Mein Praktikum beim FNF - ein Bericht von Birte Wibel

Birte unterstützte das FNF als Praktikantin von Juli bis September 67116569 1288353644647823 8596718076232204288 o2019

Ein bisschen nervös war ich schon, als ich Ende Juli in der Kaiserstraße darauf wartete meinen ersten Tag beim FNF zu starten. Im Nachhinein überhaupt nicht nötig! Direkt am ersten Tag wurde ich von meiner Vorgängerin Johanna sorgfältig  eingearbeitet und steckte ab da schon mittendrin in der Arbeit des Vereins. Dabei brachte man mir von der ersten Sekunde an großes Vertrauen und sehr viel Herzlichkeit entgegen. Die Tätigkeitsbereiche blieben vielseitig: neben typischen Büroaufgaben konnte ich an verschiedenen Veranstaltungen zu diversen Themen teilnehmen, Presse- und Socialmedia- Arbeit beobachten und die Website betreuen. Durch die geringe Größe des Vereins war zudem Platz für meine vielen Fragen, die mir immer geduldig beantwortet wurden, mit dem Willen, Wissen weiterzugeben und mir so einen Mehrwert zu bieten. Auch die Atmosphäre im Büro war von Beginn an freundlich und Arbeit, sowie eigene Vorschläge waren immer mit Wertschätzung verbunden. So habe ich in den letzten Monaten umfassende Eindrücke unter anderem in  NGO- Strukturen und die Bonner Friedenszene bekommen, von denen ich noch lange profitieren werde.

Es freut mich sehr, dass ich für kurze Zeit Teil der wichtigen Arbeit des FNF sein durfte und wünsche von Herzen nur das Beste für die Zukunft!

Liebe Birte, wir danken dir ganz herzlich für deine tatkräftige Unterstützung in den letzten Monaten, insbesondere beim Bertha-Bahn-Projekt, und auch wir wünschen dir für die Zukunft nur das Beste!

Kenianische Frauenrechtlerin "Mama Mutig" zu Besuch

 Lolosoli 2019 2Zum dritten Mal nach 2015 und 2017 war Rebecca Lolosoli, die Gründerin des kenianischen Frauendorfes Umoja, am Sonntag, dem 6.10.2019, zu Besuch bei uns in Bonn. Ise Stockums vom Freundeskreis Umoja e.V. moderierte und übersetzte.

Rebecca erzählte von den Entwicklungen des Dorfes in den letzten Jahren, vom stetigen Ausbau ihrer Schule, von ihrem immer erfolgreicher werdenden Kampf gegen Genitalverstümmelung und davon, wie die Frauen durch Bildung, Gemüseanbau und Schmuckverkauf immer unabhängiger und selbstbewusster werden.

Im Anschluss beantwortete Rebecca geduldig die vielen Fragen der rund 60 Zuhörer*innen.

Ein großer Dank gilt den Veranstaltern, dem Freundeskreis Umoja – Friends of Umoja e.V. und dem Frauenmuseum Bonn, sowie dem Fonds „Grüner Zweig“ des Kreisverbands Bonn Bündnis 90/ Die GRÜNEN für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Das FNF war neben action five e.V., dem Emma-Club, dem Haus der Frauengeschichte e.V., der Stiftung „ein Körnchen Reis“ und Tatort-Straßen der Welt e.V. Kooperationspartner der Veranstaltung.

Lolosoli 2019 3Lolosoli 2019 1


 

 

 

 

 


Eindrücke vom 14. Bonner Friedenslauf

14. Bonner Friedenslauf 14Bonner Friedenslauf 1Am Freitag, dem 27.09.2019, fand unter dem Motto „Miteinander statt nebeneinander – gemeinsam in Vielfalt leben" der 14. Bonner Friedenslauf mit rund 2.000 Schüler*innen aus 17 Bonner Schulen statt. Ein voller Erfolg!
Die erlaufenen Gelder kommen der Friedensarbeit des Forum Ziviler Friedensdienst in Israel und Palästina sowie unserem Streitschlichtungsprojekt zugute.

Vielen herzlichen Dank an die Kolleg*innen vom Forum ZFD, an die vielen ehrenamtlichen Helfer*innen, an unsere FNF-Friedenslauf-Koordinatorin Anna-Maria, an die Lehrkräfte, die ihre Schulen für das Projekt begeistert haben, und natürlich ganz besonders an die Kinder und Jugendlichen, die mitgelaufen sind!
 
Ein Dank gilt auch dem General-Anzeiger für die tolle Berichterstattung. Den Artikel finden Sie hier.

 

Gemeinsame PM: Neue Europäische Militär-Fazilität birgt erhebliche Risiken für Menschenrechte und Frieden - 17 Organisationen fordern Außenminister Maas zu Änderungen auf

image001

Berlin, 7.10.19. Die Plattform Zivile Konfliktbearbeitung und 17 Organisationen kritisieren in einem Offenen Brief an Außenminister Heiko Maas den Entwurf für eine sogenannte Europäische Friedensfazilität. Sie fordern die Bundesregierung auf sich in den laufenden Verhandlungen für Änderungen der Fazilität einzusetzen, die ab 2021 Militäreinsätze sowie Ausbildung und Ausrüstung der Armeen von Drittstaaten mit rund 10,5 Milliarden € finanzieren soll.

Die Finanzierung von Waffen, Munition und anderer Kampfausrüstung an Drittstaaten müsse explizit ausgeschlossen werden. Zivile Programme müssten hingegen immer Vorrang vor militärischen Mitteln im Rahmen der geplanten Europäischen Fazilität haben und in allen Phasen eines Konflikts zum Einsatz kommen, fordern die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner.

Die Aufrüstung von Drittstaaten berge erhebliche Risiken für den Frieden, für die Sicherheit der Zivilbevölkerung und für die Menschenrechte, warnen die AutorInnen des Offenen Briefes.

Die Bilanz militärischer Ausbildungs- und Ausrüstungshilfen sei schlecht. Die neue europäische Fazilität berge das Risiko, dass zukünftig im Namen der Europäischen Union Rüstungsgüter für Drittstaaten etwa im Sahel oder im Nahen Osten finanziert werden, die für die Repression von Zivilgesellschaft und gegen die Zivilbevölkerung zum Einsatz kommen.

Die gewählte Bezeichnung ‚Friedensfazilität‘ für ein Budget, das ausschließlich zur Finanzierung von Ausbildung, Ausrüstung und Einsatz von Militär vorgesehen ist, kritisieren die Unterzeichner als unangemessen und irreführend. Die Europäische Union verfüge über vielfältige Erfahrungen und die notwendigen Mitteln, um mit zivilen Mitteln Einfluss auf Konflikte zu nehmen und Frieden nachhaltig zu fördern. Statt unter dem Vorwand, Frieden fördern zu wollen, neue militärische Programme zu entwickeln, solle die Bundesregierung sich für den Ausbau der bewährten EU-Programme der zivilen Konfliktbearbeitung einsetzen.

Die Unterzeichner*innen

Plattform Zivile Konfliktbearbeitung
forumZFD
World Vision Deutschland e.V.
Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V.
Zentrum für Konfliktforschung der Universität Marburg
FORUM MENSCHENRECHTE
Church and Peace
Stiftung die schwelle
Bund für Soziale Verteidigung
AMICA e.V.
Initiativkreis gegen Atomwaffen
Forum Friedensethik Ev. Landeskirche in Baden
Quartalszeitschrift Wissenschaft und Frieden
Frauennetzwerk für Frieden e.V.
Antikriegshaus Sievershausen
Ohne Rüstung Leben
Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit
Leserinitiative Publik-Forum e.V.
Prof. Dr. Hanne-Margret Birckenbach / Politologin
Helga Tempel / Rentnerin
Dr. Corinna Hauswedell / Conflict Analysis and Dialogue (CoAD)
Kathrin Vogler / MdB
Dr. Regine Mehl
Ulrich Frey
Christiane Lammers / Wissenschaftliche Mitarbeiterin (FernUniversität Hagen)
Sabine Fründt / internationale Organisationsentwicklerin
Clemens Ronnefeldt / Referent für Friedensfragen beim int. Versöhnungsbund (dt. Zweig)
Elise Kopper / Politikwissenschaftlerin
Dr. Reinhard J. Voß / Rentner und pax-christi-Generalsekretär a.D.
Dr. Wolfgang Heinrich / entwicklungspolitischer Berater und Trainer, SprecherInnenrat Plattform ZKB
Prof. Dr. Jörg Calließ / Techn. Universität Braunschweig
Beate Roggenbuck / Referentin
Dr. Martin Quack / Politikwissenschaftler
Dr. Ute-Finckh-Krämer / Ko-Sprecherin der P ZKB
Dr. Getrud Gumlich / Ärztin für Innere Medizin
Dr. Volker Kasch / SprecherInnenrat Plattform ZKB
Dr. Henry Stahl / Verein für Zivile Konfliktbearbeitung e.V.
Prof. Dr. Angela Mickley / Friedensforscherin, Mediatorin und Beraterin
Kees Wiebering / Verein für Zivile Konfliktbearbeitung e.V.
Christoph Bongard / Ko-Sprecher Plattform ZKB

Herzliche Einladung: Historischer Vortrag "130 Jahre ´Die Waffen nieder´" in der VHS Bonn

Bild Roman Die Waffen niederDie Historikerin Alma Hannig ist zu Gast im Haus der Bildung in Bonn, um anlässlich des Erscheinens des Romans "Die Waffen nieder!" von Bertha von Suttner vor 130 Jahren einen Vortrag über Werk und Wirken Bertha von Suttners sowie den Roman zu halten. Dieser Vortrag findet im Rahmen des 70-jährigen Jubiläums des Bertha-von-Suttner-Platzes statt. Weitere Informationen zum Projekt "70 Jahre Bertha-von-Suttner-Platz Bonn" finden Sie hier.

Wann: Mittwoch, 09.10.2019, 18:00-19:30 Uhr

Wo: Haus der Bildung, Mülheimer Platz 1, Raum 1.11 (Saal), 53111 Bonn

Vor 130 Jahren veröffentlichte die österreichische Journalistin und Schriftstellerin Bertha von Suttner (1843-1914) ihren Roman "Die Waffen nieder!". Die Autorin wurde weltweit bekannt, der Roman erschien in zahlreichen Auflagen und wurde in über 15 Sprachen übersetzt. Leo Tolstoi maß ihm enorme Bedeutung bei: "Der Abschaffung der Sklaverei war das berühmte Werk einer Frau, H. Beecher-Stowe, vorausgegangen. Gebe Gott, daß das Ihre das gleiche bewirke für die Abschaffung des Krieges"“ Seitdem engagierte sich Bertha von Suttner für die Friedensbewegung und wurde 1905 die erste Friedensnobelpreisträgerin.

Die Historikerin Alma Hannig beleuchtet das Leben und Werk dieser außergewöhnlichen Frau und der prominentesten Friedensaktivistin vor dem Ersten Weltkrieg. Dabei soll ihr Antikriegsroman anlässlich des 130. Jubiläums im Fokus der Betrachtung stehen.

Im Anschluss schildert das Frauennetzwerk für Frieden e. V., wie und warum sich der Verein in Bonn und darüber hinaus seit Jahren für die Erinnerung an Bertha von Suttner und das Verständnis ihres Lebenswerkes engagiert.

Der Eintritt ist frei, alle Interessierten sind herzlich willkommen.

Alle Infos zur Veranstaltung und Möglichkeit zur Anmeldung auf der Webseite der VHS Bonn

    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn