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  • Neue Konflikte, große Herausforderungen, kreative Lösungen: Bericht zum Digitalen Austausch zur Streitschlichtung in Zeiten von Corona

Zwei Autoren als Sprachrohr für die Menschen in Gaza: Bericht zur Lesung

Lesung "Daybreak in Gaza" Autoren mit FNF und PartnerschaftsvereinAm Dienstag, dem 06.10., luden wir gemeinsam mit dem Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah e.V. zu einer besonderen Lesung in Bad Godesberg ein. Mahmoud Muna, Buchhändler und Kulturvermittler aus Jerusalem, und Matthew Teller, britischer Autor und Journalist, trugen Passagen aus ihrem neuen Buch "Daybreak in Gaza - Stories of Palestinian Lives and Culture" vor und verliehen den oftmals vernachlässigten Geschichten aus Gaza ein Gehör.

Nach einer Begrüßung durch Anna-Sophia Schwadorf, Vorstandsmitglied im Frauennetzwerk für Frieden, sowie durch den Partnerschaftsverein Bonn-Ramallah e.V. begann zunächst Matthew Teller mit dem Präsentieren einiger historischen Fakten, unter anderem zur Größe Gazas und der Entwicklung des Begriffs Palästina, der sich auf ein antikes Seefahrervolk von 1200 v. Chr. zurückführen lässt. Seine Präsentation beinhaltete zudem einige Auszüge aus den in „Daybreak in Gaza “ aufgezeigten Lebensrealitäten, vor allem von jüngeren palästinensischen Frauen.

Mahmoud Muna erzählte persönliche Anekdoten von seinem Buchladen, seiner Familie und seinen Freunden, die zu diesem Buch beigetragen haben. Zur Entstehungsgeschichte des Buchs erzählt er, er habe seine Freunde jeden Tag angerufen, um sich zu versichern, dass sie noch leben. Irgendwann habe er nach dem ersten Hallo direkt wieder aufgelegt: jeden Tag zu fragen, wie es dem anderen denn gehe, ergab keinen Sinn mehr. Dann aber dachte er sich, er wolle mehr wissen, wolle die Geschichte, Vergangenheit und die Träume seiner Freunde verbreiten. Als Buchhändler müsse er immer nur die Geschichten von anderen verkaufen, nun wollte er selbst einen Teil dazu beitragen.

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Rückblick auf UNZWINGBAR: 20.000 in Berlin gegen Aufrüstung und Wehrpflicht

55566668044 72331c81bd cDas hat es in dieser Form noch nicht gegeben: Am vergangenen Freitag, dem 2. Oktober 2026, versammelten sich über 20.000 größtenteils sehr junge Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin. Hauptorganisator*innen der Konzertkundgebung waren der Schulstreik gegen Wehrpflicht, die DFG-VK, die IPPNW, das Netzwerk Friedenskooperative und Ohne Rüstung Leben gemeinsam mit medico international und attac. Das FNF war eine von zahlreichen unterstützenden Organisationen bundesweit. 

Die Teilnehmenden tanzten, protestierten und setzten ein unüberhörbares Zeichen gegen Aufrüstung, Kriege und insbesondere die drohende Wiedereinführung der Wehrpflicht.

Was am Nachmittag mit einigen Tausend Teilnehmenden begann, wuchs bis zum Abend zu einer riesigen Friedenskundgebung an. Auf bunten Transparenten forderten die Protestierenden Investitionen in Gesundheit, Bildung und den Sozialstaat statt in Milliarden für das Militär.

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Das FNF zu Besuch im Bonner Rathaus

Bild von unserem StandAm Dienstag, dem 22.09., fand im Alten Rathaus das zentrale Event der Bonner Friedenstage unter dem Titel „Krieg wird von Menschen gemacht, Frieden auch!“ statt.

Beim „Markt der Friedensdienste“ informierten sich zahlreiche interessierte Besucher*innen über die verschiedenen Möglichkeiten, sich für Frieden und internationale Zusammenarbeit zu engagieren. Auch wir durften mit einem Stand vor Ort sein, an dem wir über unsere Arbeit informierten und zahlreiche interessante Gespräche mit Besucher*innen führen konnten.

Im anschließenden Panel wurden nach einem Grußwort der Stadt Bonn unterschiedliche Wege des Engagements für den Frieden vorgestellt. Vertreter*innen von Eirene, UN Volunteers und Pro Peace gaben Einblicke in die Möglichkeiten, sich ehrenamtlich, im Rahmen eines Freiwilligendienstes oder als professionelle Friedensfachkraft für Frieden und zivile Konfliktbearbeitung einzusetzen.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Beteiligten für die spannenden Einblicke und die anregenden Gespräche. Unser Dank gilt außerdem dem General-Anzeiger für die Berichterstattung sowie den Veranstalter*innen von Pro Peace, dem Gustav-Stresemann-Institut Bonn, der Stadt Bonn, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen NRW und der Plattform Zivile Konfliktbearbeitung für die Einladung und die gelungene Veranstaltung.

Erinnerungskultur lebendig halten: Premiere des Films: »Friedensweg Bonn«

WegFilmAm vergangenen Dienstag, dem 29.9.2026, haben das Frauennetzwerk für Frieden und das Netzwerk Friedenskooperative gemeinsam mit dem Bonner Film- und Videoclub und Wissenskulturen e.V. die Premiere des Films „Friedensweg Bonn“ gefeiert! Für den Dokumentarfilm wurden wir auf einer Führung über den Friedensweg begleitet und der Film wurde durch den Bonner Film- und Videoclub später mit historischen Aufnahmen und aktuellen politischen Bezügen ergänzt.

Nach einer ersten Begrüßung durch Beate Roggenbuck, Mitglied des FNF und freiberufliche Trainerin, fand im Anschluss an den Film ein moderiertes Gespräch mit dem Regisseur Michael Paetau, der Projektkoordinatorin Annegret Krüger (Vorsitzende FNF und Mitarbeiterin beim Netzwerk Friedenskooperative), die auch für den Film interviewt wurde, und der FNF-Geschäftsführerin Elise statt, bei dem auch das Publikum Fragen einbringen konnte.

Dabei ging es unter anderem darum, wie man weitere Gruppen für das Thema Frieden und Erinnerung begeistern kann, um die Erinnerungsarbeit zu Bertha von Suttner sowie um die Frage, was eine aktive Erinnerungskultur eigentlich bedeutet.

Wir bedanken uns herzlich bei allen, die so zahlreich gekommen sind und diesen besonderen Abend mit uns geteilt haben! Ein besonderer Dank geht an den Bonner Film- und Videoclub, der dieses tolle Filmprojekt auf die Beine gestellt hat und damit dazu beiträgt, unser Projekt "Friedensweg Bonn" über die Grenzen Bonns hinaus bekannter zu machen! 

Ihr habt die Premiere verpasst? Kein Problem! Der Film ist auf dem Vimeo Kanal des Bonner Film- und Videoclubs jederzeit verfügbar. Ein Film für alle, die den Friedensweg Bonn noch nicht kennen, aber auch für alle, die schon mal bei einer Führung dabei waren und mehr über die Hintergründe des Projekts und aktive Erinnerungskultur im öffentlichen Raum erfahren möchten!

Friedenszitat September 2026

Friedenszitat September 2026„They weaponized our pain, but our grief must not be an excuse for war. It must be the catalyst to end the bloodshed.“

Auf Deutsch (eigene Übersetzung): „Sie instrumentalisierten unseren Schmerz, aber unsere Trauer darf keine Rechtfertigung für Krieg sein. Sie muss der Anstoß sein, das Blutvergießen zu beenden.“

Dieses Zitat stammt aus einer Rede, die der israelische Friedensaktivist Maoz Inon am 28. September 2026 vor dem UN-Sicherheitsrat hielt. Dort sprach er gemeinsam mit dem palästinensischen Friedensaktivisten Aziz Abu Sarah.

Nachdem Inons Eltern beim Anschlag vom 7. Oktober 2023 durch die Hamas ermordet worden waren, entschieden er und seine Familie sich bewusst dagegen, Rache und Gegengewalt zu fordern. Stattdessen entschied er sich, sich mit aller Kraft für Frieden und Versöhnung einzusetzen.

Gemeinsam mit palästinensischen und israelischen Friedensaktivist*innen setzt er sich seitdem auf internationalen Bühnen für einen Weg aus der Gewalt und Vergeltung ein, unter anderem als Mitglied des The Parents Circle.

Gemeinsam mit Aziz Abu Sarah schrieb er das Buch „The Future is Peace“ und gründete die Friedensinitiative InterAct International. Diese setzt sich für Dialog, gegenseitiges Verständnis und Versöhnung zwischen Israelis und Palästinenser*innen ein und unterstützt Friedensaktivist*innen und Gemeinschaften in Israel und Palästina durch Bildungsprogramme, Veranstaltungen und internationale Kooperationen.

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      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
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      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn