Begegnungen in Israel und Palästina – Bericht über die Teilnahme an einer 7-tägigen Multiplikator*innenreise

Erika Christmann, 2. Stellvertretende Vorsitzende des FNF und langjähriges Mitglied der FNF-Mitgliedsorganisation „Frauen wagen Frieden – Projektgruppe der Ev. Kirche der Pfalz“, berichtet hier von ihrer Reise nach Israel und Palästina. Die Reise fand im März 2019 statt und wurde von der Katholischen Friedensorganisation Pax Christi organisiert.

Warum lieferst du dich diesem Stress aus? Du warst schon mehrfach dort, kennst die bedrückende Situation und musst Angst haben, dass sie dich nicht in Tel Aviv einreisen lassen! Solche Sätze hörte ich vor meiner Abreise immer wieder. Ja, warum? Es gibt eine einfache Antwort: Seit 25 Jahren, seit meiner ersten Reise mit Pfarrer Kuntz, arbeite ich mit meinen bescheidenen Möglichkeiten in Kirche und Politik daran, dass gehandelt werden muss, um die völkerrechtswidrige israelische Besatzungspolitik zu beenden. Inzwischen bin ich sehr mutlos geworden, auch weil es verschiedenen Akteur*innen immer wieder gelingt – auch in Deutschland – in immer stärkeren Maße auf die Verantwortlichen in Politik, Gesellschaft und Kirchen Einfluss zu nehmen und selbst bei gerechtfertigter Kritik an der israelischen Regierungspolitik mit Antisemitismusvorwürfen einzuschüchtern. Mit der erneuten Begegnung mit den Menschen vor Ort, insbesondere auch mit den in Menschenrechtsgruppen arbeitenden Menschen erhoffte ich mir vertiefte völkerrechtliche und menschenrechtliche Informationen, die mir in Deutschland weiterhelfen beim Positionieren für einen gerechten Frieden und mich ermutigen und Antrieb geben zu weiterem Engagement.

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Death and Taxes? On choosing life with a Green New Deal

Anna Gyorgy, US-amerikanische Aktivistin und Gründerin unserer Mitgliedsgruppe “Women and Life on Earth”, arbeitet seit vielen Jahren zum Thema Ökologie und Frieden. In diesem aktuellen Artikel, den sie für eine lokale Zeitung in Massachusetts schrieb, plädiert sie für den “Green New Deal” – ein Konzept, das die amerikanischen Steuergelder statt in Militär und Krieg in nachhaltige Politik investieren will.wloe floral

It’s that time again. When taxes are due and we can again consider how they are used. Here’s a case for turning our national budget away from war, destruction and corporate enrichment towards reconstruction and reparations, under the umbrella concept of a Green New Deal.

The Green New Deal legislation, sponsored in the House of Representatives by the dynamic youngest member of congress, Alexandria Ocasio-Cortez (AOC) and in the Senate by our own Ed Markey, is gaining wide support – despite Republican jeers.

House Resolution 109: “Recognizing the duty of the Federal Government to create a Green New Deal,” calls for a new turn in our country. It does not include specific legislation at this point. Which is good, as it allows for broad discussion of the goals and means presented. It is worth taking the time to read the text of this bill, written in clear English, online at:

https://www.congress.gov/bill/116th-congress/house-resolution/109/text

It opens by mentioning two major reports issued last fall that detail current climate degradation and make clear that the window for stabilizing the planet’s climate enough to prevent massive and irreversible damage is closing. The resolution mentions that the US helped create the problem: through 2014 this country, with a world population of just 4 percent, has been responsible for 20 percent of greenhouse gas pollution.

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Dr. Ali Aberkane über die friedliche Revolution in Algerien

AliAberkaneIFZDr. Ali Aberkane, Dozent an der Universität Algier, war am 27. März auf Einladung des Frauennetzwerks für Frieden e.V zu Gast im Internationales Frauenzentrum Bonn und sprach über die aktuelle Revolution in seinem Heimatland Algerien. Dabei ging er besonders auf die Rolle der Frauen ein- denn auffällig viele Frauen sind an der Revolution beteiligt! Das besondere an dieser Revolution sei außerdem, dass alle Bevölkerungsschichten auf der Straße sind, gewaltfrei und kreativ - das habe es in Algerien noch nicht gegeben! Ali begründet diese  friedliche Demonstrationen unter anderem mit der bedeutenden und aktiven Beteiligung der Frauen. 

Seit den ersten Demonstrationen im Februar 2019, demonstrieren und feiern Algerier überall in der Welt ihre neue friedliche Revolution. Sie protestieren vorbildlich gewaltfrei gegen Bouteflikas 5. Präsidentschaftskandidatur und für eine grundlegende Veränderung des bisherigen politischen Systems . Wie die Zukunft der Revolution aussieht, bleibt ungewiss; jeden Tag gibt es neue Entwicklungen. Es gebe derzeit noch keine Menschen, die Anführer*innen oder Sprachrohre der Revolution genannt werden können, so Ali. Doch Ali hätte vor wenigen Wochen noch nicht gedacht, dass er den Moment von einer solchen Revolution in seiner Heimat erleben würde. Das weckt in ihm und vielen anderen Bürger*innen eine Menge Hoffnung auf etwas Neues und Positives für die Zukunft.   

AliAlgerienDemonstrationWir freuen uns sehr, dass Ali, ein langjähriger Freund unserer Vorsitzenden, sich während seines Forschungsaufenthalts in Bonn Zeit für uns und all unsere Fragen genommen hat, und danken an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich für die Erkenntnisse und Erfahrungen, die er mit uns geteilt hat! Wir wünschen ihm und Algerien nur das Beste für die Zukunft.

 Mehr Informationen über die Revolution Algeriens finden Sie unter:

https://www.welt.de/politik/ausland/article191193191/Algerien-Es-gibt-das-Risiko-dass-die-Islamisten-siegen.html

https://www.tagesschau.de/ausland/algerien-125.html

Jetzt unterstützen: Crowdfunding für "Momentum Nostrum" - ein Theaterstück für den Frieden

MomentumNostrumEinstimmig für den Frieden, mehrstimmig gegen den Krieg!

Unsere Realität ist ein Konstrukt! Aber wer oder was konstruiert Wirklichkeit? Sind es Machthaber und Sprache? Sind es Medien und gesellschaftliche Strukturen?
Mit „Momentum Nostrum“ widmet sich G.I.F.T. (German Italian French Theater) unter der Regie von Eugenia Fabrizi diesen Fragen und greift die Thematik von Krieg und Frieden auf. Das Schauspiel ist eine Kooperation mit dem Institut Français Bonn, Italienisches Kulturinstitut Köln, Cologne Game Lab und Fraunenetzwerk für Frieden e.V. Auf spielerische Weise wird dieses Stück einen sehr wichtigen Beitrag zum Thema Frieden geben. 

G.I.F.T. hat zusammen mit der Volksbank und vielen Kooperationpartner*innen (siehe Link unten) eine Spendenplattform gültig bis zum 06. Juni 2019 geschaffen, damit die Finanzierung der Entwicklung des Stückes und der Aufführung gesichert werden kann. Die Uraufführung findet am 17. Juni 2019  im Institut Français in Bonn statt. Weitere Vorstellungen sind am 18. Juni, am 11. und 12. September. Das FNF und G.I.FT. würden sich sehr freuen, wenn Sie dieses Projekt mit Ihrer Spende unterstützen.  Schon 5€ sind eine Hilfe für das Projekt, denn die Volksbank erhöht jeden Betrag um 5€ - 15€. 

Hier kommen Sie direkt zur Spendenplattform und den Testimonials der Kooperationspartner*innen.

„GIRLS JUST WANNA HAVE FUNdamental rights“: Weltfrauentag im Frauenmuseum

Anlässlich deCorinna vom Freundeskreis Umoja mit Heide und Noemi im Frauenmuseums Internationalen Frauentags 2019 lud das Frauenmuseum Bonn zahlreiche lokale und internationale Vereine, Verbände und Institutionen sowie Gäste ein, um gemeinsam den Weltfrauentag zu feiern.  Zu Anfang begrüßten Marianne Pitzen, Direktorin des Frauenmuseums und Frau Rubarth mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters die vielen Gäste. Frauen von lokalen und internationalen Vereinen, Verbänden und Institutionen stellten sich mit ihren Informationsständen vor. Die Veranstaltung wurde musikalisch von der Bonnerin Cynthia Nickschas und ihrer Band begleitet. Außerdem diskutierten u.a. Bettina Metz vom Deutschen Komitee für UN Women und Andrea Rupp vom Deutschen Juristinnenbund mit  Gästen was an Gleichberechtigung bereits erreicht wurde, wo Rückschritte drohen und welche Zukunftsthemen kritisch beleuchtet werden müssen. Zudem wurde aus roten Schuhen eine lange Kette durch die Räume des Frauenmuseums gebildet um auf sexualisierte und häusliche Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. Diese Rote-Schuh-Aktion war vom V-Day Bonn zusammen mit lokalen Frauengruppen organisiert worden. Ziel war es 147 Schuhpaare zu sammeln, weil im Jahr 2017 laut BKA-Statistik 147 Frauen in Deutschland von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet wurden. 

Zusammen mit dem Freundeskreis von Umoja, vertreten von Corinna, teilten wir uns einen Stand. Heide und Noemi, neue Praktikantin bei FNF, lernten zahlreiche starke Frauen kennen, die mit ihnen ihre persönliche Erfahrungen teilten und sich über politische und gesellschaftliche Themen austauschten.  Besonders schön war, dass viele Mädchen und Frauen nach der Demonstration abends zum Frauenmuseum kamen und von der Demo berichteten sowie ihre Plakate mit Sprüchen wie "GIRLS JUST WANNA HAVE FUNdamental rights" zeigten.Rebeca Fundamental Rights

Wir danken dem Frauenmuseum und allen Helfenden für die Organisation der Veranstaltung und freuen uns auf nächstes Jahr!


Stellungnahme an die Bundesregierung zur geplanten neuen Resolution zu "Frauen, Frieden und Sicherheit"

Stellungnahme+++ UPDATE April 2019: Sogar der Guardian hat unsere Stellungnahme in einem Artikel zur geplanten neuen Resolution erwähnt! Hier geht es zum Artikel (auf Englisch) +++

Als nicht-ständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat wird Deutschland in den Jahren 2019 - 2020 internationale Sicherheitspolitik mitgestalten. In diesem Rahmen hat die Bundesregierung die Agenda „Frauen, Frieden und Sicherheit“ zu einem ihrer Arbeitsschwerpunkte erklärt. Der deutsche Vorsitz im VN-Sicherheitsrat im April 2019 soll im Zeichen des Kampfes gegen sexualisierte Gewalt in Konflikten stehen. So plant die Bundesregierung unter anderem eine weitere Resolution in das VN-Gremium einzubringen, um nach eigener Aussage „normative Lücken“ zu schließen und so vor allem Frauen und Mädchen besser vor Gewalt zu schützen. Eine weitere Resolution droht aber die bestehende Agenda "Frauen, Frieden und Sicherheit" und bereits erreichte Erfolge zu schwächen. Daher initiierte die Heinrich Böll Stiftung zusammen mit Vereinen und Institutionen wie dem Nationalen Kommittee Deutschland UN Women und dem Frauennetzwerk für Frieden eine Stellungnahme gegen die geplante Resolution. Das FNF begrüßt insbesondere die Betonung der Notwendigkeit  und Bedeutsamkeit von Frauen in Friedensprozessen in der Stellungnahme.

Die Stellungnahme finden Sie hier.

Bericht aus Brüssel: Europäischer strategischer Aktionsplan zur Umsetzung der UNRES 1325

WPS BrüsselAm 05. März 2019 nahm Heide Schütz für das Frauennetzwerk für Frieden e.V und das Bündnis 1325 an einem Treffen in der Diplomatischen Vertretung Schwedens in Brüssel teil. Vertreter*innen der europäischen Zivilgesellschaft waren vom Büro der Hauptberaterin zu Gender und WPS (WPS: Women Peace and Security) des Europäischen Auswäritgen Dienstes (EAD), Leitung von Charlotte Isaksson, eingeladen. Es ging um eine konkrete Stellungnahme zum vorliegenden Entwurf des strategischen EU-WPS-Aktionsplans mit dem Ziel einer verstärkten und zeitnahen Umsetzung der UNRES 1325 durch die europäischen Mitgliedsstaaten auf der Basis einer verbindlichen EU Policy, wie sie vom Europäischen Rat Ende Dezember 2018 beschlossen worden war. 

Heide Schütz schlug vor, einen Pool von Frauen und Frauenbündnissen auf europäischer Ebene anzulegen, die sich als Stakeholderinnen bereits für die Umsetzung der UNRES 1325 öffentlich einsetzen, ähnlich dem FemWise-Africa (Network of African Women in Conflict Prevention and Mediation) der Afrikanischen Union.

Unser FNF-Flyer - jetzt auch auf Spanisch!

Flyer spanischQué bonito! Unseren FNF-Flyer gibt es nun auch auf Spanisch - ein großer Dank für die Übersetzung geht an unsere ehemalige Praktikantin Corinna und an unsere Kollegin Constanza vom Internationalen Frauenzentrum Bonn! Hier finden Sie die spanische Version des Flyers zum Download.

„Mir war nicht mehr nach Singen zumute.“- Bericht zur szenischen Lesung "Krieg? Ohne Uns!"

Auftritt Connection1

Am Dienstag, dem 19.02.2019, durften wir gemeinsam mit anderen Bonner Friedensorganisationen zu einem besonderen Event in die Brotfabrik Bonn einladen: In der
ca. 90-minütigen Lesung "Krieg? Ohne uns!" gaben Rudi Friedrich von Connection e.V. und der Gitarrist Talib Vogl einen eindrücklichen Einblick in das Leben der Deserteure des 1. Weltkrieges - und erschufen einen Raum, in dem sie denjenigen eine Stimme verliehen, die sich auf die eine oder andere Weise gegen den Krieg gestellt haben.

So zitierten sie Dominik Richert, der 1918 gemeinsam mit zwei anderen Soldaten desertierte: "Von Mut, Tapferkeit und dergleichen sah ich überhaupt nichts. Letztlich ist es doch nur  die furchtbare Disziplin, der Zwang, der den Soldaten in den Tod treibt". Friedrich und Vogl inszenierten eindrucksvoll und historisch akkurat weitere Schicksale, und gingn mit Gedichten, Liedern und Musik den Erlebnissen und Gedanken der Deserteure nach: "Ein toter Mensch. Nicht: Ein toter Franzose. Nicht: ein toter Deutscher. Ein toter Mensch. Alle diese Toten sind Menschen. (...) Nun kann ich an keinem dieser Toten mehr vorbeigehen."

So gaben sie nicht nur einen Rückblick in die Vergangenheit, sondern stellten auch Bezüge zur aktuellen Situation von Kriegsdienstverweiger*innen heute her. Sie griffen auf, dass Kriegsdienstverweigerung ein wichtiger Schritt der Emanzipation ist - bis hin zu der Verbreitung des Gedankens, den Krieg zu beenden, und sich für eine friedliche Welt einzusetzen. Dies spiegelt auch den Grundgedanken der Arbeit von Connection e.V. wider, mehr Informationen dazu sind hier zu finden.

Wer die Lesung in Bonn verpasst hat, findet hier weitere Informationen und Termine.

 

„Wir brennen alle für eine Sache, deshalb sind wir auch hier!“ – Bericht vom Streitschlichtungstreff 2019

Streitschlichtung 2019 PlakatMehr als 70 Anmeldungen – das hatten wir noch nie! Unser 7. Regionaler Streitschlichtungstreff der Schulen in der Region Bonn/Rhein-Sieg/Erft sprengte diesmal all unsere Erwartungen: Drei Schulen mussten wir sogar auf das nächste Jahr vertrösten, weil alle Plätz bereits vor Anmeldeschluss belegt waren. Fast 60 Schüler*innen und knapp 20 Lehrkräfte aus zehn verschiedenen Schulen kamen am Donnerstag, dem 07.02.2019, im Kardinal-Frings-Gymnasium in Bonn-Beuel zusammen, um einen ganzen Tag lang miteinander zu arbeiten und zu diskutieren.

Los ging es mit einem Input unserer Trainerin Silke Maringer zum Thema „Sprache und Gewalt“. Welche Formen von Sprache und Kommunikation kennen wir? Wie kann Sprache genutzt werden, um Gewalt auszuüben? Und welche Besonderheiten hat eigentlich diese „Jugendsprache“? Weiter ging es im Anschluss in vier verschiedenen Workshops, drei für Schüler*innen, einer für Lehrkräfte. Silke Maringer vertiefte das Thema Sprache und Gewalt. Hier hatten die Schüler*innen Gelegenheit, sich über eigene Erfahrungen mit verbaler Gewalt auszutauschen und Strategien im Umgang damit zu entwickeln. Gudrun Knittel, Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung, arbeitete in ihrem Workshop mit den Schüler*innen rund um das Thema „Sich selbst besser kennenlernen – sicher auftreten in der Streitschlichtung“. Denn auch im „inneren Team“ müssen Streitschlichter*innen Konflikte bearbeiten und lernen, mit ihren Gefühlen zu arbeiten. Andreas PetersStreitschlichtung 2019 Lehrerinnen Workshop, Trainer im Team „No-Blame-Approach“, sprach mit den Schüler*innen über Mobbing und Streitschlichtung. Wichtig ist die Abgrenzung zwischen beidem: Denn echtes Mobbing muss außerhalb des Streitschlichtungskontextes bearbeitet werden – hier müssen Lehrkräfte und Expert*innen zur Unterstützung herangezogen werden. Jochen Mangold, Trainer und Mediator, arbeitete mit den begleitenden Lehrer*innen. In seinem Workshop ging es um den lösungsfokussierten Klassenrat – eine Methode der Konfliktbearbeitung, die in den unteren Jahrgangsstufen vielfach erfolgreich angewendet wird, für die in den höheren Stufen aber oftmals viel zu wenig Zeit bleibt. Hier müssen Lehrer*innen Mittel und Wege finden, in den engen Curricula Zeit und Raum für die gemeinsame Arbeit in der Klasse zu schaffen. Denn ein funktionierender Klassenrat stärkt die Beziehungen in der Klasse und ermöglicht ein konstruktives Miteinander – nicht zuletzt auch für die Streitschlichtung.

Nach einem leckeren Mittagessen in der Mensa der Schule stand am Nachmittag der Erfahrungsaustausch in den Gruppen im Mittelpunkt: Was läuft gut in der Streitschlichtung? Welche Erfolge können wir genießen? Was könnte besser laufen? Welchen Herausforderungen und schwierigen Situationen begegnen wir? Dieser Austausch zwischen den verschiedenen Schulen wurde von den Teilnehmenden als sehr hilfreich empfunden. Denn nicht an jeder Schule gibt es die gleichen Bedingungen und die gleiche AStreitschlichtung 2019 Abschlussrundekzeptanz für die Streitschlichtungsprogramme. Oft muss um Ressourcen, Zeit, Räume und Ideen gekämpft werden. Zu sehen, wie andere Schulen all das handhaben und welche Chancen genutzt werden können, stärkt und empowert die in der Streitschlichtung Aktiven. So formulierte es auch eine Schülerin: „Der Austausch hier war mir sehr wichtig. Ich bin froh, heute hier gewesen zu sein!“

In der anschließenden Abschlussrunde sammelte Jochen Mangold vielfältiges Feedback ein. Einhellige Meinung: Die Atmosphäre war toll! Ein Schüler drückte es so aus: „Wir haben uns alle von Anfang an super gut verstanden! Deshalb hatten wir auch kein Problem damit, direkt offen miteinander zu reden.“ Und ein Lehrer ergänzte: „Wir brennen alle für eine Sache, deshalb sind wir auch hier!“ Am Ende bekundeten fast alle die Absicht: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei! Was könnte uns als Veranstalter*innen größere Motivation sein?

Ganz besonders herzlich DANKE sagen wollen wir an dieser Stelle all jenen, die im Hintergrund und beim Streitschlichtungstreff selbst dazu beigetragen haben, dass dieser Tag so reibungslos und erfolgreich ablaufen konnte:

  •  den Parlamentarier*innen des Bonner Spendenparlaments, das uns in diesem Jahr erstmalig förderte und das uns mit seinem großzügigen Zuschuss alle finanziellen Sorgen nahm
  • dem Streitschlichtungsteam, der Schulleitung und dem Förderverein des Kardinal-Frings-Gymnasiums, insbesondere Frau Barbara Kreuser, für die Gastfreundschaft und die Infrastruktur – wir haben uns alle sehr wohl gefühlt bei Ihnen und euch
  • dem Trainer*innenteam, mit dem wir schon so lange vertrauensvoll zusammenarbeiten
  • dem Vorbereitungsteam innerhalb des Frauennetzwerk für Frieden, insbesondere unseren Praktikantinnen Corinna Zipper und Stefanie Golomb, ohne die wir die organisatorische Vorarbeit nie geschafft hätten
  • und last but not least allen teilnehmenden Schüler*innen und Lehrkräften – ihr macht den Streitschlichtungstreff zu dem, was er ist!
Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!
    • Kontakt

      Telefon: +49(0)228 - 62 67 30
      E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

    • Anschrift

      Frauennetzwerk für Frieden e.V.
      Dr. Werner-Schuster-Haus
      Kaiserstr. 201
      D-53113 Bonn