Uns erreichen gerade viele Anfragen, was wir als Frauen derzeit tun können und vor allem, wohin wir spenden können. Wir als FNF haben selbst keine direkten Kontakte oder Projekte in der Ukraine, an die wir Gelder weiterleiten könnten. Aber aus dem Kreise unserer Mitglieder und Mitgliedsorganisationen können wir euch insbesondere zwei Initiativen empfehlen, bei denen das Geld unmittelbar den Menschen in der Ukraine zugute kommt:
Unsere Mitgliedsorganisation AMICA e.V. hat seit vielen Jahren ein Projekt in der Ostukraine und arbeitet dort eng mit vom Konflikt betroffenen Frauen zusammen: https://www.amica-ev.org/amica-ukraine/unser-projekt/. In der jetzigen Kriegssituation haben sie innerhalb von Stunden eine Spendenaktion ins Leben gerufen, um ihre Partnerinnen vor Ort zu unterstützen und mit dem Lebensnotwendigsten zu versorgen. Auf ihrer Website halten sie über die aktuelle Situation vor Ort in Mariupol und die Verwendung der Spendengelder auf dem Laufenden: https://www.amica-ev.org/spenden-fuer-ukraine/
Eine zweite Initiative wurde privat von Bonner Frauen aus unserem Netzwerk gestartet. Eva-Maria Schüler, Gründungsmitglied des FNF und gleichzeitig Mitgründerin des Vereins "Hilfe direkt", der Ende der 1990er Jahre für Waisenhäuser in der Ukraine initiiert wurde, ruft gemeinsam mit der in Bonn lebenden Ukrainerin Olga Gabrielyan zu Spenden für die Menschen in der Ukraine auf. Da der Verein "Hilfe direkt" vor vier Jahren aufgelöst wurde, können dafür keine Spendenquittungen ausgestellt werden. Durch die jahrelange Zusammenarbeit gibt es jedoch zahlreiche unmittelbare Kontakte und Freundschaften in die Region, sodass die Hilfe direkt ankommt. Das Geld soll insbesondere für Lebensmittel, Hygieneartikel und Medizin verwendet werden. Weitere Informationen und Kontaktdaten findet ihr in Evas und Olgas gemeinsamem Brief.
Kontodaten für Überweisungen an die Initiative:
Olga Gabrielyan
Sparkasse KölnBonn
DE48 3705 0198 0133 3147 99
Verwendungszweck: Hilfe für die Ukraine
Unser Friedenszitat des Monats März, ausgesucht von unserer Geschäftsführerin Elise:
belarusischen Menschenrechtsorganisation Nash Dom ("Unser Haus") haben Anfang März die Kampagne "Nein heißt nein!" ins Leben gerufen. Durch tausende Videobotschaften sollen belarusische Männer aufgerufen werden, nicht dem derzeitigen Ruf ihrer Regierung zu folgen und sich nicht für den Krieg gegen die Ukraine rekrutieren zu lassen. Traditionelle Rollenvorstellungen, die den Kriegsdienst als besonders männlich und heroisch darstellen, sollen damit aufgebrochen werden. Nash Dom ist eine langjährige Partnerorganisation des Bund für Soziale Verteidigung, in dem das FNF Mitglied ist. Leitfigur und Gründerin von Nash Dom ist die Pazifistin Olga Karatsch. Auch international können Menschen (insbesondere Frauen) mitmachen und die belarusischen Frauen bei der Kampagne unterstützen! Nash Dom freut sich über jede Videobotschaft, die in den Sozialen Medien gepostet wird (s.u.).
Friedensgruppen der drei ehemaligen Pershing II-Standorte Heilbronn,
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2022 ruft das Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) in einer Erklärung zu Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf. An der Seite von 41 weiteren Nichtregierungsorganisationen unterstützt auch das Frauennetzwerk für Frieden den Aufruf.

