Vor 75 Jahren wurde das Frauen-Konzentrationslager Ravensbrück von Soldaten der sowjetischen Armee befreit. Es war das größte Konzentrationslager für Frauen in Deutschland und wurde bereits 1938/39 gebaut. Die Gedenkstätte informiert über das Grauen, dem die Frauen dort ausgeliefert waren - und auch darüber, welchen Anteil daran Frauen hatten, die dort als Aufseherinnen arbeiteten.
Eine besondere Veröffentlichung wurde vor ein paar Jahren auf der Grundlage von im KZ entstandenen Briefen polnischen Frauen gewidmet, die versuchten, Informationen über das Lager nach draußen zu schmuggeln. Das Buch mit dem Titel "Damit die Welt es erfährt…" ist hier bestellbar. Diese Briefe zeigen aus einer persönlichen Perspektive, wie Frauen versucht haben, Solidarität zu üben und Widerstand zu leisten.
Auch 75 Jahre nach Kriegsende sind ihre Schicksale und ihr Mut nicht vergessen.

FREITAG, 17. APRIL 2020 | 20 UHR | LIVESTREAM ÜBER FEMINISTISCHE FRIEDENSARBEIT


Die traditionellen Ostermärsche mussten in diesem Jahr wegen des Corona-Virus leider ausfallen. Die Friedensbewegung fand trotzdem kreative Wege, sowohl online als auch offline ihre Forderungen in die Öffentlichkeit zu tragen: ob auf dem Rad oder auf dem Balkon, mit Kreide auf der Straße oder zu Hause am Fenster, mit "Sandwich-Plakaten" in der Schlange beim Bäcker oder online in Livestreams und Webinaren - überall waren über die Osterfeiertage Zeichen des Friedens zu sehen. Die Forderung mit dem Hashtag #LeaveNoOneBehind war dabei besonders präsent, denn gerade über Ostern gerieten wieder mehrere Boote im Mittelmeer in Seenot. Der Großteil der Menschen konnte gerettet werden oder hat es selbst an die europäische Küste geschafft. Ein Boot wurde jedoch völkerrechtswidrig nach Libyen zurückgeleitet, wo die Menschen ein ungewisses Schicksal erwartet. Und mehr als zehn Menschen haben die tagelange Irrfahrt auf dem Meer nicht überlebt. So lagen an Ostern Botschaften der Hoffnung und Zeugnisse des Leids n
ah beieinander. 

