Ostermarsch 2018

Ein Bericht von FNF-Mitglied Ute Fischer

DSC08108Trotz Wind und Wetter zogen am Ostersonntag mehr als 500 Menschen vom Beueler Rondell über die Kennedybrücke zum Friedensplatz. Getragen von Friedensliedern nahmen sie am Bonner Ostermarsch 2018 teil, der dieses Mal unter dem Motto „Für Frieden – ernsthaft und konsequent“ stand. Mit breitem Banner, Friedensfahnen und Flyern war auch das Frauennetzwerk für Frieden e.V. durch Ilse Jacobs und Ute Fischer vertreten. Initiiert von der offenen Mitsinggruppe „Hand in Hand“, unterstützten über 50 Gruppierungen und Einzelpersonen die im wahrsten Sinne des Wortes stimmgewaltige Veranstaltung. Das Frauennetzwerk für Frieden e.V. gestaltete einen der Stopps, die den Zug für Aktionen und politische Reden unterbrachen. So kam es auch an der Bertha-von-Suttner-Stele am gleichnamigen Platz zu einem größeren Menschenauflauf um die Vertreterin des FNF. Ganz im Sinne der ersten weiblichen Friedensnobelpreisträgerin von 1905 beschäftigte sich Ute Fischer mit dem Irrglauben, Waffen könnten Frieden in die Welt bringen, und blickte hoffnungsvoll auf den „March For Our Lives“ wenige Tage zuvor in Washington, wo 800.000 überwiegend junge Menschen aufgewühlt vom so genannten Schulmassaker von Parkland/Florida auf die Straße gegangen waren. - „Die Waffen nieder! – Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen.“ Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an einen unbekannten Ostermarschierer und an Marlene und Olga, zwei Frauen aus der Menge, die Ilse Jacobs und Ute Fischer beim Bannertragen spontan unterstützten und sich sehr für die Arbeit des FNF interessierten. Und was die "jungen Menschen" angeht: sie waren auch beim Bonner Ostermarsch 2018 auffallend und erfreulich gut vertreten!

Herzliche Einladung: Mi, 04.04.2018, Bonn: Die Frau im Hinduismus - ein Erfahrungsbericht aus Nepal

Das Frauennetzwerk für Frieden läft herzlich ein zum Bildvortrag "Die Frau im HiFlyer 04.04.18 Veranstaltung Nepalnduismus". Kira Lizza, Mitglied und Schatzmeisterin des FNF, wird einen spannenden Erfahrungsbericht über ihre Zeit in Nepal geben. Drei Monate hat sie in Kathmandu gelebt und gearbeitet und viele Einblicke in die Kultur und die soziale Situation des Landes gewinnen können. Ein Anliegen dabei ist ihr, über die Situation der Frau im nepalesischen Kastensystem und im Hinduismus zu informieren und zu sensibilisieren.

Wann: Mittwoch, 04.04.2018, 18-20 Uhr

Wo: Internationales Frauenzentrum Bonn (ifz, Quantiusstraße 8, direkt am Hinterausgang des Hauptbahnhofs)

Der Eintritt ist frei, Spenden sind aber herzlich willkommen. Sie sind bestimmt für ein Frauen- und Mädchenprojekt in Nepal.

Zur besseren Planung bitten wir um eine formlose Anmeldung per Mail an info[at]frauennetzwerk-fuer-frieden.de oder telefonisch unter 0228 - 626730, aber spontanes Vorbeikommen ist selbstverständlich auch möglich.

Treffen zum Austausch über das Selbstverständnis des FNF

Wie beim regionalen Info- und Planungstreffen verabredet, traf sich eine Gruppe von FNF-Frauen am 21. März im Internationalen Frauenzentrum in Bonn, um der Frage nach dem Selbstverständnis des FNF nachzugehen.  Als Einstieg wählten wir das Thema “Was ich mit dem Frauennetzwerk verbinde“, und zwar mit Hilfe einer Dialog-Runde unter der Leitung von Gaby Weber, Trainerin & Dialogprozessbegleiterin, ausgebildet beim Institut Dialog Transnational.Selbstverstndnis 21.03.2018 Gruppe  Die anschließende Reflektionsrunde ergab ein unterschiedliches, aber durchaus positives Feedback zur Methode und einen reichen Schatz an Zuschreibungen zum FNF: die Zusammenarbeit und Solidarität bzw. das Vertrauensverhältnis unter den Frauen, die Bündelung der Kräfte, das Engagement bei schwachen finanziellen Ressourcen, Heide Schütz als enge Verbindung zum FNF, das FNF als Ort, an dem man lernt, die heterogene Gruppe von Frauen unterschiedlicher Generationen, das gemeinsame Ziel Frieden, die Annahme als Frau in ihrer Ganzheit ohne dass Erwartungen gestellt werden, die Sichtbarmachung von friedensaktiven Frauen und vieles mehr. Unter anderem ergab sich auch eine Diskussion zum Thema „Männer im FNF“. Die Gedanken der Anwesenden: Ein Netzwerk nur für Frauen bedeutet für manche Frauen einen Schutzraum, in dem sie offener reden und handeln können. Männer und Menschen anderen Geschlechts sollen im FNF jedoch grundsätzlich willkommen sein, wenn sie mit und bei uns die Friedensarbeit von Frauen unterstützen wollen.
Das anschließende Brainstorming mit Hilfe von Moderationskarten zum Thema „Was ist das Besondere an unserer Arbeit?  Und was ist unsere Vision – was sollte das Frauennetzwerk für Frieden erreichen?“ brachte eine Fülle von Antworten, darunter  z.B. den Wunsch nach mehr internationaler Vernetzung und mehr Diversität oder die Idee, neue Medien und Aktionsformate auszuprobieren.

Leider lief die Zeit davon und nach drei Stunden hieß es: Schlussrunde. Fazit: Wir wollen den produktiven Nachmittag in einem weiteren Treffen zur Klärung und Gewichtung der Fülle der interessanten individuellen Beiträge fortsetzen. An dieser Stelle geht ein ganz herzlicher Dank an Gaby Weber, die die Sitzung als Moderatorin kompetent und aufmerksam gestaltet und begleitet hat! Wer Interesse hat, beim nächsten Treffen dabei zu sein, melde sich gerne bei uns in der Geschäftsstelle.

Elise Kopper ist neue Geschäftsführerin des FNF

Elise GFNach dreijähriger kompetenter Arbeit für das FNF und einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem Vorstand in der Geschäftsstelle können wir nun Elise Kopper (Foto) mit großer Freude als Geschäftsführerin willkommen heißen! Möglich wurde das durch den Erfolg eines gezielten Fundraisings. Zu den vielfältigen Aufgaben von Vorstand und Geschäftsführung gehören die Öffentlichkeitsarbeit, die Betreuung der Website, die Organisation, Planung und Durchführung von Veranstaltungen, die Betreuung der Praktikantinnen, Fundraising für Projekte und vieles mehr – all dies war rein ehrenamtlich nicht (mehr) möglich. Allen, die mit ihren Spenden dazu beigetragen haben und weiterhin dazu beitragen, die notwendigen finanziellen Ressourcen für eine – bescheidene – Jobvergütung unserer Geschäftsführerin zu ermöglichen, sei unser herzlicher Dank ausgesprochen!

Unser großer Dank geht auch an Elise selbst, dass sie mit ihrem Know-How und ihrem Friedensengagement das Frauennetzwerk für Frieden tatkräftig und zukunftsweisend unterstützt!


Erstes Regionales FNF-Info- und Planungstreffen in Bonn

Dieses neue Format kam gut an: 16 FNF-Frauen folgten der Einladung und informierten sich am 18.02.2018 beim ersten regionalen Info- und Planungstreffen in Bonn über den Stand der FNF-Arbeit seit der letzten Mitgliederversammlung im November 2017. Die Frauen diskutierten die Gestaltung der FNF-Arbeit der nächsten Monate und darüber hinaus und bereicherten sie durch viele Beiträge. Themen waren u.a. die Zukunft des Streitschlichtungstreffs, die Kooperation mit dem Internationalen Frauenzentrum bezüglich eines politischen Tanztheaters (die Frauen und der Friedensprozess in Kolumbien), die Kooperation mit dem europäischen Theaterensemble G.I.F.T. (German Italian French Theater) zum Thema Krieg und Frieden aus Anlass von 100 Jahren Endes des 1. Weltkrieges (s.o.), Ideen zur Weiterentwicklung des Bertha-von-Suttner Projektes, zum Bonner Ostermarsch und vieles mehr.

Wichtig waren auch die Fragen nach der Rolle der Männer im FNF und nach dem Selbstverständnis der FrauenFriedensarbeit im FNF. Aus dieser Diskussion heraus entstand das Bedürfnis, bei einem nächsten Treffen genau diese Fragen in den Mittelpunkt zu stellen. Das detaillierte Protokoll wurde an die Mitglieder verschickt und kann bei Interesse in der Geschäftsstelle angefordert werden.
    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      Fax: +49(0)228 - 62 67 80
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 
      Ansprechpartnerin: Heide Schütz

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn