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Ehre, wem Ehre gebührt? Bericht zur antimilitaristischen Kurzreise vom Bertha zum Hindenburgplatz

ffgrg"Bertha von Suttner" , "Paul von Hindenburg". Beide Namen bekannt, die Menschen dahinter könnten unterschiedlicher nicht sein. Die Gemeinsamkeit? Ein öffentlicher Platz in Bonn, nach ihnen benannt. Vergangenen Sonntag (12.09) stellten wir uns nun die Frage, wem diese Ehre wirklich gebührt. 

In Kooperation mit dem Netzwerk Friedenskooperative, pax christi Bonn und der Initiative zur Umbenennung von Hindenburgplatz und Hindenburgallee begann die Veranstaltung pünktlich um 14:00 Uhr an der Bertha-von-Suttner-Stele am gleichnamigen Platz.

Unter Moderation von FNF-Geschäftsführerin Elise Kopper berichtete FNF-Ehrenvorsitzende Heide Schütz über die Friedensarbeit des FNF rund um Bertha von Suttner. Sie berichtete von Umfragen am Bertha-von-Suttner-Platz, die das FNF vor vielen Jahren durchführte und die zutage brachten, dass viele Bonner*innen die Namensgeberin des Platzes damals nicht kannten, und von unterschiedlichsten Aktionen und Feiern, die dem Zweck dienten, an Bertha von Suttner und ihre Friedensbotschaften zu erinnern.

Das Highlight des Tages war schließlich der Auftritt von Bertha von Suttner (fast) persönlich: in Person von Petra Keppler, Leiterin des Bertha-von-Suttner Peace-Institute in Den Haag. So durften die Zuschauer ein „echtes“ Interview mit der ersten weiblichen Nobelpreisträgerin miterleben. „Bertha“ erzählte von ihrer eigenen Wahrnehmung ihres Ruhmes, anderen Denkmalen, die an sie erinnern, und wie es war, männlichen Militaristen wie Paul von Hindenburg zu begegnen.

Als Vertreter des Netzwerk Friedenskooperative informierte im Anschluss Kristian Golla die Gäste über den Beitrag seiner Organisation zum Projekt Bertha-Bahn und zur Bedeutung öffentlicher Aktions-und Erinnerungsorte für die Friedensbewegung.

image 6487327Zum Abschluss stand Christoph Habermann am Mikrofon, der die Initiative zur Umbenennung des Hindenburgplatzes und der Hindenburgallee vorstellte und von einem großen Erfolg berichten konnte: Denn der Hindenburgplatz wird tatsächlich bald umbenannt, die Anwohner*innen haben sich für den Namen "Loki-Schmidt-Platz" entschieden. 

Nachdem alle Redner*innen ihre Organisationen und Themen vorgestellt hatten, sollte es eigentlich mit einer Fahrt in der Bertha-Bahn weitergehen. Doch das Universum wollte Bertha und Bahn nicht vereinigen: Bereits um 14:22 Uhr, eine halbe Stunde früher als geplant, fuhr die Bahn an der Versammlung, die ihr nur noch winken konnte, vorbei. Doch kurzerhand wurde die nächste Straßenbahn durch die Anwesenheit der Namensgeberin zur temporären Bertha-Bahn.

Das Ziel: Der (noch so heißende) Hindenburgplatz. Dort angekommen, fand eine kurze Fotoaktion statt, bei der das Straßenschild, welches den Platz benennt, symbolisch verdeckt wurde. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einige historische Erläuterungen der Initiative zur Umbenennung des Hindenburgplatzes zu angrenzenden Straßen, die u.a. an Opfer des Nationalsozialismus erinnern.  Im Anschluss ging es mit der nächsten Straßenbahn Richtung Kaiserstraße, wo die Gruppe gemeinsam mit weiteren Gästen das 25-jährige Jubiläum des FNF feierte. 

Wir danken allen, die bei der Aktion dabei und von nah und fern angereist waren, ganz besonders natürlich unseren Kooperationspartner*innen und Petra Keppler als Bertha! Die Fahrt mit der Bertha-Bahn "müssen" wir dann wohl nächstes Jahr nachholen. Drückt uns die Daumen, dass die Bahn dann noch fährt!

Wer die Bertha-Bahn noch nicht so oft gesehen hat, findet im Bertha-Bahn-Flickr-Album des Netzwerk Friedenskooperative noch ein paar ganz besonders schöne Aufnahmen.

Weitere Bilder von der Aktion gibt es im Flickr-Album des Netzwerk Friedenskooperative sowie auf unserem Instagram- oder Facebook-Account, und hier:

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        Dr. Werner-Schuster-Haus
        Kaiserstr. 201
        D-53113 Bonn