„'Arme Soldaten' - das Wort klang mir noch lange nach, sie hatte es so mitleidsvoll betont. (...) Aber wie - flog es mir durch den Kopf - wenn man sie gar nicht hinschicken würde in all den Jammer, die armen Leute: wäre das nicht noch viel besser?" - von Bertha von Suttner in 'Die Waffen nieder!', 1889.
Mit diesen Worten hinterfragt Martha Althaus in Bertha von Suttners Roman 'Die Waffen nieder!', warum Soldaten überhaupt in den Krieg geschickt würden, nur damit später ihr Leid beklagt werde. Die Hauptfigur Martha entwickelt sich, mit autobiografischen Elementen von Bertha von Suttner selbst, von einer zunächst patriotisch begeisterten Frau zu einer entschlossenen Pazifistin.
So fand Bertha schon damals die Worte, die auch in den heutigen Diskussionen um eine Wiederaufnahme der Wehrpflicht in Deutschland gestellt werden sollten: Warum schicken wir (wieder) Menschen in den Krieg anstatt über andere Möglichkeiten der Konfliktbearbeitung nachzudenken?
Info: Vom 07.11.2025 bis 15.01.2026 könnt ihr das gleichnamige Theaterstück "Die Waffen nieder!" im Schauspielhaus Bad Godesberg erleben.
Das Jahr 2025 stand für die Friedensbewegung ganz im Zeichen der Erinnerung: 80 Jahre nach den Atombombenabwürfen auf Hiroshima und Nagasaki gedachten Menschen weltweit der Opfer und falteten Zehntausende Origami-Kraniche – auch in Deutschland. Ein Großteil wurde in diesem Jahr bereits nach Hiroshima geschickt, aber wir möchten auch nächstes Jahr noch einmal Kraniche auf die Reise nach Japan schicken. Damit diese besonderen Friedenssymbole in Hiroshima ausgestellt werden können, müssen sie nun noch auf lange Schnüre aufgefädelt werden.

Am Dienstag, dem 25.11.2025, wird die US-amerikanische Aktivistin Anna Gyorgy wieder zu Gast in Bonn sein. Im Rahmen unseres Themenabends wird sie mit uns unter anderem über den zivilgesellschaftlichen Widerstand in den USA gegen die aktuelle US-Regierung unter Trump diskutieren.
Am 07.11. besuchten wir im Theater Bonn die Premiere des Theaterstücks „Die Waffen nieder!“ nach dem gleichnamigen Roman der Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner. Gemeinsam mit mehreren Mitgliedern unseres Vereins hatten wir die Gelegenheit, im Foyer einen Informationsstand zum Frauennetzwerk für Frieden sowie zu Leben und Wirken Bertha von Suttners aufzubauen.

