Friedenszitat August 2026

FriedenszitatAUGUST2026„Wenn sich die Welt jetzt nicht verändert – wenn die Welt ihre Türen und Fenster nicht öffnet, wenn sie keinen Frieden schafft, keinen wirklichen Frieden –, damit meine Urenkel eine Chance haben, in dieser Welt zu leben, dann werde ich nicht erklären können, warum ich Auschwitz, Bergen-Belsen und Ravensbrück überlebt habe.“ ~ Ceija Stojka; übersetztes Zitat aus einer Ausstellung des Museums der Stadt Lodz.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordete die SS 4.300 Sinti*zze und Rom*nja im KZ Auschwitz-Birkenau. Erst seit 2015 (!) erinnert der 2. August als offizieller Europäischer Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma an dieses Verbrechen und an die Ermordung Hunderttausender Sinti*zze und Rom*nja durch die Nazis.

Das Zitat stammt von der Roma-Aktivistin und Künstlerin Ceija Stojka. Stojka wurde am 25. Mai 1933 in eine österreichische Lovara-Familie geboren. Sie wurde 1943 zusammen mit ihrer Mutter und ihren sechs Geschwistern in das KZ Auschwitz-Birkenau und später in das Frauen-KZ Ravensbrück und das KZ Bergen-Belsen verschleppt. 1945 wurden sie, ihre Mutter und eine überlebende Schwester dort befreit. Von ihrer großen Familie von 200 Personen überlebten nur sechs Menschen. Nach ihrer Rückkehr ließ Stojka sich in Wien nieder. 1988 veröffentlichte sie ihr erstes Buch „Wir leben im Verborgenen“, in dem sie ihre Kindheit und Verfolgung durch die Nazis beschreibt. 1989 begann sie zu malen und stellte ihre Erlebnisse in ihren Bildern dar. Ceija Stojka verstarb als große Künstlerin und Aktivistin am 28. Januar 2013 in Wien.

Die Bonner Friedenstage 2026 stehen vor der Tür!

Flyer BFT 2026 CoverDie Veranstaltungsreihe rund um den Antikriegstag und den internationalen Friedenstag der Vereinten Nationen findet auch in diesem Jahr wieder statt! Vom 31. August bis zum 9. Oktober 2026 setzen sich interessierte Teilnehmer*innen in unterschiedlichen Veranstaltungen mit aktuellen Themen rund um Krieg, Frieden und sozialer Gerechtigkeit auseinander; von Kinovorführungen, zu Lesungen, Vorträgen, Ausstellungen und mehr. Dabei werden unter anderem Diskussionen um den Wehrdienst, die Nutzung von KI im Militär und die Auswirkungen der israelischen Besatzung in palästinensischen Gebieten thematisiert. 

Auch 2026 beteiligt sich das Frauennetzwerk für Frieden wieder an den Bonner Friedenstagen. Mit drei Veranstaltungen sind wir dieses Jahr dabei: 

  • Führung über den Friedensweg Bonn, Sonntag, 20. September, 14:00 - 16:00 Uhr,  Startpunkt Bonn/Beuel, Enpunkt Hofgarten 
  • Premiere des Films: „Friedensweg Bonn“, Dienstag, 29. September, 18:30 Uhr, Haus Mondial
  • 19. Bonner Friedenslauf, Freitag, 09. Oktober, 09:00 - 13:00 Uhr, Treffpunkt: Poppelsdorfer Allee „Pro Peace Infostand“

Alle Interessierten sind herzlich willkommen teilzunehmen, alle Informationen zu Terminen, Anmeldung, etc. findet ihr hier: https://pzkb.de/bonner-friedenstage/

23.07.-10.08.2026: Sommerpause in der FNF-Geschäftsstelle

FNF Sommerpause 2026Das FNF verabschiedet sich in die Sommerpause! In der Zeit vom 23.07.-10.08.2026 ist die Bonner Geschäftsstelle nicht zu erreichen. Eure Emails und Anrufe werden ab dem 11.08.2026 wieder beantwortet. 

Wir wünschen euch allen einen möglichst friedlichen, nicht zu heißen Sommer und gute Erholung!

 

Friedenszitat Juli 2026

Friedenszitat Juli 2026"We are shocked, in tears and fucking angry! But we are not in fear and we will stand together!" - Protestschild bei der Trauer-Kundgebung nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin am 25. Juli 2026 (gesehen bei @santiago_rodriguez_photography).

Am 25. Juli verübte ein religiöser Extremist einen Anschlag auf den CSD in Berlin. Er fuhr mit einem Auto in die Demonstration, tötete dabei eine Frau und verletzte etliche andere. In den folgenden Tagen versammelten sich bundesweit Menschen aus der queeren Community und Allies, um ihre Trauer, ihre Wut, ihre Ängste und ihre Entschlossenheit, sich nicht zu verstecken und sich nicht spalten zu lassen, nach außen zu tragen. 

Parallel brandeten unmittelbar Debatten auf, die die libanesische Familiengeschichte des in Deutschland aufgewachsenen Täters und seine islamistisch-extremistische Motivation zum Anlass nahmen, Menschen muslimischen Glaubens, Geflüchtete und arabisch gelesene Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Dies oftmals von Politiker*innen und Parteien, die in der jüngsten Vergangenheit queere Sichtbarkeit in Deutschland erschwert, bei Angriffen auf queeres Leben aus anderen extremistischen Lagern geschwiegen, queeren spaces die Förderung entzogen oder Präventionsprogramme gegen religiösen oder rechten Extremismus gecancelt haben. Gleichzeitig wurden auch Stimmen laut, die die realen Gefahren, die religiöser und anderer politischer Extremismus für queere Menschen bedeuten, klar benannten und einordneten.

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Eine Hommage für Traude Rebmann (1939-2026)

Traude 1998Traude Rebmann war eine begnadete Ausbilderin und Trainerin des Mediationsverfahrens, der Vermittlung in gewaltfreier Konfliktlösung. Schon 1987 machte sie selbst die Ausbildung an der University of Oregon, USA, und brachte dann das Konzept und die "Technik", das Knowhow des Verfahrens der Mediation nach Deutschland und Europa. Im Auftrag verschiedener Friedensorganisationen, z. B. "Eirene" oder dem "Bund für Soziale Verteidigung" unterstützte sie den Friedensprozess in Nordirland und später von Friedensgruppen während des Jugoslawienkrieges , z. B. In Zagreb, Osijek, Belgrad, Pancevo. Als eine der Pionierinnen der Mediation in Deutschland war sie 1992 auch Gründungsmitglied des Bundesverbands Mediation. In vielen Schulen in NRW werden sogar seit vielen Jahren auch Schüler und Schülerinnen im sogenannten Streitschlichtungsprogramm ausgebildet,  so dass sie anschließend die Mediation für ihre peer group anbieten können  (peer mediation.)

Nun ist Traude Rebmann im Juli 2026 nach langer Krankheit eines friedvollen Todes gestorben. Sie wurde fast 87 Jahre alt.

Ich hatte das große Glück, sie als Trainerin und zugewandte Ausbildungsbegleiterin zusammen mit Christoph Besemer und Mechthild Eisfeld im Jahr 2000 in Königsfeld /Taunus kennen zu lernen, als ich dort die Mediation erlernen wollte. Traude wurde unmittelbar darauf Mitglied im Frauennetzwerk für Frieden e. V.  und bot uns an, kostenlose Seminare zu geben zu Themen, die sowohl für die einzelnen Mitglieder als auch für die Friedensorganisation wichtig waren. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der "Zirkel der Versöhnung"  aus dem Seminar "Über den eigenen Schatten springen". Auch für das vom FNF gegründete "Deutsch-Tschechische Forum der Frauen" interessierte sie sich sehr. Das Mitmenschliche und das Zivilgesellschaftliche waren im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit.  Menschen, die durch Kriege, globale wirtschaftliche Ungerechtigkeit oder anderes Leid verletzt waren, fanden ihre praktische Unterstützung.

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    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn