Jetzt bestellen: Unsere Dokumentation zum Abendsymposium "Vom Frieden her denken und handeln"

Was lange währt, wird endlich gut – und in diesem Fall finden wir, dass das alte Sprichwort stimmt! Denn unsere Dokumentation zum Abendsymposium „Vom Frieden her denken und handeln – Alternativen zur Sicherheitslogik und Gewaltkultur“ vom 17.11.2017 ist nun fertig und gefällt uns richtig gut. Die Beiträge geben reichhaltige Einblicke in Theorie und Praxis der Friedenskultur und Friedenslogik und bieten auch konkrete AnsatzpunDeckblatt Doku 17.11.2017kte für mehr Friedenshandeln in Politik und Gesellschaft. 

Sie und euch erwarten Beiträge zu Friedenslogik, Friedenskultur, Friedensgeschichte und Frieden aus psychoanalytischer Perspektive von unseren Referent*innen Beate Roggenbuck, Katarina Marej, Dr. Susanne Jalka und Prof. Peter van den Dungen. Darüber hinaus beinhaltet die Dokumentation einführende und zusammenfassende Beiträge von Heide Schütz und Elise Kopper sowie das Programm des Abendsymposiums, eine Einladung zum Projekt „DenkMalFrieden“ 2018 sowie eine Kurzvorstellung des Projekts „Friedenslogik weiterdenken – Dialoge in Friedensarbeit und Politik“ und Infos zum Frauennetzwerk für Frieden e.V.    

Die Dokumentation (52 Seiten, spiralgebunden) wird gerade gedruckt und kann in Kürze bei uns in der Geschäftsstelle zum Preis von 3,50 Euro pro Stück + Versand erworben werden. Außerdem kann sie hier kostenlos als PDF abgerufen werden.

JETZT ANMELDEN: Sa, 05.05.2018, Bonn: Workshop "Frauen und Gefühle im Konflikt"

Ob freudige, ängstliche oder ärgerliche Gefühle – sie gehören dazu, sind Ausdruck der Lebendigkeit und signalisieren, was los ist und gebraucht wird. Sie helfen uns, zu einer ganzheitlichen Einschätzung der Situation zu kommen und Kraft und Mut zu haben, um ins Gespräch zu gehen und die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Aber alter Ärger, unterdrückte Wut oder Angst, nicht zugelassener Schmerz oder Trauer aus der Vergangenheit können Konflikte oft auch zusätzlich befeuern. Dann ist es hilfreich, die Anzeichen dafür Wordle Workshop Gefhlezu erkennen, um Altes und Aktuelles voneinander trennen und alte schädliche Muster überwinden zu können.

Ob in Bezug auf Arbeit und Geld, Partnerschaft, Sexualität und Liebe, Familie, oder im Umgang mit politischem Engagement oder uns selbst und unserem Körper – als Frauen in bewegten, sich verändernden und herausfordernden Zeiten, hilft ein bewusster und wohlwollender Umgang mit den eigenen Gefühlen. Im Workshop soll es darum gehen, die Gefühle wahrzunehmen, wertzuschätzen und zu nutzen, um in Konflikten die tieferen Ebenen zu verstehen und Lösungen zu finden, die Kopf,  Herz und Bauch einbeziehen, kurz um die emotionale Intelligenz.  Weitere Infos gibt es hier.

Trainerinnen/Referentinnen: Gudrun Knittel und Anja Stiel aus Köln
Wann: Samstag, 05. Mai 2018, 14-18 Uhr, 4-stündiger Workshop nur für Frauen
Wo: Internationales Frauenzentrum Bonn, Quantiusstraße 8, 53115 Bonn (direkt am Hinterausgang des Hbf)
Teilnahmebeitrag: regulär 25,- €; ermäßigt 15,- €; Solidarbeitrag 35,- €
Anmeldung: möglichst bis Montag, 30.04.2018 per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 0228 / 626730 (auch AB)

+++ UPDATE 03.05.2018: Auch kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich, es sind noch drei Plätze frei +++

 

 

Drei Monate in Nepal – Kira Lizza referierte im ifz über ihren Aufenthalt

NepalVortrag KiraLizza 4.4.18 ifzBonn 2 2Wir freuen uns immer sehr, wenn Frauen aus unserem Netzwerk ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns und anderen teilen – und so nutzten wir am 04. April in den Räumen des Internationalen Frauenzentrums Bonn die Gelegenheit für einen Vortrag unserer FNF-Schatzmeisterin und ehemaligen Praktikantin Kira Lizza. Kira (Foto links) hatte im vergangenen Jahr nach ihrem Praktikum bei uns drei Monate in Nepal gelebt und gearbeitet. Nicht nur, dass sie dort unser Ehrenmitglied Marianne Großpietsch und ihre Organisation Shanti Leprahilfe kennenlernen durfte – sie machte auch viele Beobachtungen und Erfahrungen hinsichtlich der Rolle der Frau in diesem Land, das zu den ärmsten der Erde zählt. Mal humorvoll und mal mit ernstem Unterton gab sie an diesem Abend einen Einblick in ihre Erlebnisse als Reisende. Von November 2017 bis einschließlich Januar 2018 verbrachte sie in Nepal und lernte in dieser Zeit nicht nur Menschen und Landschaften, sondern auch Traditionen und kulturelle Bräuche kennen.
So erfüllend der Aufenthalt letztlich war, so schwer war es, die eigenen Erwartungen an die Arbeit vor Ort erfüllen zu können. „Nepal hasst mich“, so die Gedanken der 25-Jährigen zu Beginn ihres Aufenthaltes. Doch Nepal meinte es in Wahrheit gut mit ihr und dank ihrer Gastfamilie, die in Kiras Vortrag häufig Platz fand, kam sie zu der Behindertenrechtsorganisation CIL. Die Stigmatisierung von behinderten Menschen und anderen Randgruppen ist in Nepal leider Alltag. Stigmatisiert werden in Nepal darüber hinaus auch Frauen. Sie müssen vielen Verpflichtungen nachkommen und besitzen einen anderen Status als Männer. Die jungen Frauen, die Kira während eines Workshops zum Thema Sexualaufklärung traf, versicherten ihr, dass sexuelle Belästigung insbesondere in öffentlichen Verkehrsmitteln zum Alltag gehört. Kira selbst nahm ihre Umwelt in Nepal zwar als sehr hilfsbereit und zuvorkommend wahr − ist sich allerdings auch noch nach ihrer Rückkehr über die Tatsache bewusst, dass sie als weiße Europäerin einen anderen Status hat. Nicht nur deshalb stehen Nepal sowie die dort vorherrschenden Traditionen teilweise für sie auch nach der Reise im Zwielicht − und trotzdem kam sie während des Vortrags nicht umhin, oft von Nepal zu schwärmen. Die Fotos ihrer Reise, die während des Vortrages mittels Beamer an die Wandprojiziert wurden, unterstrichen ihre Aussagen zur Schönheit des Landes und seinen Sehenswürdigkeiten.

NepalVortrag KiraLizza 4.4.18 ifzBonn 1 Kopie fr Homepage

Ihr Anliegen an diesem Mittwochabend lag insbesondere darin, ihre Zuhörerschaft über die gesellschaftliche Stellung der Frau innerhalb des hinduistischen Kastensystems zu sensibilisieren. In Nepal führen Gründe wie unzureichende Bildung und Festhalten an Traditionen dazu, dass die Frau nach wie vor als Stigma gesehen wird und Männern grundsätzlich untergestellt ist. Insbesondere während ihrer Menstruation müssen viele Frauen Regeln und Verboten nachkommen, die ihren Alltag beeinträchtigen sowie ihre Gesundheit und Bildung gefährden können. Kira Lizza machte daher abschließend auf die Ruby Cup Menstruationstassen aufmerksam. Bei deren Verkauf wird jeweils eine Tasse in Länder wie Nepal gesendet, um Aufklärungsarbeit zu leisten und für Frauen das Leben während ihrer Periode zu erleichtern.

Wir bedanken uns vielmals für Kiras Engagement und den spannenden Vortrag im ifz!

Herzliche Einladung, Fr, 20.04.2018: Tom Lolosoli vom Frauendorf Umoja/Kenia zu Gast in Bonn

Tom Lolosoli Bonn 20.04.2018Nachdem seine Mutter Rebecca Lolosoli, Gründerin des Frauendorfes Umoja in Kenia, uns schon mehrfach in Bonn besucht hat, freuen wir uns nun sehr, auch Tom Lolosoli in seiner Eigenschaft als Manager des Frauendorfes zu einem Vortrag in Bonn zu begrüßen. Er wird spannend und authentisch über die Konfliktsituationen der Hirtenstämme, die politische Situation in Kenia und die von ihm und den Umoja-Frauen durchgeführten friedensstiftenden Maßnahmen berichten. Er wird auch auf die immer wieder auftretenden Bedrohungen der Frauen durch gewaltbereite Ehemänner eingehen. Der Besuch von Tom Lolosoli war schon für September 2017, gemeinsam mit seiner Mutter, geplant. Leider wurde ihm damals das Visum versagt. Nun haben wir Tom Lolosoli erneut eingeladen und diesmal wurde das Visum erteilt. Wir alle freuen uns schon sehr auf seinen Besuch.

Wann: Freitag, 20. April 2018, 15-17 Uhr

Wo: Internationales Frauenzentrum Bonn, Quantiusstraße 8, Bonn (direkt am Hinterausgang des Hauptbahnhofs Bonn)

Der Vortrag wird in englischer Sprache mit Übersetzung ins Deutsche stattfinden. Es laden herzlich ein: Das Frauennetzwerk für Frieden e.V., das Internationale Frauenzentrum e.V., Bonn und der Freundeskreis Umoja-Friends of Umoja e.V., Grevenbroich. Der Eintritt ist frei; Spenden für das Frauendorf sind aber herzlich willkommen.

Hier gibt es weitere Informationen zum Vortrag.

 

Ostermarsch 2018

Ein Bericht von FNF-Mitglied Ute Fischer

DSC08108Trotz Wind und Wetter zogen am Ostersonntag mehr als 500 Menschen vom Beueler Rondell über die Kennedybrücke zum Friedensplatz. Getragen von Friedensliedern nahmen sie am Bonner Ostermarsch 2018 teil, der dieses Mal unter dem Motto „Für Frieden – ernsthaft und konsequent“ stand. Mit breitem Banner, Friedensfahnen und Flyern war auch das Frauennetzwerk für Frieden e.V. durch Ilse Jacobs und Ute Fischer vertreten. Initiiert von der offenen Mitsinggruppe „Hand in Hand“, unterstützten über 50 Gruppierungen und Einzelpersonen die im wahrsten Sinne des Wortes stimmgewaltige Veranstaltung. Das Frauennetzwerk für Frieden e.V. gestaltete einen der Stopps, die den Zug für Aktionen und politische Reden unterbrachen. So kam es auch an der Bertha-von-Suttner-Stele am gleichnamigen Platz zu einem größeren Menschenauflauf um die Vertreterin des FNF. Ganz im Sinne der ersten weiblichen Friedensnobelpreisträgerin von 1905 beschäftigte sich Ute Fischer mit dem Irrglauben, Waffen könnten Frieden in die Welt bringen, und blickte hoffnungsvoll auf den „March For Our Lives“ wenige Tage zuvor in Washington, wo 800.000 überwiegend junge Menschen aufgewühlt vom so genannten Schulmassaker von Parkland/Florida auf die Straße gegangen waren. - „Die Waffen nieder! – Was im Kleinen gilt, gilt auch im Großen.“ Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an einen unbekannten Ostermarschierer und an Marlene und Olga, zwei Frauen aus der Menge, die Ilse Jacobs und Ute Fischer beim Bannertragen spontan unterstützten und sich sehr für die Arbeit des FNF interessierten. Und was die "jungen Menschen" angeht: sie waren auch beim Bonner Ostermarsch 2018 auffallend und erfreulich gut vertreten!

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn