"We are shocked, in tears and fucking angry! But we are not in fear and we will stand together!" - Protestschild bei der Trauer-Kundgebung nach dem Anschlag auf den CSD in Berlin am 25. Juli 2026 (gesehen bei @santiago_rodriguez_photography).
Am 25. Juli verübte ein religiöser Extremist einen Anschlag auf den CSD in Berlin. Er fuhr mit einem Auto in die Demonstration, tötete dabei eine Frau und verletzte etliche andere. In den folgenden Tagen versammelten sich bundesweit Menschen aus der queeren Community und Allies, um ihre Trauer, ihre Wut, ihre Ängste und ihre Entschlossenheit, sich nicht zu verstecken und sich nicht spalten zu lassen, nach außen zu tragen.
Parallel brandeten unmittelbar Debatten auf, die die libanesische Familiengeschichte des in Deutschland aufgewachsenen Täters und seine islamistisch-extremistische Motivation zum Anlass nahmen, Menschen muslimischen Glaubens, Geflüchtete und arabisch gelesene Menschen unter Generalverdacht zu stellen. Dies oftmals von Politiker*innen und Parteien, die in der jüngsten Vergangenheit queere Sichtbarkeit in Deutschland erschwert, bei Angriffen auf queeres Leben aus anderen extremistischen Lagern geschwiegen, queeren spaces die Förderung entzogen oder Präventionsprogramme gegen religiösen oder rechten Extremismus gecancelt haben. Gleichzeitig wurden auch Stimmen laut, die die realen Gefahren, die religiöser und anderer politischer Extremismus für queere Menschen bedeuten, klar benannten und einordneten.
Viele Menschen und Organisationen aus der queeren Community und der Antiradikalisierungsarbeit haben dazu in den letzten Tagen auf Instagram sehr kluge, nachdenkliche, emotionale und konstruktive Worte gefunden. Schaut zum Beispiel bei
@luna.moebius
@berlinguidear
@lsvdbundesverband
@femany.de
@queeresnetznrw
@amadeuantoniofoundation …und vielen anderen. Wir trauern um die Verstorbene, bangen um die Genesung der Verletzten und stehen in Solidarität mit der queeren Community und allen Opfern extremistischer Gewalt 💔.


