Anlässlich des 50. Jahrestages der Helsinki Declaration von 1975 haben sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Organisationen und Privatpersonen weltweit zusammengeschlossen und einen Appell zur Unterstützung der "Helsinki+50 People’s Declaration on Common Security and Human Rights" unterzeichnet.
Seit Ende des Kalten Krieges gilt die Helsinki Declaration (1975) als Meilenstein für internationale Zusammenarbeit und als Grundlage für Dialog, Menschenrechte und gemeinsame Sicherheit in Europa. Nur fünf Jahrzehnte später steht Europa vor neuen unmittelbaren Herausforderungen und Sicherheitsrisiken: globale Krisen, Kriege und Klimawandel.
Vor diesem Hintergrund fordert der Appell zu einer Erneuerung und Weiterentwicklung der Prinzipien von 1975 auf, um den komplexen Sicherheitsbedrohungen unserer Zeit angemessen und wirksam entgegenzuwirken.
Die unterzeichnenden Organisationen und Einzelpersonen bekennen sich unter anderem zu:
- der Unteilbarkeit aller Menschenrechte
- der Stärkung von Zivilgesellschaft, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit
- der gleichberechtigten Rolle von Frauen in Friedensprozessen und Konfliktprävention
- dem Schutz von Asylsuchenden
- der Abrüstung, insbesondere der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen
- und der Bewältigung globaler Herausforderungen, wie Klimakrise, Biodiversitätsverlust und digitaler Sicherheit.
Mit derUnterzeichnung des Appells möchten die Organisationen ein Signal senden. Denn Frieden, Sicherheit, Menschenrechte und Nachhaltigkeit sind untrennbar miteinander verbunden. Die Unterzeichner*innen rufen dazu auf, die Prinzipien der "Helsinki + 50 People’s Declaration on Common Security and Human Rights" in politischen Prozessen zu berücksichtigen und den Geist der Declaration wiederzubeleben.