Das hat es in dieser Form noch nicht gegeben: Am vergangenen Freitag, dem 2. Oktober 2026, versammelten sich über 20.000 größtenteils sehr junge Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Hauptorganisator*innen der Konzertkundgebung waren der Schulstreik gegen Wehrpflicht, die DFG-VK, die IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und Ohne Rüstung Leben gemeinsam mit medico international und attac. Das FNF war eine von zahlreichen unterstützenden Organisationen bundesweit.
Die Teilnehmenden tanzten, protestierten und setzten ein unüberhörbares Zeichen gegen Aufrüstung, Kriege und insbesondere die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht.
Was am Nachmittag mit einigen Tausend Teilnehmenden begann, wuchs bis zum Abend zu einer riesigen Friedenskundgebung an. Auf bunten Transparenten forderten die Protestierenden Investitionen in Gesundheit, Bildung und den Sozialstaat statt in Milliarden für das Militär.
Erinnerungskultur lebendig halten: Premiere des Films: »Friedensweg Bonn«
Am vergangenen Dienstag, dem 29.9.2026, haben das Frauennetzwerk für Frieden und das Netzwerk Friedenskooperative gemeinsam mit dem Bonner Film- und Videoclub und Wissenskulturen e.V. die Premiere des Films „Friedensweg Bonn“ gefeiert! Für den Dokumentarfilm wurden wir auf einer Führung über den Friedensweg begleitet und der Film wurde durch den Bonner Film- und Videoclub später mit historischen Aufnahmen und aktuellen politischen Bezügen ergänzt.
Nach einer ersten Begrüßung durch Beate Roggenbuck, Mitglied des FNF und freiberufliche Trainerin, fand im Anschluss an den Film ein moderiertes Gespräch mit dem Regisseur Michael Paetau, der Projektkoordinatorin Annegret Krüger (Vorsitzende FNF und Mitarbeiterin beim Netzwerk Friedenskooperative), die auch für den Film interviewt wurde, und der FNF-Geschäftsführerin Elise statt, bei dem auch das Publikum Fragen einbringen konnte.
Dabei ging es unter anderem darum, wie man weitere Gruppen für das Thema Frieden und Erinnerung begeistern kann, um die Erinnerungsarbeit zu Bertha von Suttner sowie um die Frage, was eine aktive Erinnerungskultur eigentlich bedeutet.
Wir bedanken uns herzlich bei allen, die so zahlreich gekommen sind und diesen besonderen Abend mit uns geteilt haben! Ein besonderer Dank geht an den Bonner Film- und Videoclub, der dieses tolle Filmprojekt auf die Beine gestellt hat und damit dazu beiträgt, unser Projekt "Friedensweg Bonn" über die Grenzen Bonns hinaus bekannter zu machen!
Ihr habt die Premiere verpasst? Kein Problem! Der Film ist auf dem Vimeo Kanal des Bonner Film- und Videoclubs jederzeit verfügbar. Ein Film für alle, die den Friedensweg Bonn noch nicht kennen, aber auch für alle, die schon mal bei einer Führung dabei waren und mehr über die Hintergründe des Projekts und aktive Erinnerungskultur im öffentlichen Raum erfahren möchten!
Das FNF zu Besuch im Bonner Rathaus
Am Dienstag, dem 22.09., fand im Alten Rathaus das zentrale Event der Bonner Friedenstage unter dem Titel „Krieg wird von Menschen gemacht, Frieden auch!“ statt.
Beim „Markt der Friedensdienste“ informierten sich zahlreiche interessierte Besucher*innen über die verschiedenen Möglichkeiten, sich für Frieden und internationale Zusammenarbeit zu engagieren. Auch wir durften mit einem Stand vor Ort sein, an dem wir über unsere Arbeit informierten und zahlreiche interessante Gespräche mit Besucher*innen führen konnten.
