Friedenszitat des Monats 

August 2010

Hoffnung ist eben nicht Optimismus. Es ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, dass etwas Sinn hat, ohne Rücksicht darauf, wie es ausgeht.

Vaclav Havel

Juni und Juli 2010

Fußball und Rollenspiel - ehemalige Guerillakämpfer in Kolumbien

In Kolumbien arbeitet Don Bosco mit ehemaligen jungen Soldaten, sowohl der Guerilla als auch der Paramilitärs. Ein bewährtes Mittel um Feindschaft abzubauen sind gemischte Fußballteams, die täglich in der gleichen Konstellation gegeneinander antreten. Wer gewinnen will, muss mit dem ehemaligen Gegner kooperieren. Abends müssen sich die Jugendlichen in Rollenspielen in die jeweils andere Seite hineinversetzen.

Wir diskutieren mit den Jugendlichen:
Welche Gründe haben zum Eintritt in die Armee geführt? Die Ideologie wird als Farce entlarvt. Am Ende eint das Gefühl: Wir wurden beide benutzt - nur von gegnerischen Parteien.

DON BOSCO MISSION
Internationale Jugendhilfe und Entwicklungsarbeit

Mai 2010

NACHRUF AUF MONIKA GERSTENDÖRFER

«Frieden braucht Lautsprecher»

So lesen wir auf einer Postkarte des Zivilen Friedensdienstes,
mit dem das Frauennetzwerk für Frieden zusammenarbeitet.
Ein Lautsprecher, der laut und nachhaltig schallte, tönt nicht mehr.
Monika Gerstendörfer ist gestorben.
Seit dem 18. Februar 2010 schweigt ihre Stimme.

Eine der "1000 FriedensFrauen weltweit" - "1000 PeaceWomen Across the Globe" ist zerbrochen im Kampf gegen Unmenschlichkeit, Hass und Menschenverachtung.
Wo immer auf der Welt Frauen diskriminiert wurden, hat sie sich die Mühe gemacht, Briefe an die betreffenden Regierungen und verantwortlichen Institutionen zu schreiben. Ihre Menschenrechtsarbeit hat sie in Schulen, an Universitäten und in Menschenrechtsorganisationen anschaulich dargestellt. Sie hat als Psychologin ausgebrannte Menschenrechtsaktivistinnen therapiert, sie hat traumatisierte Opfer zu heilen versucht. Mit der von ihr gegründeten und geleiteten Lobby für Menschenrechte hat sie sich in die deutsche und europäische Politik eingebracht. Unvergessen ist ihr Einsatz, wie sie zusammen mit dem Deutschen Frauenrat ein Gesetz zur Bestrafung der Vergewaltigung in der Ehe durchsetzte.
Menschenrechtsarbeit ist nicht umsonst. Das hat sie immer wieder betont. Doch wer sollte ihre Arbeit angemessen bezahlen? Sie versuchte, ihren Unterhalt für sich und ihre beiden Katzen über Sachbücher zu erarbeiten. "Der verlorene Kampf um die Wörter", ein Plädoyer für eine angemessene Sprachführung, bei dem sie opferfeindliche Sprache bei sexualisierter Gewalt aufspürte. Oder "Sine Laude!" ein Buch über Sexismus an der Hochschule, dessen überarbeiteter Entwurf zur Veröffentlichung bereit stand. Doch diese Arbeit reichte nicht aus.
So verwertete sie ihre anderen Fähigkeiten: Unter dem Autorennamen Franziska Kelly schrieb sie spannende Krimis, in denen sie ihre Erfahrungen aus der Menschenrechtsarbeit einbrachte. 2006 erhielt sie den Kärntner Krimipreis für ihren Beitrag "Blond Angel" zu dem Thema T@tort Internet. Unter dem Autorennamen Tara Tamon schrieb sie schöngeistige Bücher für Kinder und Erwachsene. Unvergessen die Geschichte "Und Schweine fliegen doch!" sowie die herzigen Katzengeschichten über Idefix und Pustefix. Trotz ihrer unermüdlichen Arbeit Tag und Nacht hörten ihre finanziellen Sorgen nicht auf. Sie zerrieben diese Powerfrau bis zum körperlichen Zusammenbruch.
Die Trauer um Monika Gerstendörfer ist schwer und will kein Ende nehmen.

Brunhilde Hoffmann
Frauennetzwerk für Frieden e.V.

April 2010

«Aus einem Strohhalm wird ein Vogelnest.»

Ovambo (Afrika)

März 2010

"Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten."

Konfizius

Februar 2010

«Die Bosheit ist ein Löwe, der zuerst seinen Herrn anspringt.»

Sprichwort aus Kenia

Januar 2010

«Restiamo umani - Mensch bleiben»

Vittorio Arrigoni

So endete jeder Blog-Eintrag des jungen Italieners Vittorio Arrigoni, der während des israelischen Angriffskriegs gegen Gaza vom 27.12.2008 bis 17.01.2009 Zerstörung, tödliche Bombardements und Leid der palästinensischen Bevölkerung täglich beschrieb.

Veröffentlicht auf Deutsch: "Gaza - Mensch bleiben", 2009, Zambon Verlag, ISBN 978-3-88975-157-7

November 2009

«Mein Traum ist, alle Menschen lächeln zu sehen, nicht weil sie es müssen, sondern weil es von innen kommt.»

Martine Bonny Dikongue, INSER SA Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH (InWent)

Martine Bonny Dikongue gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Oktober 2009

«Die Menschheit ist eine Einheit. Denkt nicht, dass nur eine bestimmte Gruppe gerettet werden müsse; wir sollten versuchen, dafür zu sorgen, dass alle überleben können.»

Julien Florence Mona Saroinsong, Crisis Center SAG SULUTTENG (Krisenzentrum SAG SULUTTENG)

Julien Florence Mona Saroinsong gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


September 2009

«Die Kinder des Kosovo müssen von der ständigen Gewalt wegkommen. Wir werden das tun, was nötig ist, um Frieden in unsere Wohnorte zu bringen. Wir sind die Zukunft und die Zukunft liegt in unseren Händen.»

Fatmire Feka, Kids for Peace (Kinder für den Frieden)

Fatmire Feka gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


August 2009

«Friedenspädagogik sollte in Schulen und anderen Institutionen zur Pflicht werden. Ist sie uns nicht genauso wichtig wie Mathematik und Naturwissenschaften, ist uns auch der Frieden nicht so wichtig.»

Myla Jabilles Leguro
Catholic Relief Services (CRS) (Katholische Hilfsdienste)
Mindanao Peacebuilding Institute (MPI) (Friedensinstitut Mindanao)
Grassroots Peace Learning Center (GPLC) (Graswurzel-Friedenslernzentrum)

Myla Jabilles Leguro gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Juli 2009

«Der Ausschluss von Frauen aus den frühen Krisengesprächen war ein riesiger Fehler. Es ist jetzt Aufgabe der Frauen an der Elfenbeinküste, diesen Fehler zu korrigieren.»

Dandi Lou Hélène Amanan

Women in Peacebuilding Network (WIPNET) (Frauen-für-Frieden-Programm)
Vision et Action des Femmes Africaines contre les Guerres (VAFAG) (Vision und Aktion Afrikanischer Frauen gegen Kriege)

Madame Dandi Lou gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Juni 2009

«Im Frieden können wir den wirklichen Sinn des Lebens erkennen.»

Amma Sakina

Amma Sakina gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Mai 2009

Wenn du die Hand zur Faust ballst,
kann dir weder jemand etwas hineinlegen,
noch kannst du mit dieser Hand etwas aufnehmen.

aus Afrika


April 2009

"Die beste Schutzmauer gegen den Krieg ist der Frieden."

