Zukunft – nicht in Zerstörung.

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn