„Es gab immer wieder die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.“ - ein Praktikumsbericht von Elena

Elena Hannah Weltfrauentag 2026Mitte Februar habe ich mein sechswöchiges Praktikum beim FNF in Bonn begonnen. Gleich zu Beginn ist mir die sehr lockere und respektvolle Atmosphäre aufgefallen. FNF-Geschäftsführerin Elise ist mit meiner Mitpraktikantin Hannah und mir die wichtigsten anstehenden Termine der nächsten sechs Wochen durchgegangen, sodass ich direkt einen Überblick über die verlangten Tätigkeiten hatte. Elise hat von Anfang an viel Wert darauf gelegt, dass wir unsere Fragen stellen und Meinungen miteinbeziehen können. Auch bei der Aufgabenzuteilung berücksichtigte sie immer unsere Kapazitäten und Wünsche. Ich mochte es beispielsweise gerne, gestalterische Aufgaben zu übernehmen und konnte mich bei Designaufgaben mit Canva und einem Taschen- Fotoshooting für Vinted einbringen. Oft bekamen wir auch Vorschläge für Veranstaltungen wie Mahnwachen, Podiumsdiskussionen, eine Jubiläumsfeier, einen Theaterbesuch des Stücks „Die Waffen nieder“ oder auch ein Friedenskonzert. Bei diesen stand es uns meistens frei, ob wir teilnehmen oder nicht. Hatten wir manchmal keine Zeit oder die Busse streikten, war es gar kein Problem, das Elise mitzuteilen. Sehr hilfreich war in diesem Kontext auch, dass Elise Aufgaben in „Kann“- und „Muss“- Aufgaben eingeteilt hat. Ein Friedenskonzert besuchen war ein Kann, einen Infostand betreuen ein Muss. 

Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig, die einzige Regelmäßigkeit war das wöchentliche Treffen im Büro dienstags um 11:30 Uhr. Dort arbeiteten Hannah und ich an der Website und gingen dann weitere To Dos durch, die wir uns selbständig zeitlich einteilen konnten.

Das Praktikum bei dem FNF hat mich sehr bereichert, da ich oft mit Themen in Berührung kam, die ich sonst nicht in dieser Tiefe mitbekommen hätte. Besonders einprägsam war die Jubiläumsfeier von „Pro Peace“ in Köln, auf welcher verschiedene Referent*innen eindrucksvolle Einblicke in ihre Arbeit gaben. Ich fand es erschreckend, wie wenig ich davor über zivile Friedensarbeit wusste, da die öffentliche Berichterstattung sehr fokussiert auf Regierungen ist.

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Friedenszitat März 2026

Friedenszitat März 2026"Together we choose hope." 

- Combatants for Peace und Parents Circle - Families Forum, Palästinensisch-israelische Friedensorganisationen

Im April halten die Organisationen Combatants For Peace und Parents Circle - Families Forum die 21. gemeinsame israelisch-palästinensische Gedenkfeier. Die Gedenkfeier soll den Dialog zwischen israelischen und palästinensischen Familien mit tragischen Schicksalen eröffnen und gegenseitiges Mitgefühl und Versöhnung ermöglichen. Gemeinsam entscheiden sie sich, die Hoffnung nicht aufzugeben und stattdessen zusammenzuhalten und weiter für Frieden zwischen Israel und Palästina einzustehen. 

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Gemeinsamer Offener Brief an Bundesfamilienministerin Karin Prien: Demokratieförderung bewahren!

Offener Brief Demokratie lebenDas FNF hat den Offenen Brief  von Zukunft Demokratie an Bundesfamilienministerin Karin Prien zum radikalen Umbau des Förderprogrammes "Demokratie leben!" gemeinsam mit mehr als 1.000 anderen Organisationen erstunterzeichnet: 

"Sehr geehrte Frau Ministerin Prien,

die Anzahl extremistischer Vorfälle an Schulen nimmt zu, engagierte Kommunalpolitikerinnen und -politiker werden bedroht oder angegriffen und im digitalen Raum befeuern Extremisten die Radikalisierung aller Altersgruppen: Tagtäglich spüren wir gefährliche antidemokratische Diskursverschiebungen, nach Wahlen feiern Rechtsextreme Rekordergebnisse, und ihre Menschenfeindlichkeit droht in manchen Regionen unseres Landes zur  gesellschaftlichen Normalität zu werden. Es ist offensichtlich, dass das Modell unserer liberalen Demokratie massiv unter Druck steht. Es befremdet uns sehr, dass ausgerechnet in dieser kritischen Situation mit “Demokratie leben!” das zentrale Demokratie-Förderprogramm der Bundesregierung massiv umgebaut werden soll. Über diese geplante Neuausrichtung sind wir ernsthaft besorgt, denn damit drohen etablierte Strukturen und über Jahre aufgebaute Expertise, die im Kampf gegen Extremismus, Antisemitismus, Rassismus und Radikalisierung sowie zur Demokratieförderung dringend erforderlich sind, offen in Frage gestellt zu werden.

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Petition: Nur JA heißt JA – Sexualstrafrecht an internationale Menschenrechtsstandards anpassen

Nur Ja heißt JaDie Petition „Nur JA heißt JA – Sexualstrafrecht an internationale Menschenrechtsstandards anpassen“ wurde bundesweit zum 2. März 2026 als interdisziplinäre Initiative der Feminist Law Clinic gestartet und bereits von 98.430 Menschen unterzeichnet. (Stand: 22.03.2026)

Das FNF unterstützt die Petition als eine der Erstunterzeichner*innen und steht hinter den Forderungen von Lilith Rein & Alina Kuhl an Dr. Stefanie Hubig, die Bundesministerin der Justiz.

Gefordert wird die Einführung eines konsensbasierten „Nur Ja heißt Ja“- Standards durch Reform des § 177 Abs. 1 StGB und die vollständige Umsetzung von Artikel 36 der Istanbul-Konvention.

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Fr, 27.03.2026, Bonn: Mahnwache für einen gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina

Friedenstaube swDas Frauennetzwerk für Frieden e.V. unterstützt auch dieses Mal wieder die im monatlichen Rhythmus stattfindende Mahnwache "Gerechter Frieden zwischen Israel und Palästina":

Von einem gerechten Frieden zwischen Israel und Palästina sind wir nach wie vor noch sehr weit entfernt. Die humanitäre Lage im Gaza ist unverändert sehr schwierig. Es fehlen Lebensmittel und Medikamente. Immer wieder gibt es Übergriffe des israelischen Militärs. Es gibt Gewalt von Siedlern gegen die palästinensische Bevölkerung im Westjordan Land: Israelis die sich gegen die Politik von Netanjahu wenden haben einen schweren Stand. Es ist daher dringend notwendig den Blick wieder und weiter auf die Situation in Gaza und in Palästina zu lenken, der wegen des Krieges der Regierung Netanjahus gegen den Iran nur noch selten in den Medien vorkommt. 

Die nächste Mahnwache findet am Freitag, dem 27.03.26, von 15:00 - 16:00 Uhr vor dem Alten Rathaus in Bonn statt.

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Genug von systematischer Abwertung, von unbezahlter Care-Arbeit, von Femiziden und patriarchalen Machtstrukturen! Rückblick auf den Frauen*-Generalstreik am 9.3.2026

enough streik kleinerAm 9. März ab 12:00 Uhr fand der Frauen* Streik von Enough! auf dem Münsterplatz statt. Die Initiative ENOUGH! GENUG! wurde für den Frauen* Streik am 9.3.2026 gegründet; aus vier Gründerinnen im Frühjahr 2025 wurden 760 Frauen* und ein Dutzend Männer*, 26 Regionalgruppen und Organisationen, die voller Motivation in das Streikjahr 2026 starten.

Auch in Bonn hatte sich ein lokales Bündnis gebildet, welches den Streik am 9. März organisierte.

Dafür wurde ein vielfältiges Programm mit Infoständen und abwechselnden künstlerischen Darbietungen und Interviews von 12 bis 16 Uhr erstellt. Außerdem gab es 50 rote Stühle mit Plakaten und Zetteln: Setz Dich hin – mach mal Pause. Sie luden die Passant*innen ein, sich hinzusetzen und ins Gespräch zu kommen. Wovon habt Ihr genug? Wovon träumt Ihr? Was wollt Ihr nicht mehr tun? Wieviele Pausen nehme ich mir?

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Das FNF beim Internationalen Frauentag der Stadt Bonn

Bild Internationaler Frauentag Bonn 2026 Hannah Elena Clara HeideAm 10. März war es soweit: In der Internationalen Begegnungsstätte in der Ollenhauerstraße in Bonn waren wir zum Internationalen Frauentag mit einem Informationsstand, viel Verstärkung und zahlreichen bunten Kranichen dabei!

Als Teil von fast 30 Informationsständen haben wir von 11 bis 17 Uhr beim Markt der Möglichkeiten viele tolle Gespräche mit Jung und Alt geführt und uns mit vielen anderen Bonner Organisationen und Beratungsstellen vernetzt. Vor Ort an unserem Infostand waren unsere Praktikantinnen Hannah und Elena, Vorstandsmitglied Clara, Ehrenvorsitzende Heide und FNF-Mitglied Ilonka. Um 13 Uhr begrüßte Bürgermeistern Dr. Ursula Sautter die Teilnehmenden, anschließend berichtete Gabrielle Henderson von UN Women über ihre Arbeit.

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March 8 — The Representation of Struggle

Muzhda IFT 2026Ein Beitrag von FNF-Mitglied Muzhda Ahmadi zum heutigen Internationalen Frauentag.

March 8, the day they named “Women’s Day,” but to me it is like a flower placed on cold soil; a flower meant to calm consciences, not to heal wounds. A day when smiles are formal and messages are filled with beautiful words, yet behind those same words stand years of silence and suffering.

They say this day is a legacy of struggle; a day recorded in the calendars of the world under the name of the United Nations so that the voices of women may be heard. But what is the benefit when many voices still break in their throats? When justice grows tall only in slogans but remains short in real life?

For me, March 8 is like a candle in the wind; it is lit, they take photos, they applaud, they symbolize the struggle, and then they extinguish it until next year. As if dust has been thrown into women’s eyes so their tears are seen less. As if instead of rights, condolences have been given; a short condolence for a long suffering.

There are women who even on this day work, fear, endure, and remain silent. Hands that are cracked, hearts that are broken, dreams that have been buried halfway along the path. For them, March 8 is neither a celebration nor an honor; it is only a reminder of a wound that has not yet healed and reopens every year.

If a day comes when being a woman no longer means struggle, when safety and respect do not need an occasion, perhaps then this date will find meaning. Until then, this day for me is only a name on paper; a glittering name on a cracked wall, not a light in life.

Wir danken Muzhda für diese nachdenklich stimmenden Worte.

Herzliche Einladung: Di, 10.03.2026 in Bonn - Markt der Möglichkeiten zum Internationalen Frauentag

Internationaler Frauentag in BonnZum Anlass des Internationalen Frauentages am 8. März veranstaltet die Stadt Bonn am Dienstag, dem 10. März 2026, einen Markt der Möglichkeiten sowie spannende Workshops und Vorträge. Stattfinden wird die Veranstaltung von 11 bis 17 Uhr in der Internationalen Begegnungsstätte in der Ollenhauerstraße 1.

Über 20 Stände von Bonner Organisationen, Vereinen und Beratungsstellen werden vor Ort sein, um sich mit Besuchenden aktiv auszutauschen, darunter auch das FNF.

Um 13 Uhr wird Bürgermeisterin Dr. Ursula Sautter die Teilnehmenden begrüßen und einen Rundgang an den Ständen machen. Im Rahmen der Veranstaltung soll sich über wichtige Themen ausgetauscht, über Angebote informiert, und gefeiert werden. Es werden viele Akteur*innen präsent sein, die sich für Frauenrechte und mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft und hier in Bonn einzusetzen.

Auch das FNF wird mit einem Infostand vor Ort sein. Schaut gerne vorbei! Wir freuen uns darauf, neue Gesichter kennenzulernen und alte Bekannte wiederzutreffen!

Alle weiteren Infos findet ihr auf der Webseite der Stadt Bonn.

Foto Copyright: Bundesstadt Bonn, Bild: Angelina Bambina/adobeStock.com

Friedenszitat Februar 2026

Friedenszitate ab 2025 Februar"Erinnerung! Gerechtigkeit! Aufklärung! Konsequenzen!" 

Das sind die Forderungen der Initiative 19. Februar Hanau

Dass auch in diesem Februar, sechs Jahre nach dem rechtsterroristischen, rassistischen Anschlag in Hanau, die Namen der Opfer in den sozialen Medien über alle Kanäle liefen, dass es einen wunderbaren Raum der Erinnerung in Hanau gibt, dass es Bücher über den Anschlag und das Leben von Betroffenen gibt, dass so viele Menschen an die Opfer erinnern, dass selbst Parteien und Regierungsinstitutionen Posts zum Gedenken verfassen, ist allein dieser Initiative und den betroffenen Familien zu verdanken.

 

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
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    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn