Unser Friedenszitat des Monats März, ausgesucht von unserer Geschäftsführerin Elise:
"In schlechten Zeiten hoffnungsvoll zu sein, ist nicht allein töricht romantisch. Es basiert vielmehr auf der Tatsache, dass die menschliche Geschichte nicht nur eine Geschichte der Grausamkeit ist, sondern auch eine Geschichte des Mitgefühls, der Opferbereitschaft, des Mutes, der Freundlichkeit. Was wir in dieser komplexen Geschichte hervorheben, bestimmt unser Leben. Wenn wir nur das Schlimmste sehen, zerstört das unsere Fähigkeit, etwas zu tun. Wenn wir uns aber an jene Zeiten und Orte erinnern - und es gibt so viele -, in denen Menschen sich großartig verhalten haben, gibt uns das die Kraft zum Handeln und zumindest die Möglichkeit, den Kreisel der Welt in eine andere Richtung zu lenken. Und wenn wir handeln, und sei es auch nur im Kleinen, müssen wir nicht auf eine große utopische Zukunft warten. Die Zukunft ist eine unendliche Abfolge von Gegenwarten, und jetzt so zu leben, wie wir glauben, dass Menschen leben sollten, trotz allem, was um uns herum schlecht ist, ist selbst ein wunderbarer Sieg."
von Howard Zinn (1922-2010), US-amerikanischer Historiker und Politikwissenschaftler, dessen Schwerpunkt die Beschäftigung mit Bürgerrechts- und Friedensbewegungen war.
Das Zitat wurde im März bei einer Tagung des Bund für Soziale Verteidigung zum Thema "Ziviler Widerstand" als Inspiration geteilt. Vielleicht ist es auch für die eine oder den anderen von euch ein Trost und eine Ermutigung in diesen Zeiten.
Das englische Originalzitat findet ihr hier.
Friedensgruppen der drei ehemaligen Pershing II-Standorte Heilbronn,
belarusischen Menschenrechtsorganisation Nash Dom ("Unser Haus") haben Anfang März die Kampagne "Nein heißt nein!" ins Leben gerufen. Durch tausende Videobotschaften sollen belarusische Männer aufgerufen werden, nicht dem derzeitigen Ruf ihrer Regierung zu folgen und sich nicht für den Krieg gegen die Ukraine rekrutieren zu lassen. Traditionelle Rollenvorstellungen, die den Kriegsdienst als besonders männlich und heroisch darstellen, sollen damit aufgebrochen werden. Nash Dom ist eine langjährige Partnerorganisation des Bund für Soziale Verteidigung, in dem das FNF Mitglied ist. Leitfigur und Gründerin von Nash Dom ist die Pazifistin Olga Karatsch. Auch international können Menschen (insbesondere Frauen) mitmachen und die belarusischen Frauen bei der Kampagne unterstützen! Nash Dom freut sich über jede Videobotschaft, die in den Sozialen Medien gepostet wird (s.u.).
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März 2022 ruft das Bündnis Istanbul-Konvention (BIK) in einer Erklärung zu Solidarität mit den Menschen in der Ukraine auf. An der Seite von 41 weiteren Nichtregierungsorganisationen unterstützt auch das Frauennetzwerk für Frieden den Aufruf.
Die Stadt Bonn lädt am 8.3.2022 anlässlich des Internationalen Frauentages von 10-16 Uhr zu einem digitalen Infomarkt ein. Auch das FNF wird mit einem digitalen Stand vertreten sein. Um 14 Uhr werden wir außerdem einen Vortrag zum Thema "Gute Seele und gerechter Krieger? Geschlechterrollen in Krieg und Frieden" anbieten.
Weltweit ist der Ruf nach Frieden derzeit laut wie lange nicht mehr. Hier eine Sammlung von Stimmen gegen den Krieg in der Ukraine aus unserem internationalen Netzwerk. Viele weitere Stimmen teilen wir über unsere Kanäle in den Sozialen Medien (Facebook, Instagram, Twitter).
Morgen um 13 Uhr Großkundgebung in Berlin, getragen von einem breiten Bündnis aus der Friedens- und Umweltbewegung, den Gewerkschaften, Kirchen und vielen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bewegungen. 
Überall in Deutschland demonstrieren in diesen Tagen Zehntausende Menschen gegen den Krieg, für Frieden und in Solidarität mit den Menschen in der Ukraine. Hier Fotos von FNF-Mitgliedern von den heutigen Kundgebungen aus Düsseldorf und Hamburg.
An der Seite von filia - die Frauenstiftung, dem Friedensbildungswerk Köln, dem Deutschen Frauenring und vielen weiteren NGOs sind wir offizielle Kooperationspartnerinnen zum Filmstart des Films "Vatersland". Darin verarbeitet die Regisseurin Petra Seeger ihre eigene Vergangenheit als heranwachsendes Mädchen in einer von Männern dominierten Nachkriegsgesellschaft – scharfsinnig, feministisch und humorvoll. Der Film sensibilisiert vor allem für die Themen Emanzipation, Gleichberechtigung, 50er/60er Generation, Deutsche Geschichte, Kriegsenkel*innen und Eltern-Kind-Konflikte.

