Mitte Februar habe ich mein sechswöchiges Praktikum beim FNF in Bonn begonnen. Gleich zu Beginn ist mir die sehr lockere und respektvolle Atmosphäre aufgefallen. FNF-Geschäftsführerin Elise ist mit meiner Mitpraktikantin Hannah und mir die wichtigsten anstehenden Termine der nächsten sechs Wochen durchgegangen, sodass ich direkt einen Überblick über die verlangten Tätigkeiten hatte. Elise hat von Anfang an viel Wert darauf gelegt, dass wir unsere Fragen stellen und Meinungen miteinbeziehen können. Auch bei der Aufgabenzuteilung berücksichtigte sie immer unsere Kapazitäten und Wünsche. Ich mochte es beispielsweise gerne, gestalterische Aufgaben zu übernehmen und konnte mich bei Designaufgaben mit Canva und einem Taschen- Fotoshooting für Vinted einbringen. Oft bekamen wir auch Vorschläge für Veranstaltungen wie Mahnwachen, Podiumsdiskussionen, eine Jubiläumsfeier, einen Theaterbesuch des Stücks „Die Waffen nieder“ oder auch ein Friedenskonzert. Bei diesen stand es uns meistens frei, ob wir teilnehmen oder nicht. Hatten wir manchmal keine Zeit oder die Busse streikten, war es gar kein Problem, das Elise mitzuteilen. Sehr hilfreich war in diesem Kontext auch, dass Elise Aufgaben in „Kann“- und „Muss“- Aufgaben eingeteilt hat. Ein Friedenskonzert besuchen war ein Kann, einen Infostand betreuen ein Muss.
Unsere Aufgaben waren sehr vielfältig, die einzige Regelmäßigkeit war das wöchentliche Treffen im Büro dienstags um 11:30 Uhr. Dort arbeiteten Hannah und ich an der Website und gingen dann weitere To Dos durch, die wir uns selbständig zeitlich einteilen konnten.
Das Praktikum bei dem FNF hat mich sehr bereichert, da ich oft mit Themen in Berührung kam, die ich sonst nicht in dieser Tiefe mitbekommen hätte. Besonders einprägsam war die Jubiläumsfeier von „Pro Peace“ in Köln, auf welcher verschiedene Referent*innen eindrucksvolle Einblicke in ihre Arbeit gaben. Ich fand es erschreckend, wie wenig ich davor über zivile Friedensarbeit wusste, da die öffentliche Berichterstattung sehr fokussiert auf Regierungen ist.
Auch gab es immer wieder die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen. Beispielsweise bei der selbständigen Teilnahme an einem Fundraising-Workshop der Stadt Bonn oder der unterstützten Betreuung des Informationsstandes des FNF auf dem Internationalen Frauentag wurde gefordert, dass ich mich mit unbekannten Menschen über die zentralen Themen unseres Vereins austausche. Dafür musste ich mich anfangs sehr überwinden, aber es war eine sehr wertvolle Erfahrung! Jede dieser kommunikativen Veranstaltungen war im Endeffekt bestärkend.
Besonders schön für mich waren auch die Führungen über den Bonner Friedensweg, da ich dadurch die Stadt besser kennenlernen konnte. Diese fanden in enger Zusammenarbeit mit Annegret vom Netzwerk Friedenskooperative statt, was auch echt toll war, da wir dadurch auch noch Kontakte zu einer beeindruckenden Aktivistin und ihren Praktikant* innen knüpfen konnten. Sehr cool war es auch Heide Schütz (Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzende) als Star des Vereins live kennenzulernen :).
Ich kann ein Praktikum beim FNF wirklich nur weiterempfehlen, auch wenn man nicht Politikwissenschaften studiert oder viel Erfahrung im Networken hat! Die Menschen sind sehr hilfsbereit und man wird immer gut bei seinen Aufgaben angeleitet und unterstützt. Das ist vor allem Elises tollem Umgang mit Praktikant*innen zu verdanken, deswegen auch hier nochmal: Herzlichen Dank an Elise!
Liebe Elena, ganz herzlichen Dank für deine tolle Unterstützung in den vergangenen Wochen - du warst eine tolle Kollegin :)! Viel Erfolg dir weiterhin im Studium und bis hoffentlich bald mal wieder in Bonn!