Im anschließenden Panel wurden nach einem Grußwort der Stadt Bonn unterschiedliche Wege des Engagements für den Frieden vorgestellt. Vertreter*innen von Eirene, UN Volunteers und Pro Peace gaben Einblicke in die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich, im Rahmen eines Freiwilligendienstes oder als professionelle Friedensfachkraft für Frieden und zivile Konfliktbearbeitung einzusetzen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für die spannenden Einblicke und die anregenden Gespräche. Unser Dank gilt außerdem dem General-Anzeiger für die Berichterstattung sowie den Veranstalter*innen von Pro Peace, dem Gustav-Stresemann-Institut Bonn, der Stadt Bonn, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen NRW und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung für die Einladung und die gelungene Veranstaltung.
Friedenszitat September 2026
„They weaponized our pain, but our grief must not be an excuse for war. It must be the catalyst to end the bloodshed.“
Auf Deutsch (eigene Übersetzung): „Sie instrumentalisierten unseren Schmerz, aber unsere Trauer darf keine Rechtfertigung für Krieg sein. Sie muss der Anstoß sein, das Blutvergießen zu beenden.“
Dieses Zitat stammt aus einer Rede, die der israelische Friedensaktivist Maoz Inon am 28. September 2026 vor dem UN-Sicherheitsrat hielt. Dort sprach er gemeinsam mit dem palästinensischen Friedensaktivisten Aziz Abu Sarah.
Nachdem Inons Eltern beim Anschlag vom 7. Oktober 2023 durch die Hamas ermordet worden waren, entschieden er und seine Familie sich bewusst dagegen, Rache und Gegengewalt zu fordern. Stattdessen entschied er sich, sich mit aller Kraft für Frieden und Versöhnung einzusetzen.
Gemeinsam mit palästinensischen und israelischen Friedensaktivist*innen setzt er sich seitdem auf internationalen Bühnen für einen Weg aus der Gewalt und Vergeltung ein, unter anderem als Mitglied des The Parents Circle.
Gemeinsam mit Aziz Abu Sarah schrieb er das Buch „The Future is Peace“ und gründete die Friedensinitiative InterAct International. Diese setzt sich für Dialog, gegenseitiges Verständnis und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinenser*innen ein und unterstützt Friedensaktivist*innen und Gemeinschaften in Israel und Palästina durch Bildungsprogramme, Veranstaltungen und internationale Kooperationen.
Nuclear Abolition Day: FNF unterzeichnet internationalen Appell zur Abschaffung von Atomwaffen
"Stop nuclear weapons - peace is in your hands!" - so lautet der diesjährige Slogan zum Nuclear Abolition Day. Anlässlich dieses Tages hat das FNF nun einen internationalen Appell unterzeichnet.
Am 26. September erinnert der International Day for the Total Elimination of Nuclear Weapons (Internationaler Tag zur vollständigen Abschaffung von Atomwaffen oder "Nuclear Abolition Day") an das internationale Ziel einer Welt ohne Atomwaffen. Von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 2013 beschlossen, wird er seit 2013 jährlich begangen. Ziel ist es, über die Gefahren von Atomwaffen aufzuklären, die internationale Aufmerksamkeit auf nukleare Abrüstung zu lenken und konkrete Schritte hin zu einer atomwaffenfreien Welt einzufordern.
Das Datum erinnert an den Vorfall am 26. September 1983, an dem die Menschheit sehr nah einem fatalen Atomkrieg entgangen ist: Als der sowjetische Offizier Stanislaw Petrow sich entschied, einen vermeintlichen US-Raketenangriff als Fehlalarm zu erkennen und diesen nicht zu melden. Dadurch widersprach er nicht nur seinen Befehlen, sondern verhinderte auch die reale Möglichkeit eines Vergeltungs-Atomschlags.
Friedensgeschichte(n) sichtbar machen! Führungen über den Friedensweg Bonn.
Friedensgeschichte(n) sichtbar machen: Im September durften wir gleich zwei Gruppen über den FriedenswegBonn führen .
Los ging es mit einer Gruppe von Expats, die auf Einladung der Stadt Bonn und der Stiftung Internationale Begegnung der Sparkasse KölnBonn gemeinsam mit uns fünf Stationen vom Hofgarten bis zum Bertha-von-Suttner-Platz entdeckten. Für uns eine ganz besondere Führung, denn einer Projektförderung der Stiftung Internationale Begegnung haben wir es zu verdanken, dass wir die Broschüre zum Friedensweg vor einigen Jahren auf Englisch übersetzen konnten und so auch internationale Gruppen den „Peace Trail Bonn“ erleben können!
Die zweite Führung fand im Rahmen der Bonner Friedenstage statt und umfasste acht Stationen vom Hiroshima-Mahnmal in Bonn-Beuel über die Beethovenhalle, an der wir an Petra Kelly erinnern, das Geburtshaus von Johanna Elberskirchen und das Alte Rathaus bis zur Endstation Hofgarten. Bei dieser Führung begleitete uns auch ein Reporter vom CampusRadio BonnFM - wir freuen uns, dass du dabei warst!
Herzliche Einladung: Di, 29.09., Bonn: Filmpremiere "Friedenweg Bonn"
Der Film beobachtet den »Friedensweg Bonn« als Beispiel für eine aktive Erinnerungskultur, die sich aus der Verengung auf ritualisierte staatlich verordnete Formen der historischen Erinnerung befreit. Der »Friedensweg Bonn« beschreitet neue Wege, um eine dem Frieden und den Menschenrechten verpflichtende Erinnerungskultur in der Bevölkerung wachzuhalten.
Der Film ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Bonner Film- und Videoclub, Wissenskulturen e. V. sowie dem Netzwerk Friedenskooperative und dem Frauennetzwerk für Frieden e. V., die auch diese Veranstaltung durchführen.
Das Filmteam sowie alle Beteiligten werden anwesend sein und stehen für Fragen und Diskussion mit dem Publikum zur Verfügung.
Wann? Dienstag, 29.09.2026, 18:30 Uhr
Wo? Haus Mondial, Fritz-Tillmann-Str.9
Der Eintritt ist frei! Wir freuen uns über Spenden vor Ort :).
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bonner Friedenstage statt.
Veranstalter*innen: Bonner Film- und Videoclub, Wissenskulturen e. V., Frauennetzwerk für Frieden e.V. und Netzwerk Friedenskooperative
Herzliche Einladung: Di, 06.10.2026, Bonn: "Daybreak in Gaza" - Lesung und Gespräch mit Mahmoud Muna und Matthew Teller
Am Dienstag, dem 06.10.2026, laden wir gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah e.V. zu einer besonderen Lesung nach Bonn ein: Mahmoud Muna, Buchhändler und Kulturvermittler aus Jerusalem, und Matthew Teller, britischer Autor und Journalist, lesen aus ihrem neuen Buch "Daybreak in Gaza":
Gaza war einst ein Ort voller Leben – geprägt von Menschlichkeit, Kreativität, kultureller Vielfalt und einer blühenden Industrie. Heute ist dieser Ort nahezu vollständig zerstört, seine Bevölkerung auf der Flucht vor endlosen Angriffen. Doch auch jetzt noch bewahren die Überlebenden von Gaza ihre Kultur durch Literatur, Musik, Kunst, Geschichten und Erinnerungen. Das Buch zeichnet dieses Erbe auf. Es ist ein bewegendes Zeitzeugnis über einen außergewöhnlichen Ort und seine Menschen. Künstler:innen, Ärzt:innen, Studierende, Bauern, Lehrkräfte, Akrobatinnen, Ladenbesitzer und viele mehr kommen zu Wort. Ihre Geschichten handeln von Liebe, Verlust, Angst und Hoffnung – und vom Überleben inmitten der Zerstörung.
Mahmoud Muna
ist Schriftsteller und Buchhändler aus Ost-Jerusalem. Seine Familie betreibt den renommierten Educational Bookshop in Jerusalem. Muna hat für die London Review of Books und das Jerusalem Quarterly geschrieben. Kürzlich veröffentlichte er die erste arabische Ausgabe des Literaturmagazins Granta.
Matthew Teller
ist Autor und Rundfunksprecher. Seine journalistischen Arbeiten wurden von der BBC, der Times, dem Guardian, dem Independent und der Financial Times veröffentlicht. Er ist Autor des Buches »Nine Quarters of Jerusalem: A New Biography of the Old City«, das vom Telegraph (Großbritannien) zum Buch des Jahres gekürt wurde.
📅 Wann? Di, 06.10.26 🕖 19:00 Uhr
📍 Wo? Zentrifuge Bonn, Godesberger Allee 70, 53175 Bonn-Bad Godesberg
Die Veranstaltung findet auf Englisch statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Eine Veranstaltung des Partnerschaftsvereins Bonn-Ramallah e.V. gemeinsam mit dem Frauennetzwerk für Frieden e.V.
Mehr Information zum Buch und den Autoren findet ihr hier!
Fr, 25.09., Bonn: Mahnwache "Für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina"
Das FNF unterstützt die im monatlichen Rhythmus stattfindende Mahnwache "Für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina":
Die nächste Mahnwache findet am Freitag, dem 25.09.2026, von 17:00 - 18:00 Uhr an der Ecke Poststraße / In der Sürst statt (Achtung, anderer Ort als sonst!).
Angesichts der eskalierenden Siedlergewalt im Westjordanland und der andauernden Gewalt gegen die Menschen in Gaza rufen wir zu zahlreicher Teilnahme auf.
Hinweisen möchten wir auch auf den Mothers' Call der israelisch-palästinensischen Schwesternorganisationen Women Wage Peace und Women of the Sun, von denen Vertreter*innen aktuell in New York sind, um für breite internationale Unterstützung zu werben. Unterzeichnet werden kann der Mothers' Call hier: https://mothers-call.org/
Die Mahnwache wird von folgenden Organisationen unterstützt: Partnerschaftsverein Bonn – Ramallah e.V., pax christi Bonn, Friedensforum Bonn, COLPAZ/Frieden für Kolumbien, Frauennetzwerk für Frieden e.V., Attac Bonn, internationales frauenzentrum bonn e.V., Netzwerk Friedenskooperative, Zen Peacemaker Orden, Informationsstelle Südliches Afrika e.V., Weltladen Bonn e.V., Palästinensische Gemeinde Bonn e.V.
Helfende Hände gesucht: Fr. 9.10., Friedenslauf der Bonner Schulen
Es geht wieder los: Am Freitag, dem 9.10., laufen wieder mehr als 1.600 Schüler*innen beim Friedenslauf der Bonner Schulen für den Frieden und sammeln dabei Spenden für Pro Peace und das FNF.
Bei der Durchführung des Friedenslaufs sind wir auch in diesem Jahr wieder auf viele
helfende Hände angewiesen. Deswegen wenden wir uns an euch mit der Bitte, uns beim
Bonner Friedenslauf tatkräftig zu unterstützen.
Hilfe benötigen wir am Freitag, dem 9. Oktober, vor allem in der Zeit von 9 bis 13 Uhr bei
der Sicherung der Laufstrecke, der Gepäckverwahrung, der Vergabe von Stempeln nach jeder
Runde und der Verpflegung der Läufer*innen. Besonders Einsatzfreudige begrüßen wir gerne
schon für den Aufbau ab 7 Uhr.
Anmeldungen nehmen unsere Kolleg*innen von Pro Peace, die den Friedenslauf maßgeblich organisieren, unter
Eine Anmeldung ist auch über vostel möglich:
https://vostel.de/de/volunteering/projects/12616_Pro-Peace-Forum-Ziviler-Friedensdienst-e-V_Ehrenamtliche-Unterstuetzung-beim-19-Bonner-Friedenslauf_Bonn
Alle weiteren Infos findet ihr hier.
Wir freuen uns riesig, wenn ihr dabei seid!


