Seit mehr als 20 Jahren ist das Frauennetzwerk für Frieden e.V. Mitglied in der International Alliance of Women(IAW), einer Frauenrechtsorganisation, die sich auch dem Thema Frieden immer wieder gewidmet hat. Das Motto: „Equal chances – equal responsibilities“ / “Gleiche Chancen, gleiche Verantwortung“. Der Kontakt kam durch eine der ersten Vorstandsfrauen des FNF, Inge Heyl, zustande. Die IAW wurde 1904 in Berlin gegründet und die Feier des 100-jährigen Jubiläums in Berlin im Roten Rathaus im Jahr 2004 war für alle ein Erlebnis. Die IAW ist mit rund 50 Mitgliedsorganisationen und vielen Einzelmitgliedschaften – es sollen noch mehr werden! - global aufgestellt. Der neue Vorstand vereinigt 14 Nationen aus allen 5 Kontinenten. Eine der jungen Frauen ist die Enkelin einer der früheren Präsidentinnen aus Australien: ein ermutigender Generationenmix. Heide Schütz, bis 2019 Vorsitzende des FNF, wird als Oldie in der Peace Commission weiterhin aktiv sein.
Der diesjährige Kongress (Turnus alle drei Jahre) mit anstehenden Wahlen fand wegen der Covid-19 Pandemie zum ersten Mal in der 116-jährigen Geschichte an drei Tagen digital statt, vorbereitet in 8 Monaten von einer Task Force. Heide Schütz vertrat das FNF. Der Kongress wurde ein großer Erfolg, auch insofern, als dadurch Frauen aus Ländern teilnehmen konnten, die anderweitig wegen der hohen Kosten einer mehrtägigen Veranstaltung nicht hätten anwesend sein können. Ein weiteres international wichtiges Signal war die Wahl von Cheryl Hayles zur Präsidentin, einer Woman of Colour aus Kanada. Ein weiterer wichtiger neuer Schritt ist die Tatsache, dass die IAW nun über die politische Arbeit zur Gleichstellung der Frau hinaus auch solidarisch orientierte Projektarbeit zum Empowerment von Frauen gestartet hat.
Wir gratulieren Marion Böker aus unserer Mitgliedsorganisation Deutscher Frauenring zur Wahl zu einer der beiden Vize-Präsidentinnen der IAW!
Zitat der US-amerikanischen christlichen Sozialistin, Frauenrechtlerin und Pazifistin Dorothy Day (1897 - 1980).
Hintergrund der Initiierung des Aktionstages war der Fall Mirabal. Die Drei Schwestern Aída Patria Mercedes Mirabal Reyes de González, María Argentina Minerva Mirabal Reyes de Tavárez und Antonia María Teresa Mirabal Reyes de Guzmán waren dominikanische Regimegegnerinnen, die 1960 durch Militärangehörige des damaligen Diktators Rafael Trujillo verschleppt, vergewaltigt und gefoltert und schließlich ermordet wurden. Bei einem Treffen lateinamerikanischer und karibischer Feministinnen in 1981 wurde der 25. November zum Gedenktag der Opfer von Gewalt an Frauen ausgerufen.
Dieser Friedensaufruf wurde uns während des Armenisch-Azerbaidjanischen bewaffneten Konfliktes im Oktober 2020 von Salome Adamia geschickt. Die Initiative für das Manifest ging vom Center for Human Rights and Monitoring (EMC) in Georgien aus und wurde vom Peace Institute for Progress (PIP) und Einzelpersonen unterstützt. 

