Monika Gerstendörfer

Monika GerstendörferLobby für Menschenrechte e.V.
Ich glaube an den Flügelschlag des Schmetterlings: Der Flügelschlag eines einzigen Schmetterlings in China kann – durch einen Prozess der Aufschaukelung – einen Orkan in Texas hervorrufen.

Die Menschenrechtsexpertin und Diplompsychologin Monika Gerstendörfer (*1956) leistet unschätzbare Arbeit durch Aufklärung über die Gefahren sexueller Gewalt in Deutschland. Die Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Lobby für Menschenrechte e.V. veränderte maßgeblich gesellschaftliche Einstellungen zur Gewalt gegen Frauen und Kinder. Sie leistete sehr nützliche Vernetzungsarbeit für unzählige Vereine, Initiativen, Kriminalpolizei, Journalisten/-innen und Abgeordnete. In Wittenberg geboren, lebte sie in Baden-Württemberg. Monika Gestendörfer ist am 18. Februar 2010 verstorben
15 Jahren leistete die Menschenrechtsexpertin Monika Gerstendörfer unschätzbare Arbeit bei der Aufklärung über sexuelle Gewalt in Deutschland. Sie studierte vier Sprachen, Kunstgeschichte, Jura und Psychologie und trug maßgeblich zur Veränderung gesellschaftlicher Einstellungen zur Gewalt gegen Frauen und Kinder bei. Dass Vergewaltigung in der Ehe zu einem Straftatbestand wurde, ist ihrem Kampf zu verdanken. Besonders bemühte sie sich um eine Sprache, die den Taten angemessen Rechnung trägt. Als Mitbegründerin und Geschäftsführerin der Lobby für Menschenrechte e.V. machte sie Opferberatung und Krisenintervention, war Sachverständige bei Anhörungen auf EU-, Bundes- und Landesebene, arbeitete in Gremien und Organisationen. Sie hielt Vorträge, leitete Workshops, schrieb Artikel, Pressemitteilungen und Protestschreiben. Sechs Jahre war die Diplompsychologin im Wissenschaftszentrum von IBM-Deutschland beschäftigt; mit diesem Wissen konnte sie die Kehrseite des Mediums Internet einschätzen und im Internet gegen sexuelle Gewalt gegen Frauen und Kinder vorgehen. Sie arbeitete zu Frauenhandel, Zwangsprostitution, Sexarbeit und Internet für die Bundestagsabgeordnete Irmingard Schewe-Gerigk. Außerdem arbeitete sie zu Massenvergewaltigung im Krieg, sexueller Belästigung am Arbeitsplatz, häuslicher Gewalt, Menschenrechte für Sexarbeiter/-innen, Genitalverstümmelung, Diskriminierung von Schwulen und Lesben, Zwangsprostitution als moderne Sklaverei, Tötung von neugeborenen Mädchen und sexualisierter Folter. Monika Gerstendörfer kritisierte, dass der Menschenhandel mit Frauen und Kindern, Zwangsprostitution, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, häusliche Gewalt und Genitalverstümmelung in Deutschland und auf europäischer Ebene viel zu weit verbreitet sind.
 
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