Französisches Sprichwort


März 2009

«Solidarität zeigen, protestieren, medizinisch Hilfe leisten - das ist der Kern meiner Aktivitäten.»

Dr. Ruchama Marton, Physicians for Human Rights-Israel (PHR-Israel) (Ärzte/-innen für Menschenrechte Israel)

Ruchama Marton gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Februar 2009

«Meine Utopie ist es, dass wir Mütter, wir Frauen, unsere Söhne vom Militärdienst fernhalten können, ganz gleich, in welchem Teil der Welt sie kämpfen sollen.»

Barbara Gladysch, Mothers for Peace (Mütter für den Frieden)

Barbara Gladysch gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Januar 2009

Gemeinsame Erklärung Israelischer Frauenorganisationen zum Krieg gegen Gaza,
01. Januar 2009,

Als Frauenorganisationen, die ein breites politisches Spektrum vertreten, dringen wir auf das Ende von Bombenangriffen und anderen Formen tödlicher Gewalt. Wir verlangen jetzt sofort Friedensberatungen anstelle von Kriegshandlungen. Der Totentanz und die zerstörerische Gewalt müssen ein Ende haben. Wir wollen, dass Krieg nicht länger als Option und Gewalt nicht länger als Strategie gilt; Töten ist keine Alternative. Wir wollen eine Gesellschaft, in der jedes menschliche Wesen ein Leben in Sicherheit führen kann, sowohl in persönlicher, als auch in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht.

Wieder einmal sind es die Frauen, die den Preis zahlen, und mit ihnen viele andere, die geografisch, wirtschaftlich, ethnisch, sozial oder kulturell am Rande der Gesellschaft leben. Wieder einmal sind sie von öffentlicher Wahrnehmung und der Teilnahme an der Mainstream-Debatte ausgeschlossen.

Unsere Zeit ist gekommen, die Zeit der Frauen. Wir fordern eine andere Sprache in Worten und Taten.

Übersetzung: Frauennetzwerk für Frieden e.V.

Statement By Israeli Women's Organizations
We women’s organizations from a broad spectrum of political views demand an end to the bombing and other tools of death, and call for the immediate start of deliberations to talk peace and not make war. The dance of death and destruction must come to an end. We demand that war no longer be an option, nor violence a strategy, nor killing an alternative. The society we want is one in which every individual can lead a life of security – personal, economic, and social.

It is clear that the highest price is paid by women and others from the periphery – geographic, economic, ethnic, social, and cultural – who now, as always, are excluded from the public eye and dominant discourse.
The time for women is now. We demand that words and actions be conducted in another language.
Molly Malekar, Geschäftsführerin von Bat Shalom, Jan.1st, 2009

Ahoti- For Women in Israel, Anuar- Jewish and Arab Women Leadership, Artemis- Economic Society for Women, Aswat- Palestinian Gay Women, Bat Shalom, Coalition of Women for Peace, Economic Empowerment for Women, Feminancy: College for Women’s Empowerment, Feminist Activist Group – Jerusalem, Feminist Activist Group – Tel Aviv, International Women’s Commission: Israeli Branch, Isha L’Isha- Haifa Feminist Center, Itach: Women Lawyers for Social Justice, Kol Ha-Isha- Jerusalem Women’s Center, Mahut Center- Information, Training, and Employment for Women, Shin Movement- Equal Representation for Women, Supportive Community- Women's Business Development Center, TANDI – Movement of Democratic Women for Israel, Tmura: The Israeli Antidiscrimination Legal Center, University against Harassment – Tel Aviv, Women and their Bodies, Women’s Parliament, Women’s Spirit- Financial Independence for Women Victims of Violence
Molly Malekar, Geschäftsführerin von Bat Shalom


Dezember 2008

«Keiner kann das Jucken deines Rückens so gut beenden wie deine eigenen Fingernägel. Lass dich nicht zum Opfer machen. Trage aktiv dazu bei, Dinge zum Guten zu verändern. Nutze deine Stärke!»

Nabila Espanioly
Advocacy Center for Arab Citizens in Israel (Mossawa) (Rechtshilfezentrum für Arabische Bürger/-innen in Israel); The Feminist Center in Haifa (FCiH) (Feministisches Zentrum Haifa);
Jewish-Arabic Women for Peace (JAWfP) (Jüdisch-Arabische Frauen für den Frieden)

Nabila Espanioly gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


November 2008

«Frieden ist die Umgebung von Vertrauen und Zuversicht, die Menschen im Leben brauchen.»

Amina Afzali


Amina Afzali gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Oktober 2008

«Ich will das Tabu brechen und die Mauern des Schweigens niederreißen. Für die Würde der gefolterten Frauen.»

Monika Hauser, medica mondiale


Monika Hauser gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


August 2008

«Denk nach! Suche überall nach Frieden und Schönheit. Wenn du Frieden in deiner Seele findest, wenn du die Schönheit der Welt um dich herum erkennst, dann wirst du frei sein. »

Tatyana Tkatschenko, Women for the Future (Frauen für die Zukunft)


Tatyana Tkatschenko gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


April - Juni 2008

"Der Kampf um Frieden beginnt mit dem Kampf um seelischen Frieden und Gelassenheit in den Herzen der Menschen. Das ist nur möglich, wenn die Menschenrechte und Freiheiten jedes Mannes und jeder Frau geachtet werden."

Mutabar Tadjibayeva

Mutabar Tadjibayeva gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


März 2008

"Grenzen sind für Frauen keine Hindernisse. Von unseren Gefühlen und Instinkten geleitet, überschreiten wir sie. Auch wenn wir Frauen sind, deren Leben als solches einen starken Gegensatz darstellt, werden wir reden, nicht schießen."

Terry Greenblatt

Terry Greenblatt gehört zu den 1000 FriedensFrauen, die für den Friedensnobelpreis 2005 nominiert wurden: www.1000peacewomen.org


Januar – Februar 2008

"Wollen wir in Frieden leben, muss der Friede aus uns selbst kommen."

Jean-Jacques Rousseau


November 2007

„Wir müssen eine positive Grundeinstellung zur Menschheit und zu den Beziehungen einnehmen, die uns mit jeder Person und jeder Gruppe in der Welt verbinden. Hierbei können wir dann allmählich erkennen, wie die Verpflichtung zur Solidarität mit der ganzen Menschheitsfamilie ein Schlüssel zum Frieden ist.“

Johannes Paul II.
(aus: „Entwicklung hat es mit Menschen zu tun – Botschaft zum Weltfriedenstag 1987“, in: Johannes Paul II., Gewissen der Welt, Herder spektrum, Herder Verlag, Freiburg i.Br. 2002, S. 139)


Oktober 2007

Frieden ist, wenn die macht der liebe die liebe zur macht besiegt.

(Unbekannt)


September 2007

Heike Otto



Hallo mein Sohn!
Ich gebe dir einen Rat,
bitte werde kein Soldat.
Nimm keine Waffe in deine Hand,
Du verlierst Herz und Verstand.

Du bist noch so jung und
kannst vieles nicht wissen,
zwar durfte dich schon
so manches Mädel küssen.

Doch das ist nicht alles
was man dir sagt,
Ihre Wahrheit, sind Lügen,
an jedem Tag.

Deswegen glaube an Muttersherz,
eine Waffe in deiner Hand,
passt nicht in dein junges Herz.

Diese Welt brennt an so viele Ecken und
oft verkennt ein junger Mensch und
meint er könnte diese Feuer löschen.

Das Feuer haben die
großen Herren selbst gelegt,
deswegen Junge ist es zum
Umdenken noch nicht zu spät.

Lege deine Waffe hin,
Krieg spielen macht heute keinen Sinn.
Du wärst nur ein kleiner Soldat,
wenn du Pech hast,
einfach sinnlos abgeknallt.

In ihrem Spiel, das nicht deines ist,
wo es am Ende nur Verlierer gibt.
In einer Lüge die schon so viele Opfer fand.
Bitte mein Junge nimm keine Waffe in deine Hand.

Ein Schritt in den Frieden,
den Du und ich wollen,
ein Schritt in die richtige Richtung,
Denke ich ist das schon.

Ein Schritt aus dem viele werden können,
wenn es alle Menschen verstehen,
das es gescheiter wäre
nicht in einen Krieg zu gehen.

Mein Friedenszitat von mir für Dich,
den mein Sohn, Ich liebe Dich.

Der Weg zum Frieden,
wenn alle Waffen ruhen,
dafür kannst auch du was tun.

Deine Mama

Aus der Kategorie „Liebe“ (Gedichte)

Quelle: http://www.e-stories.de/gedichte-lesen.phtml?66884

August 2007

"Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei."

Marie von Ebner-Eschenbach


Juli 2007

"Mit dem Frieden ist es wie mit der Freiheit: So wie Freiheit immer auch die Freiheit des Anderen ist, so ist der Frieden immer auch der Frieden des Anderen."

Franz Alt


Juni 2007

"Frieden und Sicherheit bedürfen politischer, nicht militärischer Eingriffe; Frieden muss von unten wachsen."

medico international (Rundschreiben 03/06, S.4)


Mai 2007

„Ich will nicht den Frieden, der das Verstehen übersteigt, ich will das Verstehen, das den Frieden bringt.“

Helen Keller (1880 – 1968, taubblinde US-amerikanische Schriftstellerin)


April 2007

Der alte Grundsatz "Auge um Auge" macht schließlich blind.

Martin Luther King


März 2007

Es gibt keinen Weg zum Frieden, Frieden ist der Weg.

Mahatma Gandhi (1869 – 1948)


Februar 2007

„Terror ist der Krieg der Armen, Krieg ist der Terror der Reichen.
Beide sind gleichermaßen unmoralisch."

Sir Peter Ustinov


Januar 2007

Menschen sind nicht in der Lage, den Tod abzuschaffen. Aber sie sind ganz gewiss in der Lage, das gegenseitige Töten abzuschaffen.

Norbert Elias (1897-1990), dt. Soziologe


Dezember 2006

"Alle sprechen von Frieden, aber man kann Frieden im Äußeren nicht erreichen, wenn im Inneren Wut und Hass regieren. Voraussetzung für den Frieden in der Welt ist der Friede im Geist. Der Friede im Geist kann aber nur entstehen, wenn wir uns bewusst machen, dass alle Menschen Mitglieder ein und derselben Familie sind."

Dalai Lama


November 2006

"If we treasure human dignity and value life, we must take action now and make a choice to transform and resist the present forces that deny life and destroy community."

Lo Sai "Rose" Wu (Hong Kong Christian Institute; Civil Human Rights Front), One of the "1000 PeaceWomen Across the Globe" (www.1000peacewomen.org)


Oktober 2006

Die Soldatengräber sind die großen Prediger des Friedens.

Albert Schweitzer


September 2006

"It is easier to destroy the world than to create it. But in creating the world, one is sowing life and creating the future."

Irina Yanovskaya (Journalists for Human Rights, Caucasus Network on Conflict Resolution)


August 2006

Es gibt keinen Frieden auf dem Weg der Sicherheit, denn Friede muss gewagt werden.

Dietrich Bonhoeffer


Juli 2006

Der Frieden ist ein Ziel, das nur durch Übereinkunft erreicht werden kann, und es sind zwei Wege, die zu dieser friedensstiftenden Union führen. Einer ist die unmittelbare Anstrengung, die Konflikte ohne Gewalt zu lösen, d.h. die Kriege zu vermeiden; der andere besteht in der Anstrengung auf lange Sicht, einen stabilen Frieden unter den Menschen aufzubauen. Konflikte zu vermeiden, ist Werk der Politik; den Frieden aufzubauen ist Werk der Erziehung. (...) Die konstruktive Erziehung für den Frieden kann sich nicht auf die Schule und den Unterricht beschränken. Sie ist ein Werk von universaler Tragweite. Sie besteht nicht nur in einer Neugestaltung des Menschen, die die innere Entwicklung der Persönlichkeit ermöglicht; sondern sie ist auch eine Orientierung auf die Ziele der Menschheit und die gegenwärtigen Bedingungen des sozialen Lebens hin.

Maria Montessori (Frieden und Erziehung, hg. v. Paul Oswald und Günter Schulz-Benesch, Freiburg i.Br. 1973, S. 26)

Juni 2006

"Peace is the end of discrimination in all its forms. Peace is acknowledging the dignity of all human beings in a holistic, integrated way. It is the interlinking of political activities to provide for the well-being of all people."

Amanda Romero, American Friends Service Committee, Columbia


Mai 2006

"Wir teilen alle miteinander die großen Aufgaben unserer Zeit: den Frieden sichern, die Schöpfung bewahren, die Not bekämpfen.
Wo immer Armut besteht, bedroht sie am Ende die Menschheit im Ganzen."

Richard von Weizsäcker zur Eröffnung der Fastenaktion MISEREOR in Mannheim 1987


April 2006

Conflict is imbalance, the lack of harmony. It is the break-down between the […] peoples and the land, the separation between human beings and the territory. Conflict occurs when you start disregarding other human beings and the value of life.

Alcibiades Escue Miesicue, Association of Indigenous Peoples of Northern Cauca Province, Columbia


März 2006

FRIEDENSGEDICHT

Wenn der Frühling läßt empor
Hoch den Himmel steigen,
Summt es in uns wie ein Chor
Nach des Winters Schweigen:
Friede, Friede sei auf Erden!
Menschen wollen Menschen werden.

0 du dunkler Chor, der summt
In uns ist ein Ahnen:
Sie, die glaubten wir verstummt,
Melden sich und mahnen:
Menschen sollen Menschen werden!
Friede, Friede sei auf Erden.

Und es ist ein solcher Schrei,
Daß die Berge beben,
Eine Flammenwüstenei,
Meere sich erheben,
Wenn nicht Friede wird auf Erden,
Was soll aus uns allen werden?

Ihr, gezeichnet von dem Leid
Derer, die gefallen,
Und ihr, die ihr jung noch seid,
Laßt den Ruf erschallen:
Friede, Friede sei auf Erden!
Menschen laßt uns Menschen werden!

Johannes R. Becher


Februar 2006

Frieden

Möge das Innere
und das Äußere
von uns Menschen
in Einklang kommen

Und uns Frieden schenken

Möge das Geben
und das Nehmen
die Kraft sein
der menschlichen Begegnung

Und uns Frieden schenken

Möge der Kampf
auf dieser Welt sich wandeln
in gemeinsame Verantwortung

Und uns Frieden schenken

Möge die Liebe uns Kraft geben
unser Fühlen, Denken und Handeln
zu klären

Und uns Frieden schenken

Ursa Paul


Januar 2006

Umdenkrevolution

Die Kinder in den Arm,
Die Waffen aus der Hand,
Und das in jedem Land

In den Köpfen Alarm!
In den Herzen ein Beben,
Kriege darf es nie wieder geben.

An den Regierungsspitzen
dürfen nur sitzen
Männer oder Frauen
die einzig auf Frieden vertrauen
Bertha von Suttner mahnt von drüben:
Bringt den Frieden zum Siegen!

Nie mehr Witwen!
Nie mehr Kinder ohne ihre Väter.
Die Welt ohne Hass,
Ohne Gewalt-Vertreter.

Die Soldaten werden sich nicht mehr schuldig machen,
Nicht mehr Benutzer und nicht mehr Futter von Waffen.

“Kriege werden nun mal immer sein“
Das ist ein schlimmer alter Zopf
Da sitzt im Gefängnis der Kopf!

Die Nachkommenschaft der Völker
haben nicht Opfer zu sein.
Das ist doch größtes Unrecht allein!

Liebe Bürger lasst euch beschwören
und auf Einstein den Brillant-Denker hören.
Eine Weltregierung ist anzustreben,
zu retten von Kriegen das Leben.

Länder mit Rüstungs-Industrien,
die immer größere Geschäfte machen wollen
der Erhaltung des Lebens keine Achtung zollen;
Denen würden Waffen-Friedhöfe besser anstehen.
Und wir Bürger müssten keinen Friedhof mit
Soldaten und anderen Kriegsopfern mehr sehen.

Zur Denk-Revolution bereit
Von Bewusstsein-Schlaf und Denk-Stopp befreit
Sind die Völker auch vor Diktatoren gefeit.

Gerda Basten-Ewert


Dezember 2005

Ich sehe ein Land

Ich sehe ein Land mit neuen Bäumen.
Ich sehe ein Haus aus grünem Stauch.
Und einen Fluß mit flinken Fischen und einen
Himmel aus Hortensien sehe ich auch.
Ich sehe ein Licht von Unschuld weiß.
Und einen Berg, der unberührt.
Im Tal des Friedens geht ein junger Schäfer,
der alle Tiere in die Freiheit führt.-
Ich hör ein Herz, das tapfer schlägt – in einem
Menschen, den es noch nicht gibt,
doch dessen Ankunft mich schon jetzt bewegt,
weil er erscheint und seine Feinde liebt.
Das ist die Zeit, die ich nicht mehr erlebe.
Das ist die Welt, die nicht von unserer Welt.
Sie ist aus feinstgesponnenem Gewebe
Und Freunde, seht und glaubt: Sie hält.
Das ist das Land, nach dem ich mich so sehne,
das mir durch Kopf und Körper schwimmt.
Mein Sterbenswort und meine Lebenskantilene,
dass jeder jeden in die Arme nimmt.

Hans-Dieter Hüsch


November 2005

Schießkunst

vervollkommne dich in der schießkunst
bemüh dich um größtmögliche treffsicherheit
damit du keinen menschen triffst
keinen mann denn er geht zu seiner frau
keine frau denn sie geht zu ihrem kind
kein kind denn es weiß noch nicht wohin es geht
keinen alten denn er will überhaupt noch nicht
seinem tod begegnen

vervollkommne dich gewissenhaft
in der kunst des bombenzielwurfs
es ist so schwer
eine stadt nicht zu treffen oder ein dorf nicht zu streifen
nicht weg zu radieren vom antlitz der erde
auch nur einen einzigen besonderen punkt
vervollkommne dich in dieser kunst
um des fremden und um deines eigenen lebens willen

denn die kugeln und bomben gehen auch an dir vorbei
und es glückt dir den minen zu entgehen
einfach deshalb
weil dein vollkommener gegner
dir nicht nachstehen will
in dieser erstaunlichen kunst

Wjatscheslaw Kuprijanow (Übertragung: Ulrich Henkys, Juli 2005)


Oktober 2005

... Rache und immer wieder Rache ...
Keinem vernünftigen Menschen würde es einfallen, Tintenflecke mit Tinte oder Ölflecke mit Öl wegputzen zu wollen - nur Blut, das soll immer wieder mit Blut ausgewaschen werden.

Bertha von Suttner


September 2005

"FRIEDE ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kriegen - FRIEDE IST MEHR.

Haudenosaunee (Irokesen-Konföderation)
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